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Wer wird der nächste 007? LGBTIQ+-Stars als James Bond

Von ms - 26.10.2026 - 16:00 Uhr
Wer wird der nächste 007?
Foto: AI GENERATED - FASH Medien
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Wer wird der nächste James Bond? Seit Daniel Craig 2021 mit „Keine Zeit zu sterben“ seinen Abschied als Geheimagent 007 feierte, wird über mögliche Nachfolger spekuliert. Nun könnte die Entscheidung näher rücken. Nach Informationen des Branchenmagazins The Hollywood Reporter sollen mehrere Schauspieler letzte Probeaufnahmen absolvieren. Zu den gehandelten Kandidaten gehören Callum Turner und Jack Lowden. Derweil wird in der britischen LGBTIQ+-Community über insgesamt elf Darsteller aus den eigenen Reihen diskutiert. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Bond-Nachfolge offen: Nach Daniel Craigs Abschied 2021 wird weiter nach einem neuen Darsteller für den britischen Geheimagenten gesucht. Berichten zufolge laufen bereits letzte Probeaufnahmen.
  • Aktuelle Favoriten: Laut Hollywood Reporter werden unter anderem Callum Turner und Jack Lowden für die Rolle gehandelt.
  • In der britischen LGBTIQ+-Community werden halb ernsthaft halb im Spaß derzeit elf Schauspieler aus den eigenen Reihen heftig diskutiert, darunter Jonathan Bailey, Andrew Scott, Luke Evans und Ncuti Gatwa.
  • Traditioneller Rollenwechsel: Bisher wurde James Bond ausschließlich von männlichen, weißen und heterosexuellen Schauspielern verkörpert.
  • Neue Möglichkeiten: Neben männlichen Kandidaten stehen mit Kristen Stewart und Tessa Thompson auch zwei Schauspielerinnen auf der Vorschlagsliste.

Bond aus der Community

Ganz ernsthaft ist die Debatte über die elf möglichen neuen Darsteller für James Bond nicht immer, obwohl einige Kandidaten wie Jonathan Bailey eine Zeit lang tatsächlich als heiße Anwärter galten. Zudem: Bislang wurde Bond ausschließlich von weißen, heterosexuellen Männern gespielt. Zu den bekanntesten Darstellern gehören Sean Connery, Roger Moore und Pierce Brosnan. Daniel Craig verkörperte die Figur seit „Casino Royale“ im Jahr 2006 und war damit der am längsten amtierende Bond-Darsteller. Feste Vorgaben für die Neubesetzung gibt es allerdings nicht. Traditionell stammten die Schauspieler allerdings aus Großbritannien oder einem Commonwealth-Land.

Bailey, Scott und Evans

Zu den prominentesten Vorschlägen gehört der britische schwule Schauspieler Jonathan Bailey (38). Der „Bridgerton“-Star hat mit Produktionen wie „Fellow Travelers“, „Jack Ryan“ und „Jurassic World“ seine Vielseitigkeit bewiesen. Insbesondere sein Charme und seine Ausstrahlung sprechen für ihn. Auch der irische schwule Schauspieler Andrew Scott (50) gilt als interessante Wahl. Bekannt wurde er als Jim Moriarty in „Sherlock“, wofür er einen BAFTA als bester Nebendarsteller erhielt. Später überzeugte er unter anderem in „Fleabag“, „Ripley“ und „All of Us Strangers“. Im Bond-Film „Spectre“ spielte er bereits einen Gegenspieler des Geheimagenten. Der ebenso schwule Waliser Luke Evans (47) wird seit Jahren als möglicher Bond-Darsteller gehandelt. Er bringt Actionerfahrung mit und wurde sogar von Ben Whishaw (46), der in den Bond-Filmen den Technikexperten Q spielt, als geeigneter Kandidat für einen schwulen 007 genannt.

Doctor Who oder Zwergenkönig?

Ein weiterer Vorschlag ist Ncuti Gatwa (34). Der queere Schauspieler übernahm mit „Doctor Who“ bereits eine der bekanntesten Rollen der britischen Fernsehgeschichte. Gatwa selbst verglich die Bedeutung des Doctors mit jener von James Bond: Beide Figuren seien kulturell so prägend, dass ihre Darstellung eine besondere Herausforderung darstelle. Richard Armitage (55) wurde ebenfalls wiederholt mit der Bond-Rolle in Verbindung gebracht. Der schwule Schauspieler ist aus „Der Hobbit“, „Ocean’s 8“ und zahlreichen Harlan-Coben-Verfilmungen bekannt. Allerdings erklärte er selbst, lieber einen Bond-Bösewicht als den Geheimagenten spielen zu wollen.

Page, Bomer und Domingo

Auch trans* Mann Elliot Page (39) gehört zu den elf Personen, über die in Großbritannien debattiert wird. Mit „Inception“ und „The Umbrella Academy“ hat der Schauspieler Erfahrung in actionreichen Produktionen gesammelt. Der schwule Darsteller Matt Bomer (49) wiederum verkörperte in der Serie „White Collar“ den charmanten Dieb Neal Caffrey. Weitere Rollen in „Fellow Travelers“, „American Horror Story“ und „Doom Patrol“ zeigen seine schauspielerische Bandbreite. Der amerikanische schwule Schauspieler Colman Domingo (56) wäre eine spannende Wahl. Für seine Darstellung des schwulen Bürgerrechtlers Bayard Rustin in „Rustin“ erhielt er eine Oscar-Nominierung. Hinzu kommen ein Emmy für „Euphoria“ sowie Auftritte in „The Four Seasons“ und einer Michael-Jackson-Filmbiografie. 

Porter, Stewart und Thompson

Billy Porter (57) könnte der Agentenreihe vor allem stilistisch eine neue Richtung geben. Der schwule Schauspieler wurde durch seine Rollen als Pray Tell in „Pose“ und Behold Chablis in „American Horror Story: Apocalypse“ bekannt. Sein unverwechselbarer Kleidungsstil würde sich deutlich von Bonds traditioneller Garderobe unterscheiden. Mit Kristen Stewart (36) und Tessa Thompson (43) sind dann sogar zwei Frauen aus der Community im Gespräch, auch wenn die Chancen dazu eher gering eingeschätzt werden, obwohl die beiden Frauen durchaus Action-Erfahrung aufweisen können. Stewart hat in „3 Engel für Charlie“ bereits eine Geheimagentin gespielt, Thompson spielte unter anderem in „Creed“, „Men in Black: International“ und „Westworld“. Im Marvel-Universum verkörpert sie außerdem die queere Superheldin Valkyrie.

Neue Richtung für Bond?

Die elf Namen, über die derzeit mit großem Interesse in der britischen Community diskutiert wird, sind dabei nicht allesamt komplett ernst gemeint, ermöglichen doch aber Raum für spannende Diskussionen. Und wer Bond kennt, der weiß: Am Ende wird es wahrscheinlich ein Darsteller, den kaum jemand auf dem Zettel hatte. Und alle werden es zu Beginn ganz furchtbar finden wie einst bei Daniel Craig, bis sie – hoffentlich – der erste neue Bond-Film eines Besseren belehrt. Laut den Produzenten und den neuen Verantwortlichen bei Amazon Prime soll womöglich noch vor Jahresende bekannt gegeben werden, wer die neue Doppel-Null ihrer Majestät wird. 

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