Direkt zum Inhalt
LGBTI* und Meta

LGBTI* und Meta Fakten-Checker und Schutzrichtlinien für die Community bleiben in Deutschland vorerst erhalten

ms - 09.01.2025 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Nachdem die Ankündigung über neue Richtlinien bei Meta Anfang dieser Woche für viel Schlagzeilen und Besorgnis gerade innerhalb der queeren Community gesorgt hatte, stellt der US-Technologiekonzern jetzt klar, dass es in Europa weiterhin vorerst ein Faktencheck-Programm auf seinen Plattformen Instagram und Facebook geben wird. Die befürchtete Zunahme von Hass und Hetze gegen die LGBTI*-Community bleibt zumindest diesbezüglich aus.  

Prüfverfahren in der EU

Meta hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP nun außerdem einen Bericht bei der EU-Kommission eingereicht. Das Unternehmen von Mark Zuckerberg will seine rechtlichen Pflichten gemäß der aktuellen EU-Richtlinien überprüfen. Aktuell sind Anbieter im Bereich der sozialen Medien nach dem  Digital Services Act dazu verpflichtet, gegen Fake News und Online-Hass vorzugehen. 

In den USA sollen externe Fakten-Checker indes nicht mehr eingesetzt werden, außerdem will Meta mit neuen Richtlinien die Meinungsfreiheit stärken – auch konträre Meinungsäußerungen sollen künftig ausgehalten werden müssen. Nutzer können allerdings weiterhin problematische Beiträge melden. Zuckerberg selbst sprach davon, dass sein Unternehmen in den letzten Jahren zu viel zensiert habe, amerikanische queere Verbände wie GLAAD erklärten hingegen, die Neuausrichtung von Meta „normalisiere Anti-LGBTI*-Hass aus Profitgründen.“  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Keine Jobs für Homosexuelle?

Sehr schwierige Lage in Afrika

Homosexuelle haben in Afrika nicht „nur“ mit Diskriminierung zu kämpfen, auch die Jobsuche wird zum Hürdenlauf, betont jetzt eine Hilfsorganisation.
Indonesien im Zwiespalt

Zwischen Hass und Herzlichkeit

Indonesien kämpft seit zehn Jahren zwischen den Extremen: LGBTIQ+-Menschen bekämpfen oder integrieren. Ein neue Studie untersuchte das Phänomen.
Kommunikation ohne Big Brother

Neue kreative Wege in Russland

Russland schränkt digitale Wege immer mehr ein, die queere Community und viele Bürger experimentieren derzeit mit neuen Kommunikationsideen.
Rechtsextremismus im Senegal

Experte warnt vor homophoben Kurs

Im Senegal führt ein rechtsextremer Kurs zu immer mehr Homophobie. Die Folge ist Isolation von der Staatengemeinschaft, warnt der Intellektuelle Rodolphe P.
Große Gefahr in Ghana

Kriminelle locken Schwule in Fallen

Alarm in Ghana: Mittels der Dating-Masche wurden in den letzten Wochen hunderte schwule Männer von Kriminellen in Fallen gelockt und ausgeraubt.
Ally Anne Hathaway

Engagement für LGBTIQ+

Anne Hathaway betonte ihre Verbundenheit mit der Community und will LGBTIQ+-Menschen mit "Der Teufel trägt Prada 2" ein wenig Freude schenken.
Pride-Verbot in Florida

Keine Unterstützung für LGBTIQ+

Floridas Gouverneur Ron DeSantis hat per Gesetz allen Behörden jetzt verboten, Pride-Events oder Vielfalts-Projekte zu unterstützen.
Gefährlicher Hass in Portugal

Mehr Mobbing gegenüber LGBTIQ+

In Portugal steigen Hass und Mobbing gegenüber queeren Menschen wieder an, insbesondere gegen Jugendliche. Queere Verbände fordern mehr Unterstützung.