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Strikte Politik in Jamaika
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Strikte Politik in Jamaika Premierminister bekräftigt Richtlinien für LGBTIQ+-Menschen

ms - 23.03.2026 - 12:00 Uhr
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Jamaikas Premierminister Andrew Holness hat bekräftigt, dass die strikten Geschlechtergesetze des Landes nicht geändert werden. In einer Rede während der Haushaltsdebatte im Parlament erklärte Holness jetzt: „Ein Mann ist ein Mann und eine Frau ist eine Frau. Wir werden daran nichts ändern.“

Keine Rechte für LGBTIQ+

Seit seiner zweiten Amtszeit als Premierminister im Jahr 2016 hat Holness in einigen Bereichen Unterstützung für die LGBTIQ+-Gemeinschaft gezeigt. So erklärte er, dass die sexuelle Orientierung niemanden von der Tätigkeit im Parlament ausschließen sollte. Allerdings hat er bisher keinen Schritt unternommen, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu legalisieren oder auch nur Homosexualität selbst zu entkriminalisieren. Sex zwischen zwei Männern wird nach wie vor mit bis zu zehn Jahren Haft und Zwangsarbeit bestraft. Schon „einfaches Fehlverhalten“ wie Händchenhalten zwischen Männern kann mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden. Explizit richtet sich das Gesetz nur gegen männliche Homosexualität, lesbische Handlungen sind straffrei.  

Trans* Personen bleibt es in Jamaika überdies weiterhin verwehrt, ihr rechtliches Geschlecht auf offiziellen Dokumenten zu ändern. Die Regelung besagt hier, dass für alle offiziellen Zwecke das „biologische Geschlecht“ Vorrang vor jedweder Geschlechtsidentität hat. „Es gibt Dinge, denen wir widerstehen müssen, wenn es um unsere Werte geht. Es gibt Dinge, die uns als Jamaikaner definieren, und auf diese werden wir nicht verzichten“, so Holness weiter. 

Außenpolitik und jamaikanische Werte

Holness betonte auch, dass Jamaika eine starke und strategische Außenpolitik verfolge, die sich an globalen Veränderungen orientiere, jedoch an den Grundprinzipien des Landes festhalte. „Außenpolitik bedeutet, ein klares Werte- und Prinzipienrahmen zu haben, innerhalb dessen wir unsere Interessen verfolgen und gleichzeitig die Interessen und Mächte anderer respektieren, mit denen wir in Kontakt treten“, erklärte er. In Bezug auf die geopolitischen Entwicklungen hob Holness die zunehmende globale Fragmentierung und sich verändernde Machtverhältnisse hervor. Jamaika ist Mitglied des Commonwealth of Nations, einer Vereinigung von 56 unabhängigen und gleichberechtigten Staaten, die ähnliche Werte in Bezug auf Gleichberechtigung und Menschenrechte teilen wollen. 

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