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Armutsgefahr in Deutschland Community stark gefährdet, besonders junge Personen und Senioren

Von ms - 03.02.2026 - 14:00 Uhr
Armutsgefährdung in Deutschland
Foto: iStock / Liudmila Chernetska
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In Deutschland waren im Jahr 2025 rund 17,6 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht – das sind mindestens 2,1 Millionen LGBTIQ+-Personen in der Bundesrepublik. Insgesamt sind davon inzwischen 21,2 Prozent der gesamten Bevölkerung betroffen, wobei rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze hatten – die Fallzahlen sind damit erneut angestiegen. 

Besonders betroffen sind Singles

Nach Definition der Europäischen Union (EU) gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Äquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2025 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland netto nach Steuern und Sozialabgaben bei 1.446 Euro im Monat und für Haushalte mit zwei Erwachsenen bei 3.036 Euro im Monat, so das Bundesamt für Statistik. 

Besonders gefährdet von möglicher Armut sind dabei alleinlebende Singles, fast jeder Dritte (30,9%) ist hier inzwischen betroffen. Ebenso überdurchschnittlich stark gefährdet sind neben Arbeitslosen vor allem auch Senioren im Ruhestand (19,1%). Das Bundesamt betonte dazu weiter, dass nicht nur die Einkommenssituation ein wichtiger Faktor zur Bewertung ist, sondern auch die Möglichkeiten der Menschen zur Teilhabe an der Gesellschaft. 

Armut in der Community

LGBTIQ+-Menschen können dabei oftmals überdurchschnittlich oft von Armut betroffen sein, weil sie häufiger Diskriminierung im Bildungs- und Arbeitsbereich erleben, was ihre Einkommens- und Aufstiegschancen einschränken kann. Besonders junge queere Menschen werden zudem überproportional mit familiärer Ablehnung, Wohnungsverlust oder instabilen Lebensverhältnissen konfrontiert – mindestens 875.000 homosexuelle und queere Menschen unter 20 Jahren betrifft dies. Hinzu kommt, dass queere Menschen mit Mehrfachdiskriminierung oft schlechteren Zugang zu Gesundheitsversorgung, sozialer Absicherung und stabilen Beschäftigungsverhältnissen haben. 

Homosexuelle Senioren geraten überdurchschnittlich häufig unter anderem auch in Armut aufgrund des langen Schattens des Paragrafen 175, der über Jahrzehnte hinweg in der Nachkriegszeit Karrieren und beruflichen Aufstieg erschwerte oder unmöglich machte. Seriöse Schätzungen gehen von rund einer Million betroffener, schwuler Rentner aus. 

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