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Nacktheit bei Heated Rivalry Connor und Storrie wollten komplett nackt sein

Von ms - 14.10.2026 - 16:30 Uhr
Nacktheit bei Heated Rivalry
Foto: HBO
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Die beiden Hauptdarsteller der schwulen Eishockeyserie „Heated Rivalry“ wären bereit gewesen, sich für die Dreharbeiten auch vollständig frontal nackt zu zeigen. Wie Regisseur Jacob Tierney jetzt verraten hat. Er entschied jedoch, auf entsprechende Aufnahmen zu verzichten. Der kanadische Streamingdienst Crave hatte ihm bei der Umsetzung der erotischen Szenen freie Hand gelassen. Manch schwule Fans dürfte die Entscheidung wahrscheinlich enttäuschen. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Bewusste Entscheidung: Regisseur Jacob Tierney verzichtete auf vollständige Frontalnacktheit, obwohl Connor Storrie und Hudson Williams dazu bereit gewesen wären.
  • Freie Hand vom Sender: Der kanadische Streamingdienst Crave machte Tierney bei der Umsetzung der erotischen Szenen keine entsprechenden Vorgaben.
  • Aufwendige Vorbereitung: Intimitätskoordinatorin Chala Hunter entwickelte mit den Schauspielern präzise Bewegungsabläufe und achtete auf deren persönliche Grenzen.
  • Sex als Teil der Handlung: Die körperlichen Begegnungen zwischen den rivalisierenden Eishockeyspielern Shane und Ilya sollten ihre wachsende emotionale Bindung zeigen.
  • Besondere Schutzmaßnahmen: Geschlossene Sets, eingeschränkter Zugang zu Aufnahmen und spezielle Intimabdeckungen gehörten zu den Dreharbeiten.
  • Emotionale Momente: Eine Sofaszene, in der die beiden Figuren erstmals ihre Vornamen verwenden, berührte nach Angaben der Intimitätskoordinatorin das gesamte Filmteam.

Sexszenen erzählen Entwicklung 

„Das sind Sexszenen, keine Nacktszenen“, erklärte Tierney. Die Darstellung eines Penis hätte seiner Ansicht nach keinen zusätzlichen erzählerischen Wert gehabt. Außerdem wollte der Regisseur nicht mit künstlichen Körperteilen oder Prothesen arbeiten. Die Serie basiert auf dem zweiten Roman der sechsteiligen „Game Changers“-Reihe von Rachel Reid. Im Mittelpunkt stehen die rivalisierenden Eishockeyspieler Shane Hollander und Ilya Rozanov, gespielt von Hudson Williams und Connor Storrie. Über einen Zeitraum von acht Jahren entwickelt sich zwischen den beiden Profisportlern eine geheime sexuelle Beziehung, aus der zunehmend tiefere Gefühle entstehen.

Die körperlichen Begegnungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Handlung. Besonders zu Beginn kommunizieren Shane und Ilya ihre Gefühle vor allem durch sexuelle Kontakte. „Sex ist ihre Sprache, ihre Art zu kommunizieren“, erklärte Tierney. Der Regisseur orientierte sich bei der Umsetzung eng an Rachel Reids Roman. Viele Bewegungen, Berührungen und Blickwechsel wurden entsprechend der Buchvorlage inszeniert. „Beliebige Sexszenen zu drehen, ist einfach“, sagte Tierney. Schwieriger sei es, intime Begegnungen so umzusetzen, dass sie die Entwicklung der Figuren nachvollziehbar machen. „Es ist vergleichbar mit Tanzen. Beides ist zutiefst körperlich. Beides verlangt Übung und eine exakte Positionierung der Kamera. Ehrlich gesagt ist es dem Eishockey gar nicht so unähnlich.“

Intimitätskoordinatorin am Set

Für die Vorbereitung engagierte Tierney die Schauspielerin und Intimitätskoordinatorin Chala Hunter. Beide kannten sich bereits aus einer rund zehn Jahre zurückliegenden Theaterproduktion von Tom Stoppards „Travesties“ in Montreal. Gemeinsam mit Tierney analysierte sie zunächst sämtliche Drehbücher. Jede Form von Nacktheit und Intimität wurde in einer umfangreichen Tabelle dokumentiert. „Ich wollte sicherstellen, dass wir Sex – insbesondere Sex zwischen schwulen Männern – auf eine Weise darstellen, die sich für die Community authentisch anfühlt“, sagte Hunter. Anschließend führte sie ausführliche Einzelgespräche mit den Darstellern. Allein mit Williams und Storrie waren mehrere jeweils anderthalbstündige Termine notwendig.

Dabei ging es unter anderem um die Frage, welche Körperpartien vor der Kamera sichtbar sein durften. „Mit welchem Grad an Nacktheit fühlt ihr euch wohl? Gibt es etwas, das die Kamera nicht zeigen soll?“, beschrieb Hunter ihre Vorgehensweise. Zusätzlich wurde ein eigener Probentag angesetzt, an dem Bewegungsabläufe, Körperpositionen und Kameraperspektiven getestet wurden. „Es ist wie Stuntarbeit“, erklärte sie. Die detaillierte Vorbereitung sollte sicherstellen, dass sich die Schauspieler während der eigentlichen Aufnahmen auf ihre Rollen konzentrieren konnten.

Geschlossene Sets 

Besondere Schutzmaßnahmen galten bei der ersten Duschszene der Serie. Darin begegnen sich Shane und Ilya nach gemeinsamen Werbeaufnahmen in einer Umkleidekabine. Ilya beginnt, sich selbst zu befriedigen, während Shane zwischen sexueller Erregung und Unsicherheit schwankt. Die Aufnahmen fanden an einem geschlossenen Set statt. Nur ausgewählte Mitarbeiter durften anwesend sein. Mobiltelefone und private Fotoaufnahmen waren verboten. Auch die Kontrollmonitore und das aufgezeichnete Material waren nur eingeschränkt zugänglich. „Damit soll die Verletzlichkeit jedes Darstellers geschützt werden“, erläuterte Hunter.

Eine praktische Schwierigkeit war das Wasser. Die Schauspieler mussten über längere Zeit unter der Dusche stehen. Hinzu kamen Probleme mit den Intimabdeckungen der Marke Covvier. Die gepolsterten Kleidungsstücke füllten sich immer wieder mit Wasser und mussten zwischen den Einstellungen ausgedrückt werden. „Das hatte schon etwas ziemlich Komisches“, erinnerte sich Hunter. Auch die dargestellte Selbstbefriedigung wurde nicht tatsächlich ausgeführt, sondern mithilfe einer genau festgelegten Bewegung simuliert.

Sex im Hotelzimmer

Eine der aufwendigsten Szenen zeigt das erste sexuelle Treffen der beiden Eishockeyspieler in Shanes Hotelzimmer. Nachdem Shane Ilyas Annäherung unter der Dusche mit den Worten „Nicht hier“ zurückgewiesen hat, verabreden sie sich für den Abend. Für Shane ist es die erste sexuelle Erfahrung mit einem Mann. Die rund neunminütige Szene ist die längste Sexszene der Serie. Fast sämtliche Handlungen waren im Drehbuch vorgegeben. Eine Ausnahme machte Williams: Er entschied selbst, dass seine Figur während der Begegnung die Socken anbehält. „Ich habe ihm nie gesagt, dass er das tun soll. Aber ich habe ihm auch nie gesagt, dass er damit aufhören soll“, erklärte Tierney später in einem Podcast.

Hunter probte mit beiden Schauspielern jeden einzelnen Bewegungsablauf. „Ich erinnere mich daran, wie wir alle zusammengearbeitet haben und gesagt haben: Jetzt kommt dein Daumen in seinen Mund, jetzt küsst ihr euch, jetzt ziehst du dein Hemd aus, und jetzt gehst du auf die Knie.“ Die genaue Reihenfolge war für die Inszenierung entscheidend, weil sie die zunehmende körperliche Vertrautheit der Figuren widerspiegeln sollte.

Vorbereitung auf Analsex

In der zweiten Folge „Olympians“ haben Shane und Ilya erstmals penetrativen Sex. Einige Zuschauer kritisierten anschließend, dass die Serie die körperliche Vorbereitung auf Analsex nicht zeigt. Tierney reagierte darauf deutlich. „Das ist keine Dokumentation. Wollt ihr ihnen beim Darmspülen zusehen? Soll ich Shane eine halbe verdammte Stunde mit einem Einlauf im Badezimmer zeigen? Das ist nicht das, was wir hier machen. Diesen Teil lassen wir weg.“ Stattdessen konzentrierte sich die Inszenierung auf die Verletzlichkeit der Figuren.

Tierney besprach mit den Schauspielern, welche Empfindungen ihre Rollen in dieser Situation erleben könnten. Als Beispiel beschrieb er, wie sich Penetration beim ersten Mal anfühlen könne. Williams und Storrie entwickelten anschließend gemeinsam mit Hunter eine eigene körperliche Zeichensprache, um die simulierten Handlungen vor der Kamera glaubwürdig darzustellen. „Connor sagte dann zum Beispiel: Okay, wenn ich auf diese Weise gegen deinen Oberschenkel drücke, bedeutet das, dass ich halb drin bin“, berichtete Tierney. „Sie haben dafür einfach eine ganz eigene Sprache entwickelt.“

Dominanz und Zärtlichkeit

Bei der Darstellung von Ilya achtete Hunter besonders auf das Verhältnis zwischen körperlicher Führung und Fürsorge. Die Figur übernimmt in vielen intimen Szenen die Initiative. Gleichzeitig sollte erkennbar bleiben, dass beide Männer aufeinander achten. „Man drückt das durch seinen Körper aus – ob man grob oder zärtlich ist, sich langsam oder schnell bewegt, wie man küsst oder eine Handbewegung simuliert“, erklärte Hunter. Entscheidend sei die emotionale Absicht hinter jeder Handlung. Auch bei den Kussszenen überprüfte sie, ob die dargestellte Vertrautheit zum jeweiligen Stand der 

Die intime Begegnung in einem Hotelzimmer in Las Vegas war innerhalb der Handlung nicht die erste zwischen Shane und Ilya. Tatsächlich wurde sie jedoch als erste Sexszene der gesamten Produktion aufgenommen. Entsprechend angespannt waren die Beteiligten. „Man versucht, mit den Schauspielern von Anfang an den richtigen Ton zu finden“, sagte Hunter. „Das war für uns alle eine ziemlich große Sache.“ Besonders emotional wurde es bei einer Szene in der vierten Folge „Rose“. Nach einem gemeinsamen Thunfisch-Käse-Sandwich kommen sich Shane und Ilya auf einem Sofa erneut näher. Bis dahin hatten sich die beiden Eishockeyspieler überwiegend mit ihren Nachnamen angesprochen. Während der Begegnung verwenden sie erstmals ihre Vornamen. „Das hat das ganze Team emotional berührt“, erinnerte sie Hunter .

Mutige Schauspieler 

Trotz der detaillierten Planung blieb den beiden Hauptdarstellern Raum für eigene Einfälle. Hunter beschreibt die Zusammenarbeit als außergewöhnlich offen und humorvoll. „Es ist ein Geschenk, mit Schauspielern zu arbeiten, die sich selbst überraschen – und einen selbst gleich mit.“ Hunter lobte insbesondere die Bereitschaft der beiden Schauspieler, ihre Figuren selbstständig weiterzuentwickeln. „Diese Schauspieler sind so mutig. Ich kann gar nicht genug betonen, wie viel sie selbst zu diesen Figuren beigetragen haben.“ Das Filmteam habe immer wieder erstaunt auf die Ideen reagiert. „Wir haben ständig gesagt: Oh mein Gott, ich kann nicht glauben, dass sie das gerade machen.“

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