Direkt zum Inhalt
Ehrenvorsitz für George Takei
ANZEIGE

Ehrenvorsitz für George Takei Star-Trek-Star engagiert sich gegen die Zensur von LGBTIQ+-Büchern

ms - 23.09.2025 - 16:00 Uhr
Loading audio player...

Der offen schwule Star-Trek-Schauspieler, Autor und Aktivist George Takei wurde jetzt zum Ehrenvorsitzenden der Banned Books Week Anfang Oktober in den USA ernannt – die Veranstaltungsreihe will auf die Tausenden Bücher hinweisen, die inzwischen aus Schulbüchereien und Bibliotheken verbannt worden sind, größtenteils handelt es sich dabei um Werke mit LGBTIQ+-Inhalt. Aktuell wird das Thema auch vor dem Obersten Gerichtshof der USA behandelt.   

Appell an die Macht der Bücher

„Bücher sind eine wesentliche Grundlage der Demokratie. Unsere ´Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk´ hängt von einer informierten und empathischen Öffentlichkeit ab, und Bücher vermitteln uns sowohl Informationen als auch Empathie. Doch das Recht zu lesen wird derzeit von Schulbehörden und Politikern in ganz Amerika angegriffen. Ich bin stolz darauf, als Ehrenvorsitzender der Banned Books Week zu fungieren, denn ich erinnere mich nur zu gut daran, wie mir in meiner Kindheit der Zugang zu Büchern und Medien fehlte. Zuerst als Kind in einem mit Stacheldraht umzäunten Gefangenenlager, dann als junger schwuler Mann, der sich noch nicht geoutet hatte, fühlte ich mich verwirrt und hungrig nach Verständnis für mich selbst und die Welt um mich herum. Jetzt, als Autor, teile ich meine eigenen Geschichten, damit neue Generationen besser über ihre Geschichte und sich selbst informiert sind. Bitte stehen Sie mit mir gemeinsam gegen Zensur, damit wir alle uns selbst – und einander – in Büchern finden können“, so der preisgekrönte Schauspieler in seinem flammenden Plädoyer. Im Jahr 2023 war Star-Trek-Kollege LeVar Burton (Lieutenant Commander Geordi La Forge) Ehrenvorsitzender der Buchwoche

Einsatz für die Community 

Takei war zwischen seinem fünften und achten Lebensjahr als einer von rund 125.000 japanischstämmigen Amerikanern während des Zweiten Weltkriegs in einem Internierungslager inhaftiert. Seit mehr als sechs Jahrzehnten arbeitet er als Schauspieler und wurde weltberühmt mit der Rolle des Hikaru Sulu in der Serie „Raumschiff Enterprise“ sowie den nachfolgenden Star-Trek-Kinofilmen. Seit zwanzig Jahren setzt sich der inzwischen 88-Jährige für die Rechte der LGBTIQ+-Community ein, offiziell outete er sich mit 68 Jahren im Jahr 2005. Seit 1987 lebt er mit seinem Partner und Manager Brad Altman zusammen, seit 2008 sind die beiden Männer auch verheiratet. 

Inzwischen ist Takei auch mehrfach preisgekrönter New York Times-Bestseller-Autor, zum Beispiel für seine grafische Autobiografie „They Called Us Enemy“. In mehreren Bundesstaaten landete das Buch inzwischen auf dem Index, weil Takei ein schwuler Schriftsteller ist. Die Anzahl der verbotenen Bücher steigt seit 2021 rapide an, jedes Jahr landen mehrere tausend Titel in den USA auf der Verbotsliste, wie die American Library Association und PEN America bestätigen. Ein Großteil der Werke sind Sachbücher, Ratgeber und Romane mit LGBTIQ+-Themen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.