Direkt zum Inhalt
Diskriminierung und ihre schwerwiegenden Folgen
Rubrik

Minderheitenstress Diskriminierung und ihre schwerwiegenden Folgen

co - 07.02.2020 - 15:00 Uhr

Immer wieder werden LGBTI*-Personen beleidigt oder gar körperlich angegangen. Viele sehen sie noch immer nicht als gleichwertig an. Durch die ständigen Anfeindungen entsteht laut dem Psychologen Martin Plöderl körperlich und emotional empfundener Stress, der schwerwiegende Folgen haben kann: So scheinen LGBTI*-Personen wegen diesem „Minderheitenstress“ ein „erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen und Suizidalität zu haben“. Anhaltende Diskriminierung könne zu einem Verlust der Identität oder zur „internalisierten Homophobie“ führen, die sich in Depressionen und Selbstmordgedanken äußern könne.

Um die LGBTI*-Community vor Minderheitenstress zu schützen, brachte seine Partei erstmals eine Große Anfrage in den Bundestag ein. Dabei zitierten sie aktuelle Studien, die die prekäre Lage verdeutlichen. Sven Lehmann erklärte VICE: Trotz der Ehe für alle sei Deutschland noch immer rückständig beim Schutz queerer Minderheiten. Die Politik müsse alle Gesetze ändern, die „diskriminieren und ungleich machen“. Die Lösung der Grünen sieht außerdem mehr Aufklärungsarbeit an Schulen und eine umfassende Sensibilisierung von Lehrpersonal sowie auf queere Renter ausgerichtete Projekte vor.

Auch Interessant

CoroNO-Day

Der Corona-freie Tag der Medien

Der deutsche Medienverbund hat sich zusammengesetzt und sich überlegt wie sie für einen Rückgang der Pandemie sorgen könnten. Das Ergebnis: CoroNO-Day
Hass in Amerika

Immer mehr Anti-LGBTI*-Gruppen

In den USA gibt es immer mehr und besonders LGBTI*-feindliche Hassgruppen. Ein Bericht fordert eine nationale politische Bewegung gegen Hassgewalt.
Auf freiem Fuß

Wiederholungstäter bedrohte Schwule

Francisco Calderon ist bei der Polizei in Seattle wohlbekannt. Sein neuester Streich: Er päbelte Passanten an und bedrohte Schwule mit einer Nadel.
Schwulsein weiterhin verboten

Singapore behält archaisches Gesetz

Das oberste Gericht in Singapore will am Sex-Verbot zwischen Männern festhalten. Es sei wichtig, dass Gesetze die Meinung des Volkes widerspiegeln.
Immer weniger LGBTI*-Pubs

Treffpunkt-Mangel in Cambridge

Die trans-freundliche Support-Gruppe Diamonds ist in der englischen Universitätsstadt Cambridge zu Hause. Leider gehen ihr die Treffpunkte aus.
Gewalt im Haus einer Freundin

Korrektive Vergewaltigung in Utah

Eine Lesbe aus Utah besuchte eine heterosexuelle Freundin. Nachdem die Freundin schlafen ging, wollte deren Ehemann die Frau mit Sex wieder „richten“.
Klage gegen die Schule

Gebete vorm Basketball-Training

Basketball-Trainer Chuck Comer verlangt von allen Schülern im Team, dass sie ihm vor dem Training eine halbe Stunde beim Bibellesen zuhören.
Zum Verkauf gezwungen

Grindr wechselt den Besitzer

Weil die US-Behörden sich um die Datensicherheit der Grindr-Nutzer sorgten, musste der chinesische Inhaber seine Marktanteile nun verkaufen.