Direkt zum Inhalt

Hassverbrechen in Südafrika Schwules Model nach Klubnacht zusammengeschlagen

Von co - 04.05.2022 - 14:00 Uhr
Schwules Model nach Klubnacht zusammengeschlagen
Foto: © twitter.com_official_jrvin
ANZEIGE
Loading audio player...

Der 24-jährige Mfundo Ngobese ging am 24. April vom beliebten LGBTI*-Klub Albany 58 nach Hause, als er von drei Männern angegriffen wurde. Im Krankenhaus erfuhr er, dass die Hälfte seiner Zähne abgebrochen waren und sein gebrochenes rechtes Bein operiert werden muss. Ngobese, der professionell modelt, fürchtet nun um seinen Lebensunterhalt. Jede Nacht durchlebt er die Attacke erneut.

Klar ein Hassverbrechen

„Ich wurde nicht ausgeraubt“, so Ngobese gegenüber Mamba Online. „Ich hatte ein Handy dabei und sie haben es nicht genommen. Sie sagten immer wieder, dass sie Schwule hassen. Ich glaube, ich wurde für meine Sexualität bestraft.“ Als Ngobese beim Nachhauseweg das Rathaus von Durban erreichte, wurde er von seinen Freunden getrennt. Er sah, wie seine Freunde vor drei fremden Männern davonliefen. Einer der Männer registrierte den verwirrten Ngobese und sagte zu seinen Komplizen: „Hier ist noch einer!“ Bei einem Fluchtversuch stellte einer der Männer Ngobese ein Bein: „Ich fiel auf mein rechtes Knie und wurde danach ins Gesicht geschlagen. Ich begann, aus Mund und Nase zu bluten. Man trat mir außerdem ins rechte Bein.“ 

Polizei tatenlos

Südafrika ist eines der wenigen afrikanischen Länder, das die gleichgeschlechtliche Ehe einführte. Doch es gibt keinerlei Gesetze, die LGBTI* vor Hassverbrechen schützen. Und Anzeigen werden von der Polizei oft nicht ernst genommen. Auch in Ngobeses Fall ist bislang nichts geschehen. 

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

ntv"Man hat sich geschminkt": Thomas Anders vergleicht sich mit Bill KaulitzSüddeutsche ZeitungHip-Hop aus München: Wie Rapperin Ebow das Lebensgefühl von Gastarbeiterkindern vertontFalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sexszenen bei Heated Rivalry

Dreharbeiten und Proben laufen

Die Vorbereitungen für „Heated Rivalry“ Staffel 2 laufen. Regisseur Jacob Tierney spricht über Sexszenen, Nacktheit und den Schutz seiner Stars.
Heiße Sportstars

Besondere Nominierungen

Bei Grindrs Jahreswahl „Unwrapped 2026“ konkurrieren Fußballstars, Tennisprofi Carlos Alcaraz und Olympiasiegerin Alysa Liu um besondere Titel.
„Black Doves“ kehrt zurück

Netflix setzt Spionagethriller fort

Ab 5. November läuft die zweite Staffel von „Black Doves“ auf Netflix. Ben Whishaw kehrt als schwuler Auftragskiller mit bewegter Vergangenheit zurück
Ehemann ist schwul: Frau klagt

50.000 Euro Schadensersatz?

Eine Italienerin fordert 50.000 Euro von ihrem schwulen Ex-Mann, weil ihr Kinderwunsch unerfüllt blieb. Das Gericht entscheidet nicht über die Klage.
Queere Jugend macht Politik

Mit 16 schon mitbestimmen

Die US-Initiative „Queer the Ballot“ zeigt LGBTIQ+-Jugendlichen, wie sie politische Entscheidungen beeinflussen können – auch ohne Wahlrecht.
Ein Vorbild nimmt Abschied

Basketballstar beendet Karriere

Der offen schwule Basketballprofi Isaac Humphries beendet mit 28 Jahren seine Karriere. Sein Coming-Out bezeichnet er als seinen stolzesten Moment.
Spendenboom bei Gallant

350.000 Dollar nach Enthüllung

Nach der Veröffentlichung alter BDSM-Fotos erhält der schwule US-Demokrat Chris Gallant mehr als 350.000 Dollar Spenden und übertrifft seinen Rivalen.
Russland fahndet nach Reporter

Schwuler Journalist auf der Flucht

Russland geht zunehmend gegen homosexuelle Journalisten vor. Der geflüchtete Vadim Vaganov berichtet über staatliche Verfolgung und Einschüchterung.
Hoffnung für Jugendliche

Unterstützung senkt Suizidrisiken

Eine US-Langzeitstudie zeigt: Trotz zunehmender Diskriminierung gehen Selbstverletzungen und Suizidversuche bei LGBTIQ+-Jugendlichen zurück.