Direkt zum Inhalt

Menschenrechte in Polen Gericht hebt zwei weitere LGBTI*-freie Zonen auf

Von co - 13.05.2022 - 14:00 Uhr
Gericht hebt zwei weitere LGBTI*-freie Zonen auf
Foto: © djedzura
ANZEIGE
Loading audio player...

Eine Zeitlang hatte sich fast ein Drittel der polnischen Gemeinden zur „LGBTI*-freien Zone“ erklärt. Jetzt werden immer mehr Zonen aufgelöst: Einige Gemeinden entschieden sich aus Sorge um ihre dringend benötigten EU-Gelder selbst dazu (SCHWULISSIMO berichtete). Andere wurden gerichtlich dazu aufgefordert (SCHWULISSIMO berichtete).

Um diese Zonen geht es

Im April 2019 verabschiedete die Lubliner Regionalversammlung einen Beschluss, nach dem LGBTI*-Rechte darauf abzielten, die „Werte, die von der katholischen Kirche geformt wurden“ zu „vernichten“. Um das zu verhindern, versprach die Provinz, sich gegen die „Homo-Propaganda“ zu wehren. Im selben Monat beschloss der in Lublin liegende Bezirk Ryki, „Kinder, junge Menschen, Familien und polnische Schulen“ vor der augenscheinlichen Welle des „Homo-Terrors“ zu bewahren, den „linksliberale Gruppen“ verbreiteten.

So urteilte das Gericht

Am Montag (9. Mai) urteilte das Verwaltungsgericht der Provinz Lublin: Die Beschlüsse seien „ohne Rechtsgrundlage und unter grober Verletzung des Gesetzes“ verabschiedet worden. Beide Gremien hätten eine „einschüchternde, feindselige und beleidigende Atmosphäre“ für LGBTI* in Polen geschürt, indem sie die queere Gemeinschaft als „eine Bedrohung für die Regierung“ darstellten und als „ein Übel, das bekämpft werden muss“. Durch die Propagierung des „Mutter, Vater, Kind“-Familienmodells habe man queere Familien als „unwürdig für Schutz, Hilfe und Unterstützung“ einstufen können und so die Menschen davor abgeschreckt, tolerant zu sein.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

ntv"Man hat sich geschminkt": Thomas Anders vergleicht sich mit Bill KaulitzSüddeutsche ZeitungHip-Hop aus München: Wie Rapperin Ebow das Lebensgefühl von Gastarbeiterkindern vertontFalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sexszenen bei Heated Rivalry

Dreharbeiten und Proben laufen

Die Vorbereitungen für „Heated Rivalry“ Staffel 2 laufen. Regisseur Jacob Tierney spricht über Sexszenen, Nacktheit und den Schutz seiner Stars.
Heiße Sportstars

Besondere Nominierungen

Bei Grindrs Jahreswahl „Unwrapped 2026“ konkurrieren Fußballstars, Tennisprofi Carlos Alcaraz und Olympiasiegerin Alysa Liu um besondere Titel.
„Black Doves“ kehrt zurück

Netflix setzt Spionagethriller fort

Ab 5. November läuft die zweite Staffel von „Black Doves“ auf Netflix. Ben Whishaw kehrt als schwuler Auftragskiller mit bewegter Vergangenheit zurück
Ehemann ist schwul: Frau klagt

50.000 Euro Schadensersatz?

Eine Italienerin fordert 50.000 Euro von ihrem schwulen Ex-Mann, weil ihr Kinderwunsch unerfüllt blieb. Das Gericht entscheidet nicht über die Klage.
Queere Jugend macht Politik

Mit 16 schon mitbestimmen

Die US-Initiative „Queer the Ballot“ zeigt LGBTIQ+-Jugendlichen, wie sie politische Entscheidungen beeinflussen können – auch ohne Wahlrecht.
Ein Vorbild nimmt Abschied

Basketballstar beendet Karriere

Der offen schwule Basketballprofi Isaac Humphries beendet mit 28 Jahren seine Karriere. Sein Coming-Out bezeichnet er als seinen stolzesten Moment.
Spendenboom bei Gallant

350.000 Dollar nach Enthüllung

Nach der Veröffentlichung alter BDSM-Fotos erhält der schwule US-Demokrat Chris Gallant mehr als 350.000 Dollar Spenden und übertrifft seinen Rivalen.
Russland fahndet nach Reporter

Schwuler Journalist auf der Flucht

Russland geht zunehmend gegen homosexuelle Journalisten vor. Der geflüchtete Vadim Vaganov berichtet über staatliche Verfolgung und Einschüchterung.
Hoffnung für Jugendliche

Unterstützung senkt Suizidrisiken

Eine US-Langzeitstudie zeigt: Trotz zunehmender Diskriminierung gehen Selbstverletzungen und Suizidversuche bei LGBTIQ+-Jugendlichen zurück.