Direkt zum Inhalt
Boykott des ESC
ANZEIGE

Boykott beim ESC 2026 Mehrere Staaten ziehen Teilnahme für 2026 zurück

ms - 04.12.2025 - 20:30 Uhr
Loading audio player...

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat bestätigt, dass Israel beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien an den Start gehen darf. Grundlage dafür ist eine von den Mitgliedssendern gebilligte Anpassung des Regelwerks, nach der künftig jedes Land teilnehmen kann, das dies wünscht. Mindestens vier Länder werden deswegen im nächsten Jahr nicht beim ESC in Österreich antreten. 

Boykott mehrerer Länder

Israels Staatspräsident Izchak Herzog begrüßte die Entscheidung ausdrücklich. Auf X schrieb er: „Israel verdient es, auf allen Bühnen der Welt vertreten zu sein. Ich freue mich, dass Israel wieder am Eurovision Song Contest teilnehmen wird.“ Herzog dankte darüber hinaus jenen Partnerstaaten, die sich für Israels Teilnahme eingesetzt hätten.

Unmittelbar nach der Entscheidung verkündeten jedoch mehrere Länder, dass sie den Wettbewerb 2026 boykottieren werden. Spanien, Irland, die Niederlande und Slowenien sagten ihre Teilnahme bereits offiziell ab. Mit RTVE verzichtet dabei auch einer der größten finanziellen Beitragszahler des Wettbewerbs. Schon im Vorfeld hatte Island einen Ausstieg in Betracht gezogen. Darüber hinaus prüfen nun auch Belgien, Schweden und Finnland ähnliche Schritte. Begründet wurden diese Überlegungen jeweils mit der hohen Zahl palästinensischer Opfer im Gaza-Krieg und der Rolle der israelischen Streitkräfte.

Zerreißprobe für den ESC

Um die Spannungen im Vorfeld abzumildern, hatte die EBU bereits im November ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Dieses sieht unter anderem vor, dass in den Halbfinalrunden wieder professionelle Jurys mitentscheiden und dass Werbevorgaben strenger gefasst werden. Laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP votierten die Delegierten der Rundfunkanstalten bei ihrer internen Sitzung mehrheitlich dafür, dieses Paket als ausreichend anzusehen; eine gesonderte Abstimmung über Israels Teilnahme habe es demnach nicht gegeben. In ihrer Mitteilung betonte die EBU, die Mitglieder hätten ihre „klare Unterstützung für Reformen zur Stärkung des Vertrauens und Schutz der Neutralität“ bekräftigt. Das ermögliche allen Sendern eine Teilnahme am Wettbewerb. 

Der Konflikt rund um Israel gilt als die schwerste Belastungsprobe in der fast 70-jährigen Geschichte des Eurovision Song Contest, der weltweit zu den am meisten verfolgten Unterhaltungsevents zählt. Sowohl die EBU als auch der ORF als Gastgeber versuchten in zahlreichen Gesprächen, einen Boykott abzuwenden. Eine zentrale Botschaft lautete dabei stets, dass der ESC als Veranstaltung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht politisiert werden solle.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Vater, Sohn und Onkel

Familienbande bei OnlyFans

Ein umstrittenes OnlyFans-Duo aus Vater und Sohn veröffentlichte nun auch Inhalte mit einem Mann, der offenbar der Familienonkel sein soll.
Manu Ríos in Horrorfilm

Sexy Kerl für Kit Connor

Sexy Kerle unter sich: Kit Connor und Manu Ríos spielen in „Rapture“ in einem mittelalterlichen Horrorfilm über Pest und Untote.
Heated Rivalry Autorin Reid

Großspende für Bibliotheken

Heated Rivalry-Autorin Rachel Reid spendete jetzt 300.000 US-Dollar an fünf ländliche Bibliotheken in Nova Scotia, die um ihren Erhalt kämpfen.
Russland zensiert Papst

Autobiografie von Papst Franziskus

Zensur extrem: In der russischen Ausgabe der Autobiografie von Papst Franziskus fehlen Passagen über LGBTIQ+-Menschen und gleichgeschlechtliche Paare.
Besondere Freundschaften

Die beste Freundin schwuler Jungs

Schwule und die beste Freundin: Eine weltweite Studie belegte nun, dass gute Freundschaften auch die psychische und körperliche Gesundheit fördern.
Brutale Attacke in Lyon

Angriff auf Straßenartisten

Ein schwules Künstlertrio wurde bei einer Straßenaufführung in Lyon homophob beschimpft und mit hunderten Feuerwerksmörsern beschossen.
Aufregung um Cheez-It-Werbung

US-Christen fordern Konsequenzen

Sturm im Wasserglas: Eine christliche US-Gruppe kritisiert einen Cheez-It-Werbespot als homosexuell anzüglich und fordert dessen Rückzug.
Razzia im Senegal

Vier schwule Männer in Haft

Im Senegal wurden erneut vier Männer nach einem anonymen Hinweis festgenommen. Ihnen werden unter anderem homosexuelle Handlungen vorgeworfen.
Trans* Frau schwer verletzt

Angriff mit Glasscherben

Eine junge trans* Frau wurde in Montpellier mit Glasscherben schwer verletzt, sie erlitt über 100 Verletzungen. Die Polizei fahndet nach den Tätern.