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Spanien fahndet nach Serienmörder Mörder hat seine Opfer über Grindr kontaktiert

Von ms - 05.05.2022 - 12:30 Uhr
Spanien fahndet nach Serienmörder // © Marccophoto
Foto: Spanien fahndet nach Serienmörder // © Marccophoto
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Nach Angaben der spanischen Zeitung El-Mundo fahndet die Polizei derzeit nach einem Serienmörder im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, der es gezielt auf schwule Männer abgesehen haben soll.

Der junge Täter soll mindestens vier homosexuelle Männer in Bilbao ermordet haben, dabei wird der Angreifer mit vier weiteren Todesfällen sowie einem Mordversuch in Verbindung gebracht.

Aufgekommen war die Reihe erst durch die Anzeige eines jungen Schwulen, der einen Strangulationsversuch des Täters überlebt hatte.

Nach einem Kampf war der unbekannte Mann aus der Wohnung des Opfers geflüchtet und hatte dabei seinen Rucksack mit Dokumenten und flüssigem Ecstasy zurückgelassen. Erst durch die Auswertung dieser Daten kam die Polizei dem Serienmörder auf die Spur, zuvor waren die Tode mehrerer homosexueller Männer im Jahr 2021 auf natürliche Ursachen zurückgeführt worden.

Die Vorgehensweise des Täters scheint dabei stets deckungsgleich zu sein.

Über die schwule Dating-App Grindr nahm der Mann anscheinend Kontakt zu seinen späteren Opfern auf und verabredete sich bei ihnen zu Hause. Dort betäubte und ermordete er die schwulen Männer mit GHB (K-O-Tropfen) und Liquid Ecstasy.

Anschließend stahl der Serienmörder das Bargeld aus den Wohnungen und räumte zumeist auch die Girokonten der Opfer leer. Im Dezember 2021 hat die Ertzaintza, die Polizei im Baskenland, die Ermittlungen aufgenommen und spricht inzwischen von dem “Grindr-Killer“.

Weitere Details will die baskische Polizei aktuell noch nicht bekanntgeben aus Angst vor einer Panik innerhalb der Gay-Community. Bilbaos Bürgermeister Juan Mari Aburto bekräftigte ebenso gegenüber El-Mundo, man müsse nun alles tun, um die Gesellschaft nicht in Panik zu versetzen.

Ähnliche Mordserien, in denen schwule Männer zumeist mit GHB ermordet und ausgeraubt worden sind, ereigneten sich in den letzten Jahren in London und Berlin. Auch die Vorgehensweise sowie die erste Kontaktaufnahme über eine Dating-App sind sich sehr ähnlich.

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