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HIV-Hilfe unter Druck
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HIV-Hilfe unter Druck Über 1.700 HIV-Zentren mussten bereits schließen

ms - 27.07.2026 - 10:30 Uhr
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Die Auswirkungen der deutlichen Kürzungen der US-Regierung bei der internationalen HIV-Bekämpfung werden nach einem neuen Bericht zunehmend immer mehr sichtbar. Nach Angaben einer neuen Studie führten die Einsparungen dazu, dass weltweit bereits jetzt rund 1.700 HIV-Behandlungsstellen geschlossen werden mussten. Erst vor wenigen Tagen kam eine weitere Untersuchung, die bei Internationalen Aids-Konferenz in Rio de Janeiro besprochen wurde, zu ähnlichen Ergebnissen. Im gleichen Zeitraum wurde bekannt, dass auch in den USA selbst der Rotstift weiter angesetzt werden soll, die US-Gesundheitsbehörde CDC plant Einsparungen von 200 Millionen US-Dollar. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Kürzungen der US-Auslandshilfe sollen laut einer Studie zur Schließung von rund 1.700 HIV-Behandlungsstellen geführt haben.
  • Im Mittelpunkt steht das US-Programm Pepfar zur Bekämpfung von HIV und Aids.
  • Senator John Cornyn fordert deswegen jetzt die Freigabe ausstehender Mittel in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar.
  • Die Trump-Regierung soll zugesichert haben, die Finanzierung fortzusetzen.

Schließung Tausender HIV-Angebote

Die Entwicklung rückte jetzt erneut in den Fokus, nachdem ein Bericht über deutliche Rückgänge bei HIV-Präventionsprogrammen infolge gekürzter US-Auslandshilfen veröffentlicht worden war. Unterdessen erklärte der republikanische US-Senator John Cornyn aus Texas, er habe von der Trump-Regierung eine Zusage erhalten, ausstehende Finanzmittel für den „President’s Emergency Plan for AIDS Relief“ (Pepfar) bereitzustellen. Cornyn, der in diesem Jahr die Unterstützung von Donald Trump verloren hatte und eine entscheidende Vorwahl für eine erneute Kandidatur im November nicht gewann, hatte zuvor Druck auf die Regierung ausgeübt.

Nach einem Bericht von Semafor kündigte der Senator an, die Ernennung von Botschaftern durch die Trump-Regierung blockieren zu wollen, sollte die Regierung nicht 1,3 Milliarden US-Dollar für Pepfar freigeben. Darüber hinaus forderte Cornyn weitere Informationen über die rund 10 Milliarden US-Dollar, die der Kongress in den vergangenen zwei Jahren für das Programm bewilligt hatte. Ein Sprecher des Senators erklärte, Cornyn werde „die künftigen Maßnahmen zu Pepfar genau beobachten, um sicherzustellen, dass sie diese Zusicherungen vor einer Abstimmung im Plenum über diese Nominierungen einhalten“.

Folgen der Kürzungen werden sichtbar

Die Auswirkungen der reduzierten Finanzierung von HIV- und Aids-Programmen durch die US-Regierung wurden nach dem Bericht Anfang der Woche besonders deutlich. Als Beispiel wurde eine Gesundheitsklinik in Johannesburg genannt, die 2025 nach Kürzungen der US-Hilfen geschlossen wurde. Die New York Times berichtete über weitere Folgen der Einsparungen und deren Auswirkungen auf die medizinische Versorgung und Präventionsarbeit. Nach den Ergebnissen einer zweiten aktuellen Studie erhielten weltweit bis Oktober 2025 rund 77.000 Kinder und Jugendliche weniger eine Behandlung gegen HIV als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Daten beziehen sich ausschließlich auf Programme, die durch US-amerikanische Hilfen unterstützt wurden. Letzte Woche wurde außerdem öffentlich, dass die amerikanische Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) eine zentrale Fördervereinbarung für gemeindebasierte HIV-Organisationen nicht verlängern will, davon betroffen wären rund 100 Einrichtungen. Die Rede von einer Reduzierung der Fördermittel um 200 Millionen US-Dollar.

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