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Kanzlerwort zum ESC
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Kanzlerwort zum ESC Österreichs Bundeskanzler Stocker zur Israel-Frage

ms - 27.10.2025 - 13:00 Uhr
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Trotz des zaghaften Friedens derzeit in Gaza ist die Debatte beim Eurovision Song Contest über die Teilnahme Israels 2026 noch immer nicht befriedet, eine finale Entscheidung soll jetzt im Dezember fallen. Einige Länder hatten mit Boykott gedroht, wenn Israel im kommenden Jahr beim internationalen Gesangswettbewerb in Wien mit dabei ist. Gastgeberland Österreich hatte bereits erklärt, sich für Israel auszusprechen, nun meldete sich erstmals auch Bundeskanzler Christian Stocker zu Wort. 

Ausschluss wäre „fataler Fehler“

Gegenüber der Deutschen Presseagentur dpa erklärte Stocker jetzt: „Ich würde es für einen fatalen Fehler halten, Israel auszuschließen. Schon aufgrund unserer Geschichte würde ich das niemals befürworten.“ Mit der Waffenruhe im Gazastreifen habe sich die Situation zudem verändert, so Stocker weiter. Nachdem der nicht-binäre JJ den ESC mit dem Sieg in diesem Jahr nun 2026 nach Österreich geholt hat, bereitet sich das Land außerdem bereits jetzt intensiv auf das Großevent vor. 

Noch dazu wird 2026 ein besonderes Jahr: Der Eurovision Song Contest feiert sein 70-jähriges Bestehen. Organisiert wird die Show vom österreichischen Rundfunk ORF. Bundeskanzler Stocker betonte dazu überdies: „Wir werden uns gerne als ein weltoffenes Gastgeberland präsentieren.“ 

Finale Entscheidung im Dezember 

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) will in Kooperation mit den Teilnehmerländern im Dezember eine finale Entscheidung treffen. Der Fall könnte wegweisend sein, wie der ESC künftig mit Themen rund um Krieg und Frieden umgehen will und der Frage, wann welches Land teilnehmen darf – und wann nicht. Zuletzt drohten unter anderem Spanien, Irland, die Niederlande und Slowenien mit einem Boykott. 

Stocker ist dabei bereits der zweite Landeschef, der sich zur Streitdebatte äußerte, bereits Anfang Oktober hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärt, Deutschland sollte am ESC nicht teilnehmen, wenn Israel tatsächlich ausgeladen würde: „Ich halte es für einen Skandal, dass darüber überhaupt diskutiert wird. Israel gehört dazu.“ Im ARD-Deutschlandtrend von Oktober sprach sich ebenso eine Mehrheit von 65 Prozent der Bundesbürger für die Teilnahme Israels aus.

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