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Krieg im Regenbogenland In Texas wurde ein schwuler Mann wegen einer Protestaktion verhaftet

Von ms - 27.03.2026 - 13:30 Uhr
Krieg im Regenbogenland
Foto: iStock / Klaas Jan Schraa
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Ein schwuler Mann in Texas wurde Mitte der Woche festgenommen, nachdem er in Dallas einen Regenbogen-Zebrastreifen wieder angemalt hatte, nachdem dieser zuvor auf staatliche Anordnung hin entfernt worden waren. Der Kampf um die Sichtbarkeit von Symbolen der Community wird derzeit vor allem in Texas und Florida mit aller Härte geführt. 

Festnahme mitten in der Nacht

Mason Whiteside wurde nach Aussagen von Zeugen kurz vor 3:30 Uhr morgens festgenommen, nachdem Polizeibeamte gesehen hatten, wie er Kreide und Sprühfarbe nutzte, um die Designs unter anderem im Stadtteil Oak Lawn, einem historischen LGBTIQ+-Viertel, wiederherzustellen. Die Entfernung der Zebrastreifen hatte Anfang der Woche begonnen, nachdem das texanische Verkehrsministerium eine Direktive von Gouverneur Greg Abbott aus Oktober 2025 durchgesetzt hatte. Darin wurde den Städten vorgeschrieben, „nicht standardisierte Straßenmarkierungen“ zu entfernen, da diese Sicherheitsrisiken darstellen könnten. Whiteside wurde vorerst in Gewahrsam genommen und am folgenden Morgen nach Zahlung einer Kaution wieder freigelassen.

Was kommt als nächstes? 

Nach seiner Festnahme äußerte er sich gegenüber der „Dallas Morning News“ kritisch über die massiven Maßnahmen gegen LGBTIQ+: „Wie lange noch, bis es nicht nur um Zebrastreifen geht? Bis sie unsere Räume nehmen, unsere tatsächlichen Räume? Es gibt eine Reihe von Dominosteinen, die fallen könnten“, warnte er. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer landesweiten Bewegung, Pride- und Black-Lives-Matter-Straßenkunst zu entfernen; ähnliche Aktionen wurden in mehreren US-Städten registriert. Trotz der Risiken machte Whiteside deutlich, dass er nicht vorhat, zurückzuweichen. „Jedes Mal, wenn sie versuchen, es wegzunehmen, werde ich es sofort wiederherstellen“, bekräftigte er entschieden. Queere Verbände wie Equality Florida betonten, dass es der Regierung bei alldem kaum um die Fahrsicherheit ginge, sondern viel mehr die Sichtbarkeit der Community schrittweise wieder herabgesetzt werden solle mit solchen Aktionen. Man lasse sich aber nicht wieder in die Unsichtbarkeit treiben, so ein Sprecher der queeren Organisation.  

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