Direkt zum Inhalt
Sicherheit beim ESC in Wien

Sicherheit beim ESC in Wien Rund 500 Sicherheitskräfte täglich im Einsatz

ms - 04.03.2026 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Für den Eurovision Song Contest 2026 wird ein besonders umfangreiches Sicherheitskonzept umgesetzt, das alle Phasen der Veranstaltung abdeckt – von der Anlieferung der Technik bis zum Abzug der Besucher nach dem Finale. Grundlage bilden Risikoanalysen, Notfallpläne und klare Einsatzstrukturen, wie der ORF nun mitteilte.

500 Sicherheitskräfte vor Ort

Während der gesamten Dauer der Veranstaltung gilt in der Wiener Stadthalle die gleiche Sicherheitsstufe wie an Flughäfen. Sämtliche Ausrüstungsgegenstände werden gescannt und von Spürhunden überprüft, die Zugänge streng kontrolliert. Zusätzlich kommen 180 Überwachungskameras zum Einsatz. Täglich sorgen rund 500 Sicherheitskräfte für die Sicherheit der Besucher. „Für ein Höchstmaß an Sicherheit werden spezielle Einsatzstrukturen und Koordinierungsmechanismen eingerichtet“, erklärte General Dieter Csefan, Vizepräsident der Wiener Landespolizei.

Intensive Einlass-Kontrollen für alle 

Für das Publikum gelten intensive Kontrollen: Metalldetektoren werden eingesetzt, Wartezeiten sind möglich, und auch Maßnahmen zur Drohnenabwehr sind vorgesehen. Taschen, Rucksäcke und Handtaschen sind nicht erlaubt; nur kleine persönliche Gegenstände oder transparente Behältnisse bis maximal DIN-A6-Größe dürfen mitgebracht werden. Alle Tickets sind personalisiert und ausschließlich elektronisch verfügbar. Der QR-Code wird etwa 48 Stunden vor der Veranstaltung auf das Smartphone geschickt, Screenshots sind nicht zulässig. Beim Einlass erfolgt eine Kontrolle der Identität anhand eines Lichtbildausweises.

Digitale Bedrohungslage 

Auch die digitale Sicherheit wird verstärkt: In Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und der European Broadcasting Union wurde eine „Cybersecurity Coordination Group“ eingerichtet. Darin arbeiten unter anderem Staatsschutz, Cybercrime-Competence-Center, Bundeskriminalamt und WienCERT zusammen. 

Harald Kräuter, Direktor für Technik und Digitalisierung im ORF, erklärte: „Unsere Lagebilder erlauben es uns, Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen und so rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.“ Zusätzlich werden Besucher, Hotels und Lieferanten für Gefahren wie gefälschte Ticketangebote sensibilisiert. Verdächtige Angebote können unter der E-Mail esc-cybersecurity@orf.at gemeldet werden. Polizei, Bundeskriminalamt und die Cybercrime-Helpline der Stadt Wien stehen als weitere Anlaufstellen zur Verfügung. Insgesamt 35 Länder nehmen in diesem Jahr am weltweit größten Musikwettbewerb teil, für Deutschland geht Ex-DSDS-Sängerin Sarah Engels an den Start. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Drake Von wehrt sich

Adult-Star bestreitet Vorwürfe

Nach seiner Festnahme in Las Vegas hat der Adultdarsteller und OnlyFans-Star Drake Von die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.
Rekordlauf in Rom

Cunningham knackt 13-Sekunden-Marke

Der offen schwule US-Leichtathlet Trey Cunningham hat beim Golden-Gala-Meeting in Rom einen 27 Jahre alten Veranstaltungsrekord gebrochen.
ESC-Zukunft weiter offen

Boykott-Länder warten ab

Ein halbes Jahr nach der Rückzugswelle beim ESC bleibt die Zukunft ungewiss, in Spanien, Island und Belgien wird weiterhin über Boykott diskutiert.
Neue Dating-App für Community

Kritik an bekannten Dating-Diensten

Ein Berliner startete eine neue App für queere Menschen, die nebst Dating und Sex auch soziale Vernetzung und gemeinschaftliches Miteinander suchen.
Asyl für schwulen Türken

Positiver Bescheid in Österreich

Ein 40-jähriger Mann aus der Türkei hat in Österreich als schwuler Flüchtling Asyl erhalten – ein bislang einmaliger Erfolg.
Japan vor Grundsatzurteil

Kommt endlich die Ehe für alle?

Der Oberste Gerichtshof Japans will bis Anfang 2027 über die Verfassungsmäßigkeit der Ehe für alle entscheiden – ein Urteil mit weitreichenden Folgen.
Missbrauchs-Skandal in Italien

Schwere Vorwürfe an Militärschule

Ein Lehrer der Militärschule Teulié in Mailand soll Schüler sexuell missbraucht, unter Druck gesetzt und mit schulischen Vorteilen beeinflusst haben.
Risse durch die USA

LGBTIQ+-Rechte unter Druck

Ein neuer Bericht zeigt, dass sich das Geschäfts- und Gesellschaftsklima für LGBTIQ+-Menschen in den USA das vierte Jahr in Folge verschlechtert hat.
Zunahme Hinrichtungen im Iran

Regime verschärft Repressionen

Seit Ende Februar verschärfen die iranischen Behörden nach Angaben von Amnesty International die Repressionen gegen die eigene Bevölkerung massiv.