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Pronomen-Verbot Wie gefährlich ist der US-Gesetzentwurf für queere Kinder?

Von ms - 20.01.2023 - 12:00 Uhr
Pronomen-Verbot
Foto: iStock / AndreyPopov
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Während in Deutschland im Rahmen des geplanten Selbstbestimmungsgesetzes unter anderem auch geplant ist, dass Menschen und Behörden künftig mit Ordnungsstrafen von 2.500 Euro belegt werden können, wenn sie eine Trans-Person absichtlich mit dem falschen Pronomen ansprechen, wollen einige Republikaner in den USA offenbar den genau entgegengesetzten Weg gehen. Selbstgewählte Wunsch-Pronomen oder solche, die nicht dem biologischen Geschlecht entsprechen, sollen verboten werden.

Geldstrafe an Schulen und für Lehrer

Diese Idee debattiert derzeit ein Gremium von US-Republikanern in North Dakota, wohlwissend, dass das Vorhaben immer mehr landesweit unter republikanisch geführten Bundesstaaten auf Interesse stößt. Konkret im Blick hat die Partei dabei Organisationen und Bildungseinrichtungen, die staatliche Mittel erhalten. Wenn diese das gewünschte Pronomen einer nicht-binären oder Trans-Person verwenden, sollen künftig Geldstrafen von 1.500 US-Dollar drohen. Für alle Lehrer und Schulen soll diese Regelung nach dem Willen des Gremiums bestenfalls künftig ebenso gelten.  

Gesetzentwurf chancenlos?

Einer der Befürworter ist der republikanische Senator David Clemens, der gegenüber dem Justizausschuss des Senats erklärte, dass der Gesetzentwurf "die persönliche Ausdrucksweise einer Person nicht öffentlich verbietet, aber er verbietet sehr wohl die Verwendung öffentlicher Mittel zur Förderung oder Unterstützung von etwas, das dem biologischen Geschlecht einer Person bei der Geburt widerspricht". Der Gesetzentwurf wurde inzwischen in den Senat eingebracht, auch wenn nach ersten Aussagen des Justizausschusses klar sein dürfte, dass es hierfür im Moment keine Mehrheit gibt – allerdings hauptsächlich deswegen, weil der Gesetzentwurf in seiner aktuellen Form juristisch schlecht geschrieben und daher schwer durchsetzbar sei.

Gesetzentwurf - eine Gefahr für Kinder?

LGBTI*-Aktivisten sehen darin allerdings nach wie vor sehr wohl eine Gefahr, denn der Vorstoß könnte Schule machen beziehungsweise dazu führen, dass Gesetzestexte mit ähnlicher Zielsetzung und einer besseren textlichen und juristischen Ausarbeitung erneut eingebracht werden – und das dann vielleicht sogar in mehreren US-Bundesstaaten. Vor Ort ergriff Christina Feldmann, die Mutter einer transsexuellen Tochter, die 2021 Suizid begann, zuletzt das Wort und warf dem Senator vor: "Ihr Gesetzentwurf wird Kinder töten. Es ist wichtig, dass Sie sich dessen bewusst sind." Clemens ging darauf nicht ein, bezeichnete Feldmanns Trans-Tochter mehrfach als “ihren Sohn“ und legte ihr eine therapeutische Beratung nahe.

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