Direkt zum Inhalt
Don Lemon erwägt Kandidatur als erster schwuler US-Präsident

Er sei besser als Donald Trump Don Lemon erwägt Kandidatur als erster schwuler US-Präsident

mr - 02.04.2026 - 17:30 Uhr
Loading audio player...

Der frühere CNN-Moderator Don Lemon hat in einem Interview erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler Präsident der Vereinigten Staaten zu kandidieren. Lemon erklärte, dass er überzeugt sei, das Land besser führen zu können als Donald Trump. Die Äußerungen fielen während eines Gesprächs im Podcast „Pod Save America“ und sorgen innerhalb der US-amerikanischen Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit, insbesondere wegen Lemons Einschätzung zu den Chancen von Minderheiten im politischen System der USA.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Don Lemon äußerte die Möglichkeit einer Präsidentschaftskandidatur erstmals am 1. April 2026 im Podcast „Pod Save America“.
  • Er betonte, dass Minderheiten und Frauen nach seiner Erfahrung anderen Hürden in der Politik begegnen als weiße Männer.
  • Lemon sieht sich selbstperspektivisch als unabhängigen Kandidaten, schließt aber einen Eintritt bei den Demokraten nicht aus.
  • Bislang hat Lemon keine konkreten politischen Ambitionen oder Schritte Richtung eine Kandidatur eingeleitet.
  • Die Diskussion um seine Aussagen findet vor dem Hintergrund zunehmender Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Personen in der US-Politik statt.

 

Systematische Benachteiligung in der US-Politik

Lemon erklärte, dass das politische System Minderheiten wie ihm strengeren Maßstäben aussetze als weißen Männern. In seiner Aussage betonte er, dass öffentliche Fehltritte prominenter weißer Männer oftmals weniger schwerwiegende Folgen hätten als vergleichbares Verhalten von Frauen oder Schwarzen. Dabei nannte er spezifisch Beispiele wie Hillary Clinton, Nikki Haley und Kamala Harris. Solche Unterschiede, so Lemon, erschwerten es Minderheiten grundsätzlich, die Bühne der Spitzenpolitik zu betreten.

 

Hürden für unabhängige Kandidaten

Der Journalist betonte, als unabhängiger Kandidat kaum eine realistische Möglichkeit zu sehen, überhaupt für ein hohes Amt zu kandidieren. Die US-Wahlgesetze benachteiligen Bewerberinnen und Bewerber, die sich außerhalb der beiden großen Parteien positionieren. Lemon sieht seine politische Heimat aktuell nicht klar bei den Demokraten, räumt aber ein, dass eine Kandidatur ohne Parteienbindung faktisch unmöglich sei.

 

LGBTIQ+-Präsenz und gesellschaftliche Relevanz

Lemons öffentliche Überlegungen werden in den USA in einem gesellschaftlichen Klima geführt, in dem die Sichtbarkeit offen queerer Persönlichkeiten im öffentlichen Leben wächst. Nach Angaben des US-amerikanischen „Victory Fund“ gab es in der Wahlperiode 2024-2026 über 1.000 offen LGBTIQ+-Kandidatinnen und Kandidaten für verschiedene Ämter. Dennoch war bisher niemand offen schwul, lesbisch oder trans+ Präsident oder gar Präsidentin der USA. Lemons Einlassungen verdeutlichen den Stellenwert von Repräsentation und die nach wie vor bestehenden politischen Hürden für Minderheiten.

„Ich denke, ich könnte Präsident der Vereinigten Staaten sein. Ich könnte dieses Land definitiv besser regieren als Donald Trump.“, so Don Lemon gegenüber Pod Save America.

 

Perspektive und offene Fragen

Ob Don Lemon seine Überlegungen in eine Kandidatur umsetzen wird, ist derzeit offen. Eine formale Ankündigung oder konkrete politische Vorbereitung gibt es bislang nicht. Seine Aussagen jedoch stoßen eine neue Debatte über die Chancengleichheit für Minderheiten im US-Wahlsystem an und könnten weitere prominente Persönlichkeiten ermutigen, öffentliche Ämter anzustreben. Beobachter*innen rechnen damit, dass die Diskussion in den nächsten Monaten vor dem Präsidentschaftswahlkampf an Intensität gewinnen wird.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Angriff nach WM-Partie

Deutscher Fan in Toronto verletzt

Ein deutscher Fußballfan berichtet von einem mutmaßlich homophoben Übergriff nach dem Besuch eines WM-Spiels in Kanada.
Festnahme in Thailand

Adult-Creator inhaftiert

Ein südkoreanischer Content-Creator von Erwachsenen-Inhalten ist in Thailand wegen expliziter Online-Inhalte und Drogenbesitzes festgenommen worden.
Italienische Pride-Kampagne

Video-Clip berührt hoch emotional

Ein Pride-Video eines italienischen Immobilienportals sorgt mit einer sehr emotionalen Geschichte über Akzeptanz für große Resonanz im Netz.
Anti-LGBTIQ+-Gesetze weltweit

Religiöser Einfluss ist prägend

Die weltweite Verteilung von Staaten mit Anti-Homosexuellen-Gesetzen verschiebt sich zunehmend zwischen Christentum und Islam.
Homosexuelle Veteranen

Entschädigungsfrist läuft ab

Mehr als 1.000 homosexuelle Veteranen könnten in Großbritannien trotz Anspruchs auf Entschädigung leer ausgehen, weil die Antragsfrist bald endet.
Neue Debatte über Nmecha

Ein homophober Nationalspieler?

Erneute Debatte: DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte jetzt, er sieht bei Nationalspieler Felix Nmecha keine homophoben Einstellungen.
Flucht aus den USA

Queere Menschen verlassen das Land

Immer mehr LGBTIQ+-Menschen aus den USA suchen wegen politischer Entwicklungen Schutz im Ausland, während die US-Asylpolitik immer restriktiver wird.
Zehn Jahre Kyiv Pride

Tausende protestierten in Kiew

In Kiew demonstrieren Tausende für LGBTIQ+-Rechte und rechtliche Gleichstellung, insbesondere der Wackel-Politik der ukrainischen Regierung.
Quo vadis Großbritannien

Starmer geht, Burnham kommt?

Der britische Premier Keir Starmer ist zurückgetreten, Andy Burnham gilt als möglicher Nachfolger gilt – doch was bedeutet das für LGBTIQ+-Menschen?