Direkt zum Inhalt
Weiter Kritik an der ePA
ANZEIGE

Weiter Kritik an der ePA Künftig mehr Sicherheit für LGBTIQ+-Personen?

ms - 10.11.2025 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Die Kritik and der Elektronischen Patientenakte (ePA) hält an, nun erklärte die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth, gegenüber der Rheinischen Post, dass die Ausführung durch die Krankenkassen „mangelhaft“ sei. Noch immer stehen auch seitens von queeren Vereinen große Bedenken im Bereich Datensicherheit und Weitergabe bei besonders sensiblen Informationen von LGBTIQ+-Menschen und Personen mit HIV im Raum. Die schwarz-rote Bundesregierung hat jetzt erneut nachjustiert. 

Neuerungen bei Regelungen

Im Bundestag wurden im Rahmen des „Gesetzes zur Befugnis-Erweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ auch zwei Neuerungen bei der ePA beschlossen. So sollen künftig nur noch die Versicherten selbst ihre Abrechnungsdaten einsehen können, nicht mehr wie bisher auch die Ärzte und Ärztinnen beziehungsweise anderweitig medizinisches Fachpersonal. Zum anderen sollen Krankenkassen jetzt wieder mit dem Video-Ident-Verfahren die Identität von Versicherten bestätigen. 

Ob diese beide Änderungen nun die große Kehrtwende bringt, bleibt abzuwarten. „Wir wollen, dass die Abrechnungsdaten künftig auch ausschließlich für die Versicherten selbst in der ePA sichtbar sind, nicht für die Leistungserbringenden. Damit stellen wir sicher, dass keine Informationen über Abrechnungsdetails, etwa zu Diagnosen oder Leistungsumfängen, ohne ausdrückliche Zustimmung des Patienten für Dritte zugänglich sind“, so Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der Union.

Mehr Sicherheit für LGBTIQ+?

Eine große Sorge von LGBTIQ+-Verbänden war dabei immer wieder, dass homosexuelle und queere Menschen unfreiwillig auch vor dem Personal in den Arztpraxen beispielsweise zwangsgeoutet werden. Die bisher in diesem Zusammenhang ebenso einsehbare Medikationsliste hat dabei oftmals Rückschlüsse zugelassen, beispielsweise über eine HIV-Infektion oder eine psychische Erkrankung. Grundsätzlich zeigen sich queere Vereine erfreut über die jüngste Gesetzesänderung, ob sie allerdings ausreicht, ist offen. 

Für die Linksfraktion geht dieser Schritt indes noch nicht weit genug, sie fordern, dass die Patienten allein über die Freigabe aller Daten entscheiden dürfen. IT-Experten bemängeln zudem die Wiedereinführung des Video-Ident-Verfahrens, das neue Sicherheitsprobleme schaffen könne. Der Chaos Computer Club hatte zuletzt aufgezeigt, wie leicht sich gängige Video-Ident-Verfahren überlisten lassen, beispielsweise mit dem Einsatz von KI. Dazu komme laut Buhlinger-Göpfarth vom Hausärzteverband noch ein ganz anderes Problem: „Drei Viertel der Praxen berichten in einer Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung von technischen Problemen in den letzten Monaten. So zerstört man Vertrauen.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.