Schwuler Sex vor 200 Jahren Eine neue Telenovela bei HBO Max zeigt viele LGBTIQ+-Charaktere
Liefert HBO Max neuen Nachschub nach „Heated Rivalry“? Die brasilianische Historien-Telenovela „Madam Beja“, ein Reboot der Telenovela „Dona Beija“ von 1986, sorgt seit ihrer Premiere auf HBO Max für großes Interesse, insbesondere in der LGBTIQ+-Community. Die Serie erzählt die Geschichte von Ana Jacinta de São José, die im frühen 19. Jahrhundert in Araxá lebte.
Erst Verlobte, dann Kurtisane
In der Serie wird Ana von Grazi Massafera dargestellt. Die Frau wird von einem königlichen Offizier entführt und über zwei Jahre seinen Launen und Grausamkeiten ausgesetzt. Nach ihrer Flucht stellt sie fest, dass ihr Verlobter Antonio (David Junior) inzwischen eine andere Frau geheiratet hat. Die konservative Gesellschaft betrachtet Ana nicht als Opfer, sondern als Verführerin. Verzweifelt eröffnet Ana als Dona Beja ein gehobenes Bordell, das Chácara do Jatobá, und gewinnt dadurch ihre Macht als gefragte Kurtisane zurück.
Explizite Szenen aus Brasilien
Parallel erzählt die Serie die Geschichte von Fortunato (João Villa), einem jungen Mann aus wohlhabendem Hause, der seine Familie durch eine geplante Ehe stärken soll. Fortunato kämpft jedoch mit seiner Homosexualität und entwickelt Gefühle für Inspektor Mauricio. In den neuesten Folgen kommt es zu einer ersten von offenbar mehreren expliziten Szenen zwischen ihm und einem anderen Mann. HBO Max kommentierte auf X: „Endlich hatte Fortunato einen guten Grund zu lächeln.“
Die Serie zeigt außerdem die trans* Figur Severina, gespielt vom nicht-binären Schauspieler Pedro Fosaro, die eine wichtige Vertraute von Ana wird. Auch Ana selbst erlebt eine homosexuelle Romanze: In einer frühen Episode entwickelt sie Gefühle für die Frau Maria (Indira Nascimento), was ihre Geschichte als Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen unterstreicht. „Madam Beja“ wird von vielen Beobachtern als Brasiliens Antwort auf die Serie „Bridgerton“ gesehen.