Direkt zum Inhalt
Ehrung von Freddie Mercury
ANZEIGE

Ehrung von Freddie Mercury Mit einer Gedenkplatte wird im Herzen Münchens dem schwulen Queen-Sänger gedacht

ms - 06.09.2024 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Es ist eine besondere Ehrung, die die Herzen tausender Queen- und Freddie Mercury-Fans höher schlagen lassen dürfte: Als Gedenken an den schwulen Jahrhundertsänger wurde gestern Abend am Hotel Deutsche Eiche in München ein Mosaik mit dem Konterfei des berühmten Briten feierlich enthüllt. 

München und Mercury

Mercury und München verbindet eine lange Geschichte, mehrere Jahre lebte der Rocksänger zu Beginn der 1980er Jahre in der bayerischen Landeshauptstadt und feierte überschwänglich in der schwulen Szene. Hier hatte er mehrere Affären mit Männern und produzierte Kultsongs wie „Another One Bites the Dust“ oder auch „I Want to Break Free“. 

Auch die Nähe zur Deutschen Eiche, die nebst Hotel und Gaststätte auch eine große Schwulensauna beherbergt, ist passend – im Etablissement war Mercury oft zu Gast und frühstückte hier gerne – meistens allerdings erst am späten Nachmittag. Eine besondere Ehrung jetzt mitten im Schwulenkiez der Stadt ist also tatsächlich sinnvoll – und wahrlich höchstwahrscheinlich längst überfällig. 

Mercury in Regenbogenfarben

Das schwarz-weiße Mosaik wurde von dem italienischen Künstler Franco Notonica angefertigt. Bei der Enthüllung betonte der Mosaikmeister, dass er besondere Steinchen verwendet habe, die im Sonnenlicht in allen Regenbogenfarben schimmern. Das hätte mit Sicherheit auch dem 1991 verstorbenen Weltstar gefallen. 

Finanziert wurde das Mosaik nebst Hotelier Dietmar Holzapfel auch von den Queen-Fans Herbert Hauke, dem ehemaligen Leiter des Rockmuseums im Olympiaturm, und von Schriftsteller Nicola Bardola. Die drei Herren überlegten dabei längere Zeit, wie sie Mercury ehren konnten – von einem Standbild bis hin zu einer lebensgroßen Figur, einem „Brunnen-Buberl“, war alles im Gespräch. Am Ende wurde es das jetzt enthüllte Mosaik an der Hotel-Fassade, nachempfunden von antiken Vorbildern.

Weitere Ehrung angedacht

„Wir sind froh, dass wir so was in München organisieren konnten. Für mich ist das ein besonderer Tag, denn ich habe Freddie genau vor 50 Jahren persönlich kennengelernt. Ich habe nicht davon geträumt, ihn fünf Jahrzehnte später in seinem geliebten Glockenbachviertel zu verewigen, das ist sensationell“, erklärte Hauke gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. 

Hotelier Holzapfel denkt bereits indes schon weiter und könnte sich eine zweite Gedenkinstallation für den schwulen deutschen Filmemacher Rainer Werner Fassbinder vorstellen, der ebenso Stammgast im Hotel gewesen war. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Happy Birthday Ralf König

Comic-Ikone feiert Schnapszahl

Mit seinen Comics prägte Ralf König über Jahrzehnte das Selbstverständnis schwuler Männer – jetzt wird der Meister 66 Jahre jung. Wir gratulieren!
Musikwelt in Trauer

Madonna-Produzent ist tot

William Orbit ist tot. Die Musikwelt verliert einen der einflussreichsten Produzenten, unter anderem von Madonna, Britney Spears und Pink.
Gute Ausreden im Sommer

Hitzefrei im Regenbogenland

Wenn die Temperaturen steigen, wird das Nachtleben kreativ – vor allem bei der Frage, warum heute wirklich niemand auf die Tanzfläche muss.
Schwule Badehäuser in New York

Comeback nach 40 Jahren Verbot

Die Stadt New York prüft nach 40 Jahren Verbot die Rückkehr von schwulen Badehäusern – ein Abschied von Regeln aus der frühen AIDS-Krise.
Tödliche Dating-Masche

Mord in Niederösterreich

Ein 29-jähriger schwuler Mann wurde in Niederösterreich in eine Dating-Falle gelockt und zu Tode geprügelt. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger.
Streit um gleiche Elternrechte

120.000 Unterschriften gesammelt

Eine Petition des LSVD+ fordert gleiche rechtliche Absicherung für alle Kinder – inzwischen haben rund 120.000 Menschen unterschrieben.
LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.