Pride Monat und US-Firmen LGBTIQ+-Verbundenheit ist vielen US-Amerikanern wichtig
Die Mehrheit der US-amerikanischen Wähler unterstützt Unternehmen, die sich für LGBTIQ+-Rechte einsetzen, und lehnt politische Angriffe auf trans* Personen als Ablenkung von wichtigen wirtschaftlichen Themen ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Umfrage der queeren Organisation GLAAD, die im Frühjahr dieses Jahres von MRI-Simmons unter 5.010 repräsentativen Erwachsenen durchgeführt wurde.
Das Wichtigste im Überblick
- Mehrheit der US-Amerikaner unterstützt Unternehmen, die sich während Pride für LGBTIQ+ einsetzen.
- Politische Angriffe auf trans* Themen werden von den Wählern als Ablenkung von wirtschaftlichen Sorgen wahrgenommen.
- Wähler priorisieren steigende Lebenshaltungskosten, Beschäftigung und Freiheit vor transspezifischen Debatten.
Trans* Themen als Ablenkung
Die Befragung zeigt, dass steigende Lebenshaltungskosten und Inflation nach wie vor die größten Sorgen registrierter Wähler sind. 44 Prozent nannten „steigende Kosten oder Inflation“ als ihre Hauptsorge. Gleichzeitig glauben 65 Prozent, dass Politiker trans* Themen häufig als Ablenkung von wichtigeren Prioritäten nutzen. Nur acht Prozent der Befragten gaben an, dass trans* Themen für sie ein vorrangiges Anliegen darstellen. GLAAD stellte außerdem fest, dass 74 Prozent der Wähler eher Kandidaten unterstützen würden, die für die Freiheit aller Menschen eintreten, ohne Angst vor Diskriminierung leben zu müssen. 70 Prozent sagten, sie bevorzugten Kandidaten, die sich stärker auf die Senkung der Lebenshaltungskosten und die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren als auf Debatten über queere Rechte.
Pride-Unterstützung durch Firmen
Auch bei der Unterstützung von Unternehmen, die Pride und LGBTIQ+-Initiativen fördern, zeigt die Umfrage ein klares Bild: 68 Prozent der US-Erwachsenen sind der Meinung, Marken sollten während Pride öffentlich die LGBTIQ+-Community unterstützen dürfen. 62 Prozent befürworten es, dass Unternehmen ihren Angestellten erlauben, an Pride-Paraden teilzunehmen. 61 Prozent glauben, dass öffentliches Engagement von Unternehmen die Akzeptanz von LGBTIQ+-Personen stärkt.
76 Prozent der Befragten vertrauen Marken eher, die ihre Werte verteidigen und für Gerechtigkeit einstehen, auch wenn dies kontrovers ist. 73 Prozent meinen, dass CEOs eine Verantwortung haben, sich zu Themen zu äußern, die ihre Kunden und Aktionäre betreffen. GLAAD-Präsidentin Sarah Kate Ellis betonte: „Diese Ergebnisse bestätigen, was die meisten Amerikaner bereits wissen: Wir sind am besten, wenn wir unsere Freunde, Familie und Nachbarn mit grundlegender Würde und Respekt behandeln.“
Sie fügte hinzu: „Wähler sind müde von spaltenden Kulturkämpfen, die von den echten Sorgen ablenken – steigende Kosten für Wohnen, Treibstoff, Gesundheitsversorgung und Lebensmittel. Wahre Führung bedeutet, sich auf wirtschaftlichen Wohlstand und Fairness für alle zu konzentrieren.“ Die Umfrage zeigt zudem die wachsende Bedeutung der LGBTIQ+-Community als Markt: Laut dem Institut Gallup identifizieren sich rund ein Viertel der jungen Generation Z (23%) in den USA als LGBTIQ+ mit einer geschätzten Kaufkraft von 1,4 Billionen US-Dollar.