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Aufregung um Doechii

Aufregung um Doechii Konservative US-Christen laufen Sturm gegen Jeans-Werbung

ms - 04.03.2026 - 13:00 Uhr
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Die konservative christliche Gruppe One Million Moms (1MM) hat einen 30-Sekunden-Werbespot von Levi’s beim Super Bowl jetzt scharf öffentlich kritisiert. Grund ist die Darstellung von mehreren Hinterteilen, bekleidet in engen Denim-Jeans, darunter auch der Allerwerteste der Grammy-prämierten queeren Musikerin Doechii. Die Gruppe fordert ihre Anhänger auf, die Kampagne zu bekämpfen, da sie „schädlich für Kinder“ sei, ohne jedoch konkret zu erläutern, wie Kinder dadurch beeinträchtigt würden.

Hinterteile erzeugen Schockstarre

Die Levi’s-Kampagne „Behind Every Original“ feiert Menschen, die Kultur prägen – von Prominenten bis zu Alltagsarbeitern. Der Spot „Backstory“ ist mit dem Song „Get Up Offa That Thing“ von Funkmusiker James Brown aus dem Jahr 1976 unterlegt und zeigt zahlreiche Hinterteile, die teilweise an berühmte Persönlichkeiten wie George Michael, Bruce Springsteen oder die animierte Figur Woody aus Toy Story angelehnt sind. Diese laufen, tanzen und schieben ihre bedeckten Gesäße in Levi’s-Jeans an der Kamera vorbei. 

„Ausgleichend zeigt die Werbung unterschiedliche Frauen in engen Jeans, Jeans-Shorts oder kurzen Röcken, die ihre Hinterteile schütteln und teilweise ihre Unterwäsche zeigen, während sie die Jeans hochziehen“, schrieb 1MM. „Die gesamte Levi’s-Werbung ist geschmacklos“, hieß es weiter. Besonders kritisiert wurde der Moment, in dem „Doechii sich vorbeugt, ihr Gesäß betont wird, während sie tanzt“ und sich dabei zur Kamera dreht, sodass Zuschauer ihr Gesicht sehen.

Boykottaufrufe der Jeans-Marke 

Die Gruppe bezeichnet Levi’s als „globalen Marktführer für Markenbekleidung“, der „weiterhin unverantwortlich in seinen Werbekampagnen“ handle, insbesondere da die Spots zu Familiensehzeiten ausgestrahlt werden. 1MM betont, die Werbung sende Kindern „die falsche Botschaft“. Die Petition fordert: „Bis ihr eure Werbespots bereinigt, kann ich eure Produkte nicht guten Gewissens kaufen.“ 1MM ist ein Projekt der Anti-LGBTIQ+-Organisation American Family Association (AFA), die homosexuelle und queere Identitäten als „unnatürlich, sündhaft und gesellschaftsschädlich“ betrachtet. Der Verein hat keine zählbare Mitgliedschaft, durchaus aber eine gewisse Schlagkraft in den USA.  

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