Direkt zum Inhalt
Gendern in Zeugnissen
ANZEIGE

Gendern in Zeugnissen Freie Wahl der Schüler bei Vornamen und Pronomen

ms - 13.01.2023 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Während sich immer mehr Bundesländer in Deutschland gegen das Gendern an Schulen und Behörden aussprechen, will Berlin künftig genderneutrale Zeugnisse an Schüler verteilen, wenn diese das wünschen. Schrittweise sollen in diesem Jahr alle Zeugnisse dahingehend geändert werden, sodass gegebenenfalls auf die Festlegung des Geschlechts verzichtet werden kann.

Freie Wahl bei Vornamen und Pronomen

So sollen künftig Ansprachen wie “Er/Sie“ oder auch “Schüler/Schülerin“ entfallen, wenn dies von Schülern gewünscht wird, und es stattdessen freie Stellen in den Formularen geben. In diese Platzhalter könne dann entweder der gewünschte oder gewählte Vorname des Schülers sowie auch das selbst gewählte Personalpronomen eingetragen werden, so die Berliner Senatsverwaltung in ihrem Rundschreiben. Sollten die Dokumente für die anstehenden Halbjahreszeugnisse Ende Januar noch nicht den neuen Richtlinien entsprechen, könnten diese kurzfristig per Hand von den Lehrkräften abgeändert werden.

75 Prozent der Berliner sind dagegen

Der Berliner Tagesspiegel startete daraufhin heute eine Umfrage unter seinen Lesern, rund 75 Prozent der etwa 54.000 User stimmen bis heute Mittag dagegen und erklärten, dass sie nicht gendern würden, dies mache „die Sprache unnötig kompliziert“. Das deckt sich mit Umfragen der letzten Jahre, demnach zwischen 70 und rund 90 Prozent der Deutschen die Gender-Sprache ablehnen, auch innerhalb der LGBTI*-Community findet sich dazu keine Mehrheit. Beim Tagesspiegel stimmten derweil nur 19 Prozent für die Gender-Sprache.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Happy Birthday Ralf König

Comic-Ikone feiert Schnapszahl

Mit seinen Comics prägte Ralf König über Jahrzehnte das Selbstverständnis schwuler Männer – jetzt wird der Meister 66 Jahre jung. Wir gratulieren!
Musikwelt in Trauer

Madonna-Produzent ist tot

William Orbit ist tot. Die Musikwelt verliert einen der einflussreichsten Produzenten, unter anderem von Madonna, Britney Spears und Pink.
Gute Ausreden im Sommer

Hitzefrei im Regenbogenland

Wenn die Temperaturen steigen, wird das Nachtleben kreativ – vor allem bei der Frage, warum heute wirklich niemand auf die Tanzfläche muss.
Schwule Badehäuser in New York

Comeback nach 40 Jahren Verbot

Die Stadt New York prüft nach 40 Jahren Verbot die Rückkehr von schwulen Badehäusern – ein Abschied von Regeln aus der frühen AIDS-Krise.
Tödliche Dating-Masche

Mord in Niederösterreich

Ein 29-jähriger schwuler Mann wurde in Niederösterreich in eine Dating-Falle gelockt und zu Tode geprügelt. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger.
Streit um gleiche Elternrechte

120.000 Unterschriften gesammelt

Eine Petition des LSVD+ fordert gleiche rechtliche Absicherung für alle Kinder – inzwischen haben rund 120.000 Menschen unterschrieben.
LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.