Direkt zum Inhalt

Maßnahmen in Berlin Immer mehr Gewalt gegen Lesben

Von co - 24.07.2020 - 14:00 Uhr
Maßnahmen in Berlin // © Cineberg
Foto: Maßnahmen in Berlin // © Cineberg
ANZEIGE
Loading audio player...

Seit 2017 ist die lesbenfeindliche Gewalt in Berlin leicht gestiegen. Das ergab eine Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage von Carsten Schatz (Linke) aus dem Berliner Abgeordnetenhaus. Seit dem 1. Januar 2017 gab es mindestens 43 registrierte Hassdelikte gegen lesbische Frauen. Im Jahr 2017 waren zehn Fälle, 2019 schon 16. Dieses Jahr waren es bereits sechs. Erfahrungsberichte aus der lesbischen Community legten jedoch nahe, dass die Dunkelziffer bedeutend höher ist. Besonders betroffen seien Berlin Mitte und Neukölln.

Bei der Präventionsarbeit setzt die Senatsverwaltung laut dem Tagesspiegel auf eine enge Zusammenarbeit der Polizei mit der Beratungseinrichtung L-Support e. V., der sich gegen lesbenfeindliche Gewalt stark macht und betroffenen Frauen hilft. Der Verein ermutige Opfer solcher Übergriffe auch dazu, Anzeige zu erstatten. Die Polizei plane außerdem eine stärkere Präsenz bei Veranstaltungen für und Treffpunkten von Lesben. Schatz begrüßt die Bemühungen der Polizei, ermahnt sie aber auch dazu, Notruf-Meldungen und Erzählungen der Betroffenen ernst zu nehmen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

MOPO„Schwule Scheiße“: St. Pauli-Buhmann Behrens relativiert seine Skandal-AussagenBILD„Wird man nicht los“ - Ex-DFB-Stürmer äußert sich zu Homophobie-EklatDie PresseKanadierin Anne Carson erhält Literaturnobelpreis: Ein oft kryptisches Werk, betörend schönBR24Niedrigwasser: Bodensee-Wasserstand nicht mehr ablesbarAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Alfie Watts ist bisexuell

Outing von britischen TV-Liebling

Der britische TV-Star Alfie Watts hat sich erstmals öffentlich als bisexuell geoutet. Der 23-Jährige sprach zudem auch über seine Ängste.
David Furnish will HIV stoppen

Ende der Übertragungen bis 2030?

David Furnish sieht die medizinischen Voraussetzungen für ein Ende neuer HIV-Übertragungen erfüllt. Doch Diskriminierung bleibt ein Hindernis.
Aus Trauer wurde Hoffnung

Pulse-Überlebender erinnert sich

Zehn Jahre nach dem Anschlag auf den Pulse-Nachtclub erinnert Brandon Wolf an seinen ermordeten Freund Drew und hilft LGBTIQ+-Jugendlichen.
Coming-Outs am Dom

Besondere Aktion in Köln

Zum internationalen Coming-Out-Tag erzählen 100 LGBTIQ+-Menschen vor dem Kölner Dom ihre persönlichen Geschichten – und laden zum Zuhören ein.
Karlsruhe stoppt Freikirche

Keine Anerkennung für ICF

Nach massiven Protesten gegen queerfeindliche Positionen verweigert Karlsruhe der Freikirche ICF die Anerkennung als Jugendhilfeträger.
Mysteriöser Tod auf Sizilien

Leichenfund bei queerem Treffen

Der Tod einer 35-jährigen nicht-binären Person bei einem queeren Anarchisten-Treffen auf Sizilien gibt Rätsel auf. Ermittler prüfen mehrere Ursachen.
Empörung über Ugandas Minister

Homophobe Aussagen in der Kritik

Ugandas Gesundheitsminister bezeichnet Homosexualität als „nicht afrikanisch“. Menschenrechtsaktivisten kritisieren seine Aussagen scharf.
Über 500 Homo-Ehen in Polen

Immer mehr Paare nutzen EU-Urteil

In Polen sind inzwischen 516 im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen registriert – trotz anhaltender politischer Widerstände.
Michael Kearns ist tot

Aids-Aktivist stirbt mit 76 Jahren

Der schwule Schauspieler Michael Kearns ist mit 76 Jahren gestorben. Er kämpfte gegen HIV-Stigmatisierung und für homosexuelle Sichtbarkeit.