Protestaktion einer Pastorin Priesterin bremst Texas´Gouverneur Abbott Anti-LGBTIQ+-Kurs aus
Texas´ Gouverneur Greg Abbott ist kein Freund des Regenbogens – sowohl im übertragenen Sinne wie auch ganz direkt. Seit Jahren macht der Republikaner immer wieder Negativ-Schlagzeilen, wenn es um LGBTIQ+-Rechte im Bundesstaat geht, doch auch als Symbol der Community ist dem 67-Jährigen der Regenbogen ein Dorn im Auge. Ähnlich wie in Florida hat auch Abbott verlautbaren lassen, alle Regenbogen-Zebrastreifen entfernen zu lassen – und wurde jetzt ausgerechnet von einer Priesterin ausgebremst.
Besondere Aktion einer Pastorin
Was war passiert? Abbott hatte im Oktober dieses Jahres Pride-Zebrastreifen in ganz Texas entfernen lassen, darunter auch jenen vor der Oak Lawn United Methodist Church in Dallas. Immer mit der Begründung, dass die Städte und Bezirke frei bleiben müssten von „politischen Ideologien“. Die Priesterin der Methodistenkirche in Dallas, Senior Pastor Rachel Griffin-Allison, hält die Aktion allerdings für grundfalsch und hat deswegen ihrerseits nun die breiten Stufen, die zur ihrer Kirche hinaufführen, in leuchtenden Regenbogenfarben bemalen lassen.
„Das ist wichtig, denn Schweigen ist nicht neutral – Schweigen angesichts von Unrecht steht immer auf der Seite des Unterdrückers. Das Bemalen unserer Stufen in den Farben des Regenbogens ist ein sichtbares Zeugnis für das Evangelium, das wir predigen: dass jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen ist und Sicherheit, Würde und Zugehörigkeit verdient. Der Regenbogen erinnert uns daran, dass Gott immer wieder auftaucht – besonders für diejenigen, die die Welt zum Schweigen bringen will. Wenn die Mächtigen versuchen, Symbole der queeren Freude und Inklusion zu beseitigen, hat die Kirche die Wahl – sich in ihre Komfortzone zurückzuziehen oder mutig voranzuschreiten. Wir entscheiden uns für Mut.“
Vielerorts Unverständnis für den Gouverneur
Griffin-Allison und das ganze Kirchenteam hoffen, dass die neuen Regenbogenstufen sowohl als Zeichen der Solidarität als auch als Zufluchtsort der Hoffnung für die LGBTIQ+-Community und ihre Verbündeten in ganz Dallas verstanden werden. Auch die Stadtverwaltung von Dallas hat sich gegen die Order ihres Gouverneurs ausgesprochen: Ratsmitglied Adam Bazaldua erklärte: „Abbotts Vorgehen ist unbegründet, höchst fragwürdig und politische Schikane. Ein Regenbogen ist keine politische Aussage. Er ist ein universelles Symbol für Inklusion, Hoffnung und Stolz auf Vielfalt.“ Auch anderenorts erfährt die Zensuraktion des Gouverneurs immer mehr Gegenwind. In Houston malten Anwohner in dieser Woche in der ganzen Stadt aus Protest Regenbogenmotive mit Kreide auf ihre Gehwege und Straßen.