Direkt zum Inhalt

Barack Obama und die Community Der Ex-Präsident berichtet, wie sehr ihn sein schwuler College-Professor geprägt hat – und wie wichtig solche Vorbilder heute sind

Von ms - 21.07.2025 - 12:00 Uhr
ANZEIGE
Loading audio player...

Ex-Präsident Barack Obama (63) hat in diesen Tagen über schwule Vorbilder gesprochen, in jedem Freundeskreis brauche es mindestens eine LGBTIQ+-Person, so der 63-Jährige. Er selbst sei dabei stark von einem schwulen College-Professor beeinflusst worden. 

Queere Menschen im Freundeskreis

Obama war in der Podcast-Sendung IMO zu Gast, den seine Frau Michelle gemeinsam mit ihrem Bruder moderiert. Zu dritt sprachen sie dabei über „emotional intelligente, kompetente Männer“ und die Frage, wie man Männer dazu machen könne. Obama betonte, man brauche eine Reihe von verschiedenen Vorbildern – und dazu gehören laut dem Ex-Präsidenten auch LGBTIQ+-Menschen. Mit einem Appell richtete er sich dann direkt an Freundeskreise im Land: „Ihr braucht eine solche Person in eurer Freundesgruppe, damit ihr, wenn ihr einen Sohn habt, der schwul oder nicht-binär oder was auch immer ist, jemanden habt, zu dem er sagen kann: ‚Okay, ich bin damit nicht allein‘. Das, denke ich, schafft Gemeinschaft. Ich weiß, es ist kitschig, aber das ist es, was sie brauchen.“ 

Ein schwuler Professor als Vorbild

Gerne denkt Obama dabei auch an einen schwulen Professor zurück, der ihn im College stark prägte: „Er wurde zu einem meiner Lieblingsprofessoren und war ein toller Kerl, der mich zurechtwies, wenn ich anfing, Dinge zu sagen, die ignorant waren. Das braucht man! Man muss Einfühlungsvermögen und Freundlichkeit zeigen.“ 

Abschließend befragt zur gleichgeschlechtlichen Ehe in den USA, die während seiner Amtszeit durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Fall Obergefell v. Hodges zustande gekommen war, sagte der 63-Jährige außerdem: „Ich war von der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs nicht überrascht, aber wie Millionen von Amerikanern war ich stolz und glücklich, dass sie so ausgefallen ist – und es war mir eine Ehre, im Rosengarten zu stehen und für alle Amerikaner zu bekräftigen, dass wir am stärksten und am freiesten sind, wenn wir alle gleich behandelt werden. Ich war stolz darauf, sagen zu können, dass Liebe Liebe ist.“ Die Homo-Ehe feierte vor kurzem zehnjähriges Jubiläum in den USA – und steht aktuell massiv unter Druck. Republikaner und christliche Hardliner wollen das Recht der Ehe für Schwule und Lesben mittels einer neuen Entscheidung des Supreme Courts rückabwickeln lassen.  

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.