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„Black Doves“ kehrt zurück Schwuler Auftragskiller im Mittelpunkt

Von ms - 21.10.2026 - 15:30 Uhr
„Black Doves“ kehrt zurück
Foto: Netflix
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Der britische Spionagethriller „Black Doves“ kehrt am 5. November mit einer zweiten Staffel zu Netflix zurück. Zwei Jahre nach der Premiere setzt der Streamingdienst die Geschichte um eine geheime Spionageorganisation fort. In den Hauptrollen sind erneut Keira Knightley (41) und Ben Whishaw (46) zu sehen. Besonders bemerkenswert ist die Figur des schwulen Auftragskillers Sam, dessen Liebesleben bereits in der ersten Staffel eine wichtige Rolle spielte.

Das Wichtigste im Überblick

  • Start am 5. November: Netflix veröffentlicht die zweite Staffel der britischen Spionageserie „Black Doves“ zwei Jahre nach der Premiere.
  • Bekannte Hauptdarsteller: Keira Knightley und Ben Whishaw kehren als Geheimagentin Helen Webb und Auftragskiller Sam zurück.
  • Schwule Liebesgeschichte: Sams Beziehung zu Michael, gespielt von Omari Douglas, war bereits ein wichtiger Bestandteil der ersten Staffel.
  • Neue Gefahren: Helen gerät durch politische Intrigen und die bevorstehende Ernennung ihres Ehemanns zum Premierminister unter Druck.
  • Selbstverständliche Repräsentation: Die Serie zeigt mit Sam eine schwule Hauptfigur, deren Homosexualität zu ihrem Leben gehört, ohne die gesamte Handlung zu bestimmen.

Besondere Spionage-Story

Die sechsteilige erste Staffel erschien Ende 2024. Entwickelt wurde die Serie von Joe Barton. Knightley ist neben ihrer Hauptrolle auch als Produzentin beteiligt. Im Mittelpunkt steht Helen Webb, die für die Geheimorganisation Black Doves arbeitet und vertrauliche Informationen weitergibt. Ihr engster Vertrauter ist Sam, ein professioneller Auftragskiller, der bei gefährlichen Problemen zum Einsatz kommt. Bereits in der ersten Staffel erfuhren die Zuschauer, dass Sam noch immer in seinen früheren Partner Michael verliebt ist. Gespielt wird dieser von Omari Douglas.

Rückblenden zeigen die Beziehung der beiden Männer und die Schwierigkeiten, die Sams geheimes Doppelleben mit sich brachte. Um seine Tätigkeit als Auftragskiller zu verbergen, musste er Michael wiederholt belügen. Als Michael bei einem Angriff in seinem Zuhause in Gefahr geriet, verschwand Sam, um ihn zu schützen. Erst sieben Jahre später kehrte er nach London zurück, nachdem er für einen neuen Auftrag gerufen worden war. Sam steht damit zwischen seiner gefährlichen Arbeit und dem Wunsch nach einem gewöhnlichen Leben an der Seite von Michael und dessen Tochter, die durch eine Leihmutterschaft zur Welt kam.

Schwule Liebesgeschichte 

Die schwule Liebesgeschichte verleiht der Figur eine zusätzliche emotionale Dimension. Zugleich bleibt „Black Doves“ in erster Linie ein Spionagethriller mit politischen Intrigen, Gewalt und überraschenden Wendungen. Gerade darin liegt eine besondere Stärke der Serie: Sam ist selbstverständlich schwul, ohne dass seine Homosexualität zum alles bestimmenden Thema gemacht wird. Er ist ein vielschichtiger Hauptcharakter mit beruflichen Konflikten, persönlichen Schwächen und einer Liebesgeschichte. Seine sexuelle Orientierung gehört zu seiner Identität, definiert ihn aber nicht ausschließlich. Damit zeigt „Black Doves“ beispielhaft, wie die selbstverständliche Darstellung schwuler Figuren in populären Serien gelingen kann.

Intrigen und neue Gefahren 

In der zweiten Staffel setzt Helen ihre Tätigkeit für die Black Doves fort. Sie verrät weiterhin Geheimnisse ihres Landes an die Organisation. Nach den gefährlichen Ereignissen des vergangenen Weihnachtsfestes gerät sie jedoch zunehmend unter Druck. Gleichzeitig steht ihr Ehemann Wallace, gespielt von Andrew Buchan, kurz davor, britischer Premierminister zu werden. Auch innerhalb der Black Doves verschärfen sich die Konflikte. Mrs. Reed, Helens geheimnisvolle Kontaktperson, gespielt von Sarah Lancashire, wird in eine Verschwörung verwickelt. Ziel ist es, ihre Stellung innerhalb der Organisation zu schwächen.

In dieser Situation trifft Helen ihren besten Freund Sam wieder. Der einst erfolgreiche Auftragskiller hat inzwischen einen erheblichen sozialen und beruflichen Abstieg erlebt. Statt hochrangiger Aufträge bestimmen einsame Abende in den Bars des Londoner Stadtteils Soho und kleinere Gelegenheitsjobs seinen Alltag. Gemeinsam versuchen Helen und Sam, die Hintergründe der neuen Bedrohungen aufzudecken. Dabei geraten persönliche Loyalitäten unter Druck, Vertrauen wird zerstört und alte Entscheidungen holen die beiden ein. Ihr Versuch, die Menschen zu beschützen, die sie lieben, könnte sie alles kosten. Die Handlung führt sie erneut zu früheren Freunden und Feinden und schließlich tief in die Strukturen der geheimen Organisation. Auch der schwarze Humor und die Mischung aus Action und persönlichen Konflikten, die bereits die erste Staffel prägten, sollen erhalten bleiben.

James Bond und Kunst-Kino

Ben Whishaw gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten britischen Schauspielern seiner Generation. Einem internationalen Publikum wurde der schwule Brite unter anderem als Q in drei James-Bond-Filmen bekannt. Bereits zuvor spielte er die Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille in der Literaturverfilmung „Das Parfum“. Zu seinen weiteren Filmen gehören „Cloud Atlas“ von Lana und Lilly Wachowski, „The Danish Girl“ von Tom Hooper sowie „Passages“ und „Peter Hujar’s Day“ von Ira Sachs. Auch in „Limonov“ von Kirill Serebrennikow wirkte er mit. Für seine Darstellung in der Miniserie „A Very English Scandal“ wurde Whishaw mit einem Golden Globe und einem Emmy als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Der offen schwule Schauspieler ging vor rund 15 Jahren eine eingetragene Lebenspartnerschaft mit dem australischen Komponisten Mark Bradshaw ein. Zu seinen angekündigten Projekten gehören außerdem „Elden Ring“ von Alex Garland und das schwule Drama „Night Swimming“ von Tom Stuart.

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