Direkt zum Inhalt
Pläne der neuen Regierung für eine Regenbogen-Nation
ANZEIGE

Koalitionsvertrag Pläne der neuen Regierung für eine Regenbogen-Nation

co - 20.12.2021 - 13:00 Uhr
Loading audio player...

Mit dem Koalitionsvertrag 2021–2025 scheint vieles, was die LGBTI*-Community schon seit Jahrzehnten fordert, plötzlich zum Greifen nah. Laut Jens Brandenburg, dem LGBTI*-Sprecher der FDP, sind viele Vorhaben mit einer einfachen Regierungsmehrheit möglich – für manches brauche es allerdings Union und Bundesrat.

Gleichbehandlung und Akzeptanz

Im Gleichbehandlungsartikel des Grundgesetzes soll die sexuelle Identität beispielsweise explizit genannt und das Wort „Rasse“ ersetzt werden. Ein fachgebietsübergreifender „Nationaler Aktionsplan für Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ soll die Länder unter anderem „bei der Aufklärung an Schulen und in der Jugendarbeit“ unterstützen, Angebote für ältere LGBTI*-Personen fördern und „in der Arbeitswelt das Diversity Management voran[bringen], insbesondere im Mittelstand und im öffentlichen Dienst“. Außerdem will man LGBTI*-feindliche Hasskriminalität gezielt bekämpfen – dazu sollen geschlechtsspezifische und LGBTI*-feindliche Gründe bei der Definition von Hassverbrechen im Strafgesetzbuch explizit erwähnt und solche Verbrechen fortan von der Polizei separat erfasst werden.

Regenbogen-Familien und Selbstbestimmung

Bei der Geburt eines Kindes in eine lesbische Ehe sollen beide Frauen künftig automatisch als Elternteil eingetragen werden. Jegliche Diskriminierung bei der Blutspende soll komplett abgeschafft werden. Daneben soll das Transsexuellengesetz durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzen werden: In Zukunft sollen Betroffene ihren Geschlechtseintrag per Selbstauskunft vor dem Standesamt ändern können. Außerdem sollen geschlechtsangleichende Behandlungen zur Kassenleistung werden.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sexpositive Städte weltweit

Vancouver holt deutlich auf

Die sexpositivste Stadt weltweit bleibt auch 2026 Amsterdam, doch Vancouver auf Platz 2 holt stark auf. Die erste deutsche Stadt: Köln auf Platz 4.
Kirchen im LGBTIQ+-Check

Zwischen Akzeptanz und Ablehnung

Eine neue US-Rangliste zeigt: Während einige Kirchen LGBTIQ+-Menschen vollständig gleichstellen, halten andere an einer strikten Ablehnung fest.
Australiens Volkszählung

Erstmals wird LGBTIQ+ mitgedacht

Australiens neue Volkszählung 2026 erfasst erstmals LGBTIQ+-Daten. Aktivisten sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Sichtbarkeit.
Lehrer kämpfen für Schutz

Ohio verschärft LGBTIQ+-Regeln

Eine Lehrerin hat in Ohio eine Kampagne angestoßen und schult Pädagogen zu LGBTIQ+-feindlichen Gesetzen gegen Schüler.
Burnhams Kabinett im Fokus

Zwischen Gleichheit und Streit

Das neue britische Labour-Kabinett unter Andy Burnham steht wegen seiner Positionen zu LGBTIQ+-Rechten derzeit verstärkt im Fokus.
HIV-Hilfe unter Druck

US-Kürzungen mit massiven Folgen

Eine neue Studie sieht massive Folgen von US-Hilfskürzungen für HIV-Programme, über 1.700 Einrichtungen weltweit mussten bereits schließen.
World Pride in Amsterdam

Königlicher Auftakt für Vielfalt

Mit Besuch von Königin Máxima ist der World Pride in Amsterdam gestartet. Veranstalter und Politik warnen vor wachsendem Druck auf LGBTIQ+-Rechte.
Ermittlung gegen Bürgermeister

Streit um beleidigende E-Mails

Nach dem Streit um die Rettung des gestrandeten Buckelwals "Timmy" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Timmendorfer Strands schwulen Bürgermeister.
Grindr-Fallen vor Gericht

Urteilsspruch in Frankreich

Sechs Männer sind nach Grindr-Fallen in Frankreich verurteilt worden. Trotz gezielter Angriffe erkannte das Gericht kein homophobes Tatmotiv an.