Direkt zum Inhalt
Kritik von Kristen Stewart

Kritik von Kristen Stewart Frauen werden in der Traumfabrik nicht gleichwertig behandelt

ms - 27.01.2026 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Kristen Stewart (35) hat scharfe Kritik an den Arbeitsbedingungen für Frauen in der Filmbranche geübt. In einem Interview schilderte die 35-jährige Schauspielerin und Regisseurin, dass sie in ihrer neuen Rolle hinter der Kamera deutlich mehr Anerkennung erfahre als zuvor vor der Kamera.

Verzerrte Wahrnehmung in der Filmbranche

Im Gespräch mit der britischen Times sagte die bisexuelle US-Amerikanerin: „Schauspielerinnen werden wie Dreck behandelt, das muss ich euch sagen. Die Leute denken, jeder könnte Schauspielerin sein, aber als ich das erste Mal als Regisseurin über meinen Film sprach, dachte ich: Wow, das ist eine ganz andere Erfahrung, die reden mit mir, als sei ich jemand mit Verstand.“

In der Branche herrsche weiterhin die Vorstellung, Regisseure verfügten über nahezu übernatürliche Fähigkeiten. Dieses Bild entspreche nicht der Realität, werde jedoch vor allem von Männern aufrechterhalten, erklärte Stewart. „Ich will nicht den Eindruck erwecken, als würde ich mich ständig beschweren, aber für Schauspielerinnen ist es schlimmer als für Schauspieler – sie werden wie Marionetten behandelt, sind es aber nicht.“

Mehrfache Kritik an Hollywoods Männerwelt

Bereits in den vergangenen Monaten hatte sich Stewart mehrfach kritisch zu mangelnder Gleichberechtigung in Hollywood geäußert. Bei einer Veranstaltung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles sprach sie über anhaltende strukturelle Probleme in der US-Filmindustrie. Zugleich erklärte Stewart, dass es „verheerend und erbärmlich“ sei, wie wenige Filme im vergangenen Jahr von Frauen inszeniert worden sind. 

In ihrer rund siebenminütigen Rede betonte sie auch ein „Jungs-Club-Geschäftsmodell, das vorgibt, mit uns zusammenarbeiten zu wollen, während es uns unsere Ressourcen abschöpft und unsere wahren Perspektiven herabwürdigt“. Auch in einem im Dezember veröffentlichten Porträt der „New York Times“ äußerte sich Stewart ähnlich. Männliche Schauspieler würden dafür gefeiert, sich selbst treu zu bleiben, während Frauen nicht in vergleichbarer Weise unterstützt würden.

Stewart wurde ab 2008 durch ihre Hauptrolle in der „Twilight“-Filmreihe international bekannt, ihr Durchbruch gelang ihr zuvor an der Seite von Jodie Foster in „Panic Room“. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin arbeitet sie seit einigen Jahren auch als Regisseurin und deutete zuletzt an, sie würde bei einem Reboot von Twilight gerne Regie führen. Ihr Spielfilmdebüt als Regisseurin gab sie mit „The Chronology of Water“, der 2025 bei den Filmfestspielen von Cannes Premiere feierte. Der Film kommt Anfang März in Deutschland in die Kinos. Privat ist sie seit letztem Jahr glücklich verheiratet mit ihrer Kollegin Dylan Meyer

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Drake Von festgenommen

Vorwürfe häuslicher Gewalt

Der beliebte bisexuelle US-Adult-Darsteller Drake Von ist in Las Vegas wegen des Verdachts häuslicher Gewalt festgenommen worden.
TV-Show über Celine Dion

Neue fiktionale Serie geplant

Das Leben von Sängerin Celine Dion soll in einer neuen fiktionalen Serie erzählt werden – mit Fokus auf ihre familiären Wurzeln.
Tom Hollands Kultauftritt

Im Drag-Kostüm auf der Bühne

Vor fast zehn Jahren war Tom Holland im Drag-Outfit beim Lip Sync Battle zu sehen. Bis heute der Auftritt, für den er das meiste Feedback bekommt.
Shia LaBeouf vor Gericht

Schuldbekenntnis nach Prügelanfall

Nach einer homophoben Prügelei in New Orleans hat Shia LaBeouf nun die Körperverletzungen eingeräumt und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Gestatten, von Sinnen

Erster Podcast der Entertainerin

Entertainerin Hella von Sinnen startet erstmals einen eigenen Podcast und kann dabei auf Unterstützung aus dem Umfeld von Stefan Raab zählen.
Kerkeling als Bundespräsident

Petition fordert Kandidatur

Eine neue Petition bringt Hape Kerkeling ernsthaft als möglichen Nachfolger von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Gespräch.
Skandal prägte die Gay-Szene

Ikonisches Bild bis heute

Adam Turner, einst das Gesicht eines berüchtigten Titelblatts über „Trophy Boys“ im New York Magazine, bricht erstmals öffentlich sein Schweigen.
Jonathan Baileys Einsichten

Coming-Out und Hollywood-Karriere

Jonathan Bailey sprach jetzt offen darüber, warum er seine Sexualität nie versteckt hat und welche Risiken er für seine Karriere sah.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Regisseur Tierney erzählt Details

Jacob Tierney veröffentlicht ein Buch, das Fans von „Heated Rivalry“ einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht und die Entstehung der Serie aufzeigt.