Direkt zum Inhalt
Todesfall auf den Philippinen
ANZEIGE

Todesfall auf den Philippinen Mysteriöser Fall um mutmaßlichen Mörder von LGBTIQ+-Menschen

ms - 03.02.2026 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Ein 22 Jahre alter Mann, der auf den Philippinen im Verdacht stand, mehrere LGBTIQ+-Personen getötet zu haben, ist nach Angaben der Polizei tot in Gewahrsam aufgefunden worden. Der Verdächtige wurde am Sonntagabend in einer Polizeistation in der Gemeinde Lobo in der Provinz Batangas entdeckt.

Tod im Gefängnis 

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann, den die Behörden als „Roy“ bezeichneten, bewusstlos in den Toiletten der Lobo Municipal Police Station gefunden. Der diensthabende Gefängniswärter sei auf ihn aufmerksam geworden, nachdem dessen Partnerin Alarm geschlagen hatte, weil sich der 22-Jährige bereits mehrere Stunden dort aufgehalten habe. 

Der Verdächtige wurde umgehend in das Lobo District Hospital gebracht, wo er für tot erklärt wurde. Dies bestätigte die leitende Polizeiermittlerin Jenny Atienza gegenüber lokalen Medien. Eine offizielle Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben. Eine lokale Nachrichtenzeitung berichtete unter Berufung auf Auszüge aus einem Polizeibericht, dass es Hinweise auf einen möglichen Suizid gebe. Die Ermittlungen zur genauen Todesursache dauern an.

Mordverdächtig in mehreren Fällen

Der Mann war zuvor wegen des Mordes an dem 34-jährigen Make-up-Artisten Aljohn Abag festgenommen worden. Abags Leiche war am 26. Januar am Ufer des Malabrigo Beach gefunden worden. Ermittler gehen davon aus, dass er tödliche Kopfverletzungen durch einen großen, scharfen Gegenstand, möglicherweise einen Stein, erlitten hatte.

Vier Tage nach dem Fund der Leiche wurde der Verdächtige festgenommen, nachdem er in der Provinz Quezon, rund 172 Kilometer vom mutmaßlichen Tatort entfernt, mit dem Motorrad des Opfers gesehen worden war. Nach Angaben der Ermittler zeigen Aufnahmen von Überwachungskameras, dass sich der Verdächtige und Abag in der Tatnacht gemeinsam in der Nähe des Strandes aufgehalten hatten. Zudem soll der Mann mehrere persönliche Gegenstände des Opfers bei sich gehabt haben. Gegen ihn wurden unter anderem Anklagen wegen Raubes mit Tötungsdelikt sowie schweren Fahrzeugdiebstahls erhoben. Medienberichten zufolge wurde zudem geprüft, ob der Verdächtige mit weiteren Tötungsdelikten in Verbindung steht, darunter auch Fälle mit LGBTIQ+-Bezug.

Homosexualität ist auf den Philippinen nicht strafbar, wird aber bis heute gerade von Seiten der katholischen Kirche in Teilen des Landes noch immer stark tabuisiert. Die Hauptstadt Manila gilt als sehr homosexuellenfreundlich mit einer lebendigen schwulen Szene, besonders im Stadtteil Malate, und ist bekannt für ihr ausgeprägtes Nachtleben mit Schwulenbars, Saunen und Drag-Shows. Jedes Jahr wird auch der Metro Manila Pride veranstaltet, die gesellschaftliche Akzeptanz ist hoch in der Millionenstadt. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.