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Beratung für junge Menschen
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Beratung für junge Menschen Junge queere Briten haben Sorgen um Coming-Out und Identität

ms - 03.06.2026 - 14:35 Uhr
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Im vergangenen Jahr haben sich Tausende junge Menschen mit Fragen und Sorgen rund um sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität an die britische Beratungsstelle Childline gewandt. Wie aus neuen Zahlen hervorgeht, führte die Organisation im Zeitraum 2025/26 insgesamt fast 2.500 Beratungsgespräche zu diesem Themenkomplex. Das häufigste Anliegen war dabei das Coming-Out.

Das Wichtigste im Überblick

  • Childline führte 2025/26 insgesamt rund 2.500 Beratungsgespräche zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität.
  • Das häufigste Thema war das Coming-Out mit 1.060 Gesprächen.
  • Viele Jugendliche äußerten Ängste vor Ablehnung durch Familie oder Freundeskreis.
  • Die Zahl der Beratungen zu Geschlechtsdysphorie stieg binnen eines Jahres um 20 Prozent.

Tausende Beratungen für Jugendliche

Von den registrierten Gesprächen entfielen 1.060 Fälle beziehungsweise 43 Prozent auf das Coming-Out. Viele Jugendliche berichteten den Beratern, sie hätten Angst vor der Reaktion ihrer Eltern, sorgten sich um Ausgrenzung durch Freundeskreise oder litten unter den Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit. Ein 17-jähriger Jugendlicher schilderte seine Situation gegenüber Childline mit den Worten: „Ich habe erst vor Kurzem angefangen, mich selbst als schwul zu akzeptieren – nach Jahren des Mobbings. Ich gerate in Panik, dass meine Eltern es herausfinden, weil mir mein Cousin gestern geschrieben hat, dass sie von mir wissen. In der Schule bin ich geoutet, aber ich bin nicht bereit, dass meine ganze Familie davon erfährt. Eigentlich wollte ich warten, bis ich aufs College gehe, um es ihnen zu sagen. Ich habe das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.“

Anstieg bei Geschlechtsdysphorie

Neben dem Coming-Out wandten sich junge Menschen auch wegen Fragen zur eigenen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität, aufgrund von Diskriminierung und Vorurteilen sowie wegen Geschlechtsdysphorie an die Beratungsstelle. Besonders stark nahm die Zahl der Beratungen zum Thema Geschlechtsdysphorie zu. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent. Während Childline 2024/25 noch 396 entsprechende Gespräche verzeichnete, waren es 2025/26 bereits 476. Ein 14-jähriger trans* Junge berichtete: „Ich glaube, meiner Mutter fällt es schwer zu akzeptieren, wer ich bin, wegen dessen, was sie in den Medien über andere trans* Jugendliche liest und sieht. Das hat bei ihr viele Missverständnisse darüber verursacht, was es bedeutet, trans* zu sein, und viel Wut ausgelöst.“

Childline wirbt für Unterstützung

Childline-Direktor Shaun Friel erklärte, viele junge Menschen stünden beim Thema sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität vor erheblichen Herausforderungen. „Junge Menschen stehen vor vielen Schwierigkeiten und Sorgen, wenn es um sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität geht. Bei Childline hören wir regelmäßig von Jugendlichen, die Angst vor einem Coming-Out haben. Sie äußern Sorgen, von ihrer Familie verurteilt oder von einem Freundeskreis ausgeschlossen zu werden, der sie nicht akzeptiert. Außerdem hören wir von trans* und nicht-binären Kindern, die das Gefühl haben, niemals akzeptiert zu werden, wenn sie sich outen, und dass die Welt gegen sie ist.“

Mit Blick auf den Pride Month betonte Friel die Bedeutung des Angebots: „In diesem Pride Month möchten wir allen Kindern versichern, dass sie sich als die Person an Childline wenden können, die sie wirklich sind. Childline ist ein vertraulicher und vollkommen akzeptierender Ort, an dem junge Menschen frei über ihre Sorgen und Gefühle sprechen können.“ Die Zahlen wurden veröffentlicht, um junge Menschen mit Fragen oder Sorgen zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität zu ermutigen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

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