Direkt zum Inhalt
Neue Dating-App für Lesben
ANZEIGE

Neue Dating-App für Lesben Britin konzipierte neue App inklusive KI-Gesichtserkennung

ms - 24.07.2024 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Eine neue Dating-App für lesbische Frauen steht in den Startlöchern – die Idee stammt von der feministischen Aktivistin Jenny Watson (32) aus Großbritannien. Sie beklagt, dass es derzeit keine einzige Dating-App auf dem Markt gebe, die sich ausschließlich an Frauen richte, die eine gleichgeschlechtliche Beziehung eingehen wollen. 

Gesichtsscan als Grundvoraussetzung 

Das Besondere laut Watson an der neuen App: Mit Hilfe moderner KI-Systeme wird vor dem Erstellen eines Accounts das Gesicht der potenziellen Nutzerin gescannt, sodass sich nur biologische Frauen anmelden können. Trans-Frauen sollen von dem App-Angebot ausgeschlossen werden. 

Die  Gesichtserkennungstechnologie der neuen Dating-Portal L'App analysiert dabei unter anderem den Knochenbau, die Form und Position der Augen sowie die Augenbrauen und die Form oder Größe der Nase. Sie kann auch erkennen, ob eine Person ein Live-Bild präsentiert oder nur ein Foto einer Frau in die Kamera hält, indem sie Bewegungen, Blinzeln und Wärmeabstrahlung erkennt. Auch von einer Verkleidung als Frau, beispielsweise durch Perücke und Make-up, lässt sich die Technologie offenbar nicht täuschen. Damit soll die Software der App eine Genauigkeit von 99 Prozent erreichen, so Watson.

Safe Space für lesbische Frauen

Laut Watson sei L'App als Reaktion darauf entwickelt worden, dass viele Lesben in den letzten Monaten feststellen mussten, dass sie von bestehenden Apps ausgeschlossen wurden, wenn sie angaben, nur mit biologischen Frauen daten zu wollen. Auch Watson selbst habe diese Erfahrung gemacht, wie sie gegenüber der britischen Mail berichtet: „Um transidente Männer zu vermeiden, schreibe ich immer einen kleinen Text, der nicht respektlos ist und sagt, dass ich Frauen bevorzuge und darum bitte, meine Grenzen zu respektieren. Und jedes Mal, wenn ich das tue, werde ich gebannt.“ Die aktuellen Dating-Apps werden ihrer Meinung nach zunehmend von „Männern genutzt, die sich als weiblich identifizieren“ und sagen, dass sie ebenfalls lesbisch sind.

Wann konkret die neue App online verfügbar ist, ist noch unklar, sie soll aber zeitnah an den Start gehen. Watson, die hauptberuflich als Stadtplanerin arbeitet, hat weitere Pläne und will in Großbritannien auch die erste Lesbenbar eröffnen, die nur biologischen Frauen den Zutritt gestattet. Bereits jetzt bietet sie auch „Speed-Dating-Abende nur für Frauen“ an. Kritiker werfen Watson vor, sie sei mit ihrem Verhalten transfeindlich, sie selbst betont, sie setze sich nur für Safe Spaces für lesbische Frauen ein, die es neben Angeboten für die ganze LGBTI*-Community auch geben müsse. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Besondere Freundschaft

Stefano Belotti und Matteo Santoro

Die beiden Wasserspringer Stefano Belotti und Matteo Santoro gewannen jetzt EM-Bronze und sind inwischen Lieblinge der schwulen Community Italiens.
Sexy Doppelgänger

Timothée Chalamets Zwilling?

OnlyFans-Creator Eddie Veyro führt seinen Erfolg auf seine Ähnlichkeit mit Timothée Chalamet zurück – der Schauspieler soll darüber wenig erfreut sein
Heated Rivalry 2

Großer Andrang am Set

Wegen des großen Faninteresses an Staffel 2 von „Heated Rivalry“ hat Showrunner Jacob Tierney jetzt um Rücksicht auf Cast und Crew gebeten.
Geldstrafe für George Santos

Illegaler Insider-Wetthandel

Der schwule Ex-US-Abgeordneter George Santos sorgt für neue Schlagzeilen und muss nach einer illegalen Online-Wette mehr als 35.000 Dollar zahlen.
Streit um Gay-Schulclub

Klage gegen US-Schulbehörde

Eltern betroffener Kinder haben Klage gegen eine Schulbehörde in Virgina eingereicht, die unbedingt einen homosexuellen Schulclub verhindern will.
Appell von Autor Can Dündar

Warnung vor homophoben Hass

Autor Can Dündar warnt nach dem CSD-Anschlag vor Homophobie als politischem Instrument und kritisiert doppelte Maßstäbe im Umgang mit Extremismus.
Machtkampf bei der FIFA

Druck auf Infantino wächst

Ex-FIFA-Präsident Blatter bringt die lesbische Norwegerin Lise Klaveness als Nachfolgerin von Gianni Infantino ins Spiel.
World Pride Konferenz

Menschenrechte im Fokus

Bei der WorldPride in Amsterdam diskutieren ab heute Aktivisten und Politiker über LGBTIQ+-Rechte, Gesundheit und politische Herausforderungen.
Klage gegen US-Regierung

Streit um Krankenversicherung

Fünf trans* Bundesbedienstete verklagen die US-Regierung wegen des Ausschlusses geschlechtsangleichender Behandlungen aus der Krankenversicherung.