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Polizeiaktion in Malaysia Todesfall nach mutmaßlicher Hotelparty, Ermittlungen laufen

Von ms - 27.05.2026 - 09:00 Uhr
Große Polizeiaktion in Malaysia
Foto: IMAGO / Anadolu Agency
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Nach mehreren Razzien in einem Hotel in Kuala Lumpur hat die malaysische Polizei mindestens 51 Männer festgenommen. Die Einsätze am Sonntag standen nach Angaben der Behörden im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen „Gay-Party“, bei der auch Drogen konsumiert worden sein sollen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Polizei nimmt in Kuala Lumpur mindestens 51 Männer fest
  • Behörden sprechen von einer mutmaßlichen drogenbasierten „Gay-Party“
  • Ein Teilnehmer wurde bewusstlos gefunden und starb später im Krankenhaus
  • Laut Polizei wurden unter anderem MDMA, Ketamin und Ecstasy sichergestellt
  • Menschenrechtsgruppen kritisieren zunehmenden Druck auf LGBTIQ+-Personen in Malaysia

28 ausländische Tatverdächtige 

Der Leiter der Drogenfahndung, Hussein Omar Khan, erklärte jetzt, die Festgenommenen seien zwischen 21 und 52 Jahre alt. Unter ihnen befänden sich 28 ausländische Staatsangehörige. Zudem seien bei den Durchsuchungen mutmaßlich Drogen wie MDMA, Ketamin und Ecstasy entdeckt worden. Den Ermittlungen vorausgegangen war ein Todesfall in dem betroffenen Hotel. Nach Angaben der Behörden wurde ein Mann, der an der Veranstaltung teilgenommen haben soll, bewusstlos in der Lobby aufgefunden. Im Krankenhaus von Kuala Lumpur sei später sein Tod festgestellt worden. Zur Todesursache machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben. 

Wie die Polizei mitteilte, seien jedoch 36 der festgenommenen Männer positiv auf Drogen getestet worden. Gegen sie werde nun nach Malaysias „Dangerous Drugs Act“ ermittelt. Bei einer Verurteilung aufgrund schwulem Sex drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren oder nach islamischen Recht zudem Peitschenhiebe. Geldstrafen und Stockschläge. Für Drogenbesitz und Konsum sind ebenso mehrjährige Haftstrafen möglich, bei mutmaßlichem Drogenhandel droht lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe. Im aktuellen Fall dürfte für die Betroffenen vor allem der mutmaßliche Drogenkonsum und -besitz juristisch relevant sein. Ob zusätzlich Verfahren wegen homosexueller Handlungen eingeleitet werden, hängt davon ab, was von den Behörden konkret nachgewiesen werden kann.

Lage spitzt sich weiter zu 

Homosexualität ist in Malaysia weiterhin strafbar. Gleichgeschlechtliche Handlungen sowie das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts sind sowohl nach zivilem als auch nach islamischem Recht verboten. Das südostasiatische Land verfügt über ein paralleles Rechtssystem mit staatlicher und religiöser Gesetzgebung. Menschenrechtsorganisationen warnen seit längerer Zeit vor wachsender Intoleranz gegenüber LGBTIQ+-Personen in Malaysia. Besonders nach einer großangelegten Razzia im Jahr 2025, bei der über 200 Menschen wegen des Verdachts auf gleichgeschlechtliche Aktivitäten festgenommen worden waren, sei der Druck auf die Community gestiegen. Die damals Festgenommenen wurden später ohne Anklage wieder freigelassen, da laut Behörden nicht genügend Beweise für eine Strafverfolgung vorlagen. Auch in diesem Jahr kam es bereits zu größeren Razzien, darüber hinaus geht die Regierung immer rabiater gegen die Community und selbst einzelne Begriffe wie „gay“ oder LGBTIQ+ mit aller Härte vor. 

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