Direkt zum Inhalt

„Es tut mir weh“ Luzerner Rapper über Homophobie beim SRF-Event „Cypher“

Von co - 28.04.2022 - 13:00 Uhr
Luzerner Rapper über Homophobie beim SRF-Event „Cypher“
Foto: © RyanJLane
ANZEIGE
Loading audio player...

Jedes Jahr trifft sich die Schweizer Rap-Szene zur Live-Sendung „Bounce Cypher“ des Radiosenders SRF Virus. Die Teilnehmenden präsentieren während der Sendezeit ihre eigens für den Contest geschriebenen Texte. Dieses Jahr traten 86 Personen an. 

Diskriminierende Lyrics

Leider enthielten die Texte auch sexistische, rassistische und LGBTI*-feindliche Sprüche. In den sozialen Medien sorgte das laut Zentralplus für Empörung: „So schlimm!“, „Haben die kein bisschen Respekt gelernt?“, „Zeigt das mal den Müttern von diesen Losern.“ Es ist nicht das erste Mal, dass die Sendung aufgrund von Rap-Sprüchen in die Kritik geriet. In einer Nachbesprechung sagte der Luzerner Rapper und Co-Moderator Pablo Vögtli: Als künstlerisch tätige Person müsse man sich der Verantwortung bewusst sein – man wisse nie, wer bei einem solchen Live-Event zuhöre.

Entschuldigung auf Instagram

Auf Instagram schrieb Vögtli: „Es tut mir weh und es tut mir leid, wie viele homophobe, sexistische und sonstig diskriminierende Aussagen am Cypher gefallen sind.“ Er finde es „zum Kotzen“ und als „moralisch wrong“: „Schwul ist kein Synonym für scheiße, weiblich ist kein Synonym für schwach.“ Man mache den Teilnehmenden keine Vorgaben, weil man hoffe, „dass die Szene selbstregulierend ist“ und dass die Teilnehmenden dazu lernen. Außerdem sei es bei der schieren Anzahl an Texten unmöglich, jede einzelne Zeile zu überprüfen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Süddeutsche ZeitungHip-Hop aus München: Wie Rapperin Ebow das Lebensgefühl von Gastarbeiterkindern vertontFalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community einAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sexszenen bei Heated Rivalry

Dreharbeiten und Proben laufen

Die Vorbereitungen für „Heated Rivalry“ Staffel 2 laufen. Regisseur Jacob Tierney spricht über Sexszenen, Nacktheit und den Schutz seiner Stars.
Heiße Sportstars

Besondere Nominierungen

Bei Grindrs Jahreswahl „Unwrapped 2026“ konkurrieren Fußballstars, Tennisprofi Carlos Alcaraz und Olympiasiegerin Alysa Liu um besondere Titel.
„Black Doves“ kehrt zurück

Netflix setzt Spionagethriller fort

Ab 5. November läuft die zweite Staffel von „Black Doves“ auf Netflix. Ben Whishaw kehrt als schwuler Auftragskiller mit bewegter Vergangenheit zurück
Ehemann ist schwul: Frau klagt

50.000 Euro Schadensersatz?

Eine Italienerin fordert 50.000 Euro von ihrem schwulen Ex-Mann, weil ihr Kinderwunsch unerfüllt blieb. Das Gericht entscheidet nicht über die Klage.
Queere Jugend macht Politik

Mit 16 schon mitbestimmen

Die US-Initiative „Queer the Ballot“ zeigt LGBTIQ+-Jugendlichen, wie sie politische Entscheidungen beeinflussen können – auch ohne Wahlrecht.
Ein Vorbild nimmt Abschied

Basketballstar beendet Karriere

Der offen schwule Basketballprofi Isaac Humphries beendet mit 28 Jahren seine Karriere. Sein Coming-Out bezeichnet er als seinen stolzesten Moment.
Spendenboom bei Gallant

350.000 Dollar nach Enthüllung

Nach der Veröffentlichung alter BDSM-Fotos erhält der schwule US-Demokrat Chris Gallant mehr als 350.000 Dollar Spenden und übertrifft seinen Rivalen.
Russland fahndet nach Reporter

Schwuler Journalist auf der Flucht

Russland geht zunehmend gegen homosexuelle Journalisten vor. Der geflüchtete Vadim Vaganov berichtet über staatliche Verfolgung und Einschüchterung.
Hoffnung für Jugendliche

Unterstützung senkt Suizidrisiken

Eine US-Langzeitstudie zeigt: Trotz zunehmender Diskriminierung gehen Selbstverletzungen und Suizidversuche bei LGBTIQ+-Jugendlichen zurück.