Direkt zum Inhalt
Sichere Reiseziele?
ANZEIGE

Sichere Reiseziele? Welche Länder sollten schwule Männer meiden?

ms - 11.01.2023 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Das in Amerika sehr bekannte Journalisten-Paar Asher und Lyric Fergusson haben einen neuen globalen Index für homosexuelle und queere Menschen erarbeitet, der auflistet, welche Länder als Urlaubsziele besser gemieden werden sollten. Die beiden Amerikaner schreiben regelmäßig für die New York Times, Forbes oder auch CNN.

Auch schwule Reiseziele unter den No-Gos

Wenig überraschend finden sich in dem Ranking vor allem viele Länder aus Afrika und dem Nahen Osten, angeführt wird die Negativ-Liste von Brunei, gefolgt von Ländern wie Nigeria, Kuwait und Saudi-Arabien. Allerdings finden sich bei der Aufzählung durchaus auch Länder, die schwule Männer gerne auch für einen Urlaubstrip buchen, beispielsweise Jamaika, Ägypten, die Malediven oder auch Malaysia – für gleichgeschlechtlichem Sex drohen dort Peitschenhiebe, Geldstrafen und bis zu zwanzig Jahren Haft. Mit unter den negativen Top-20 ist auch das Emirat Katar, das eben noch die Fußballweltmeisterschaft ausrichtete und immer wieder bekundete, dass Homosexuelle sicher im Land seien.

Kanada bleibt das sicherste Land

Für die US-Amerikaner bleibt Kanada hingegen das sicherste Land für LGBTI*-Menschen, gefolgt von Schweden, den Niederlanden, Malta, Portugal, Großbritannien, Belgien, Norwegen, Spanien und Frankreich. Deutschland landet im Ranking im Mittelfeld auf dem 27. Platz, drei Plätze davor positionierte sich das Heimatland der Journalisten, die USA. Entstanden ist das Ranking in mehr als 350 Arbeitsstunden, wobei umfassende Daten verschiedener Institute und Studien eingearbeitet worden sind.

Auch Umfrageergebnisse des Meinungsforschungsinstitutes Gallup sowie von Human Rights Watch und der internationalen LGBTI*-Organisation ILGA flossen mit ein. Weitere Kernaspekte bei der Auswertung waren unter anderem die rechtliche Situation von gleichgeschlechtlichen Ehen im jeweiligen Land, der Schutz vor Diskriminierung und die Anerkennung und Verfolgung von Hassverbrechen sowie die Bandbreite der Gesetze für LGBTI*-Menschen; im Gegenzug fanden auch mögliche Verbote, Propaganda- oder Sittengesetze gegen Homosexuelle und queere Menschen Einzug ins Ranking. 

Weltweite Diskriminierung von LGBTI*

Insgesamt wurden 203 Länder weltweit unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich nach Angaben der beiden Journalisten, dass in den meisten Ländern dieser Welt LGBTI*-Menschen noch immer kriminalisiert oder zumindest tabuisiert beziehungsweise anderweitig angegriffen werden. Selbst in Ländern, in denen Homosexuelle beispielsweise grundsätzlich frei und offen leben können, verzeichneten die beiden US-Amerikaner oftmals noch Einschränkungen in der Gesetzgebung oder auch anderweitige diskriminierende Richtlinien. Zudem gäbe es noch immer in vielen Ländern einen Unterschied zwischen der rechtlichen Gleichberechtigung und der gesellschaftlichen Realität innerhalb der Bevölkerung, die in manchen Fällen den landeseigenen Gesetzen nach wie vor hinterherhinke. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ehekrisen wegen Heated Rivalry

Schwule Romanze bewegt Frauen

Die Serie „Heated Rivalry“ bringt viele heterosexuelle Zuschauerinnen dazu, ihre eigenen Beziehungen zu hinterfragen, so eine neue Studie.
Schwule beim Weltuntergang

Beziehungskrise und Horror-Show

Im neuen Film „Scorch Marks“ trifft eine toxische schwule Beziehung auf Weltuntergangshorror – mit Chris Salvatore als geisterhaftem Ex.
Todesdrohungen in Utah

Schwuler Mitschüler bedroht

Ein 18-Jähriger aus Utah soll einen schwulen Ex-Mitschüler und dessen Familie mehrfach mit dem Tod bedroht haben. Nun wurde er angeklagt.
Penis-Filler endet tödlich

Influencer stirbt nach Eingriff

Ein britisch-nigerianischer Influencer stirbt nach einer Penisvergrößerung in Thailand an einer durch den Eingriff ausgelösten Lungenembolie.
Neuer Sitz für Vielfalt

Queere Stimme im SWR

Erstmals erhält der SWR-Rundfunkrat nun einen Sitz für queere Selbstvertretung. Trans* Autorin Janka Kluge übernimmt das Mandat.
Geschmacklose Veranstaltung

Aufregung an US-Universität

Ein angeblicher Charlie-Kirk-Doppelgänger-Wettbewerb an der Georgetown University sorgt vor dem ersten Todestag des Aktivisten für viel Kritik.
Neue US-Helpline für LGBTIQ+

Kalifornien plant neue Anlaufstelle

Kalifornien will einen eigenen LGBTIQ+-Zugang zur 988-Krisenhotline schaffen, falls die neue Bundeslösung queere Betroffene nicht berücksichtigt.
Eklat in Washington

Pentagon sucht queere Krankenakten

Das US-Pentagon durchsucht offenbar aktuell Militärakten gezielt nach Hinweisen auf trans* Soldaten und sorgt damit für hitzige Debatten in den USA.