Teilerfolg für The 1975 Ein schwuler Kuss in Malaysia und die Folgen - die britische Band konnte jetzt einen Teilerfolg für sich verbuchen
Glück gehabt! Nach Angaben der Associated Press wurde jetzt ein Teil des Gerichtsprozesses gegen die britische Band „The 1975“ fallen gelassen – die vier Bandmitglieder wurden aufgrund eines schwulen Kusses während eines Konzertes in Malaysia angeklagt.
Die homoerotische Szene zwischen Frontmann Matty Healy und Ross MacDonald führte in dem strikt homophoben Land schlussendlich zur Absage des ganzen Musikfestivals, die Veranstalter forderten daraufhin umgerechnet rund 2,2 Millionen Euro Schadensersatz.
Keine persönliche Haftung
Ein Londoner Gericht schloss sich jetzt der Auffassung der Anwälte der Band an und urteilte, dass die vier Musiker nicht persönlich für die Festival-Absage und die Folgen haftbar zu machen sind. Zudem haben die Festivalveranstalter Future Sound Asia (FSA) die bisherigen Gerichtskosten von 120.000 Euro zu bezahlen.
Der Prozess wird bis auf Weiteres fortgeführt, die Klage richtet sich nun gegen das Management der Band, die vorab versichert habe, dass The 1975 die Gesetze und Richtlinien des Landes beachten würde. Homosexualität steht in Malaysia bis heute unter Strafe und wird mit bis zu 20 Jahren Haft geahndet. Immer wieder werden nach der Scharia auch Folterungen vollzogen. Das Zurschaustellen von Homosexualität ist ebenso strengstens untersagt.