Erstmals schafft ein Rechtsgebiet eine bereits in Kraft getretene Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben wieder ab.
Die ersten schwulen und lesbischen Eheschließungen gab es schon, nachdem die Ehe-Öffnung im letzten Mai in Kraft getreten war. Diese bereits geschlossenen Ehen sollen weiterhin bestehen bleiben. Fortan soll es für homosexuelle Paare aber nur noch Lebenspartnerschaften geben, heißt es im Domestic Partnership Act 2017. Dieser wurde am Mittwoch vom britischen Gouverneur John Rankin, der das Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II. auf der Inselgruppe vertritt, formal mit seiner Zustimmung versehen.
Ende Dezember hatten zunächst das Unterhaus mit 24 zu zehn Stimmen für die Abschaffung der Ehe gestimmt. Danach folgte der Senat mit acht gegen drei Stimmen. Die regierende "fortschrittliche Arbeiterpartei" hatte das Ehe-Verbot für Homo-Paare vor der Wahl im letzten Sommer angekündigt.
Die Inselgruppe mit rund 65.000 Einwohnern hatte homosexuelle Handlungen erst 1994 legalisiert. Das Schutzalter liegt aber für Schwule mit 18 Jahren noch immer höher als für Heterosexuelle oder Lesben.
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