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Der ewige George Santos
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Der ewige George Santos Verdacht auf Wett-Betrug im fünfstelligen Dollar-Bereich

ms - 03.06.2026 - 15:00 Uhr
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Der schwule frühere US-Kongressabgeordnete George Santos (37), der bereits wegen Betrugsdelikten verurteilt wurde, steht nun erneut im Fokus von Ermittlungen. Nach Informationen des US-Radiosenders NPR untersucht das US-Justizministerium mögliche Geschäfte des ehemaligen Politikers auf der Prognoseplattform Kalshi.

Das Wichtigste im Überblick

  • US-Justiz ermittelt gegen den früheren Kongressabgeordneten George Santos.
  • Im Mittelpunkt stehen Wetten auf der Prognoseplattform Kalshi zu seiner Teilnahme an einer Rede von Präsident Donald Trump.
  • Santos soll darauf gewettet haben, nicht an der Veranstaltung teilzunehmen.
  • Zuvor hatte er öffentlich den Eindruck erweckt, bei der Rede anwesend zu sein.
  • Kalshi fror sein Konto ein und informierte Behörden.
  • Die Ermittler prüfen, ob Santos mit exklusivem Wissen über seine eigenen Pläne gehandelt hat.
  • Die Vorwürfe kommen nach seiner Verurteilung wegen Betrugs und Identitätsdiebstahls.

Wett-Betrug von Santos?

Im Zentrum der neuen Untersuchung stehen Wetten darauf, ob Santos an der Rede von Präsident Donald Trump vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses am 24. Februar teilnehmen würde. Auch Kalshi selbst meldete den Vorgang nach eigenen Prüfungen an die zuständigen Aufsichtsbehörden. Laut dem Bericht von NPR soll Santos darauf gesetzt haben, dass er der Veranstaltung fernbleiben werde. Einen Tag vor der Rede veröffentlichte er jedoch ein Video in sozialen Netzwerken, das den Eindruck vermittelte, er plane seine Teilnahme.

Während der Rede veröffentlichte er stattdessen einen Beitrag von einem Flughafen. Darin schrieb er, die Ansprache auf einem Fernsehbildschirm im Flughafen zu verfolgen, „was nicht Teil des Plans war“. Kurz darauf brachen die Quoten auf dem Kalshi-Markt, der sich auf seine Teilnahme bezog, laut NPR ein. Dem Bericht zufolge sperrte Kalshi anschließend das Konto von Santos und leitete den Fall sowohl an das US-Justizministerium als auch an die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) weiter.

Zehntausende Dollar illegal gewonnen?

Die Bundesermittler prüfen nun, ob Santos Informationen genutzt haben könnte, die ausschließlich ihm selbst bekannt waren – insbesondere seine tatsächliche Absicht, an der Rede teilzunehmen oder fernzubleiben. Dadurch könnte er von Händlern profitiert haben, die sich auf seine öffentlichen Aussagen verlassen hatten. Wett-Insider, die mit den Vorgängen vertraut sind, erklärten laut NPR, die fraglichen Geschäfte könnten Gewinne in Höhe von mehreren Zehntausend Dollar eingebracht haben.

Auf Nachfrage von NPR erklärte Santos, die Untersuchung sei „für mich neu“. Auf die Frage, ob er ein Kalshi-Konto besitze oder besessen habe, habe er keine direkte Antwort gegeben. Weder das Justizministerium noch die CFTC äußerten sich bislang öffentlich zu den laufenden Ermittlungen.

Trump begnadigte Santos 

Die Vorwürfe werden weniger als ein Jahr nach Santos’ Rückkehr in die Öffentlichkeit erhoben. Der frühere republikanische Abgeordnete aus dem Bundesstaat New York war 2023 nach einer parteiübergreifenden Abstimmung aus dem Repräsentantenhaus ausgeschlossen worden. Vorausgegangen war ein Bericht des Ethikausschusses, der umfangreiches finanzielles Fehlverhalten dokumentiert hatte. Später bekannte sich Santos schuldig des Betrugs und des Identitätsdiebstahls

Die Taten standen im Zusammenhang mit Wahlkampfspenden und dem Missbrauch von Spendengeldern. Im April 2025 wurde Santos zu 87 Monaten Haft verurteilt. Nach weniger als drei Monaten kam er jedoch wieder frei, nachdem Präsident Donald Trump die Strafe umgewandelt hatte. Trump bezeichnete das Strafmaß als überzogen und erklärte, Santos sei während seiner Haftzeit ungerecht behandelt worden.

Beliebter TV-Gast schweigt jetzt erneut

Seit seiner Entlassung tritt Santos weiterhin regelmäßig in konservativen Medien und sozialen Netzwerken auf und beteiligt sich trotz seiner strafrechtlichen Verurteilungen immer wieder an politischen Debatten. Prognosemärkte wie Kalshi haben während der zweiten Amtszeit Trumps deutlich an Bedeutung gewonnen. Nutzer können dort Verträge handeln, die an politische Wahlen, Gesetzesvorhaben, Wirtschaftsdaten oder sogar die Teilnahme öffentlicher Personen an bestimmten Ereignissen gekoppelt sind. Das Unternehmen hatte bereits in der Vergangenheit Maßnahmen gegen Politiker ergriffen, denen vorgeworfen wurde, auf Ereignisse zu wetten, die sie selbst unmittelbar beeinflussen konnten. Santos, der auf der Plattform X normalerweise sehr aktiv ist, veröffentlichte nach Bekanntwerden der Ermittlungen zunächst keine weiteren Beiträge.

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