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Nollendorfplatz: BVG nennt U-Bahn-Station nun Regenbogenkiez
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Queere Sichtbarkeit wächst Nollendorfplatz: BVG nennt U-Bahn-Station nun Regenbogenkiez

mr - 03.02.2026 - 14:30 Uhr
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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden den U-Bahnhof Nollendorfplatz künftig zusätzlich als „Regenbogenkiez“ kennzeichnen. Der Beschluss, gefasst auf Initiative der CDU-Politikerinnen und -Politiker aus Tempelhof-Schöneberg, setzt ein deutliches Zeichen für Vielfalt und die Sichtbarkeit der queeren Szene Berlins. Auch die ausdrucksstarke Regenbogenfahne wird auf dem neu gestalteten Stationsschild prominent vertreten sein.

 

Neue Schilder am Nollendorfplatz

Mit der Entscheidung, den Namenszusatz „Regenbogenkiez“ auf den Haltestellenschildern einzuführen, folgt Berlin dem Vorbild anderer weltoffener Städte wie Köln. Verkehrssenatorin Ute Bonde begründete den Schritt als klares Bekenntnis gegen Ausgrenzung und für gesellschaftlichen Respekt. Die offizielle Umbenennung wurde insbesondere vom queerpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Klaus Hackenschmied, begrüßt. „Der Namenszusatz ist ein sichtbares Signal für Akzeptanz, Vielfalt und einen Stolz auf die queere Geschichte des Viertels“, so Hackenschmied.

Der Nollendorfplatz gilt als Zentrum der queeren Community Berlins und ist international als Symbol für Toleranz bekannt. Die nun geplante Änderung spiegelt nach Einschätzung von Branchenbeobachterinnen und -beobachtern eine wachsende gesellschaftliche Anerkennung: Viele Berlinerinnen und Berliner schätzen laut aktuellen Umfragen die Maßnahmen zur Sichtbarmachung queerer Geschichte und Gegenwart ausdrücklich.

 

Zeichen gegen Hass

Nicht nur die optische Neugestaltung der Station ist ein Statement: In Zeiten zunehmender Gewalt gegen queere Menschen fungiert der neue Namenszusatz als bewusstes Zeichen gegen Hass. Erfahrungswerte aus Köln zeigen, dass vergleichbare Maßnahmen dort zu deutlich gestiegener Wertschätzung und positiven Rückmeldungen aus der Zivilgesellschaft führten. Die Kölner Verkehrs-Betriebe hatten während des CSD am Rudolfplatz dauerhaft ein Regenbogenschild installiert, nachdem sich viele Nutzerinnen und Nutzer für eine Fortführung ausgesprochen hatten. Die BVG hatte schon im Sommer 2025 während der Berliner Pride eine ähnliche Aktion am Bundestag initiiert, nachdem das öffentliche Zeigen der Regenbogenfahne eingeschränkt worden war.

 

Geschichtlicher Kontext des Viertels

Der Stadtteil rund um den Nollendorfplatz hat eine lange Tradition als Zufluchts- und Begegnungsort für queere Menschen. Bereits 2013 wurde die Kuppel des Bahnhofs in Regenbogenfarben beleuchtet. Neben Berlin engagieren sich europaweit mehrere Städte sichtbar für mehr Anerkennung von queeren Communities im öffentlichen Raum – oft als Reaktion auf queerfeindliche Angriffe und politische Rückschritte.

Durch die Einführung des Namenszusatzes „Regenbogenkiez“ am Nollendorfplatz setzt Berlin ein Zeichen für Offenheit und die rechtliche wie kulturelle Gleichstellung aller Bürgerinnen und Bürger. Beobachterinnen und Beobachter erwarten auch eine Vorbildwirkung für andere Städte. Ob sich dieses Engagement künftig auch auf weitere Stadträume und Verkehrsorte ausweiten wird, bleibt mit Spannung zu beobachten.

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