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Kirchen im LGBTIQ+-Check
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Kirchen im LGBTIQ+-Check Neue US-Studie zeigt auf: Große Unterschiede im Glauben

ms - 27.07.2026 - 14:30 Uhr
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Eine neue Rangliste aus den USA von zwanzig christlichen Kirchen zeigt große Unterschiede im Umgang mit LGBTIQ+-Menschen. Während einige Konfessionen gleichgeschlechtliche Ehen schließen, homosexuelle Geistliche ordinieren und sich gegen Diskriminierung einsetzen, lehnen andere schwule oder lesbische Beziehungen und geschlechtliche Vielfalt weiterhin ausdrücklich ab. Grundlage der Übersicht sind wissenschaftliche Studien sowie die offiziellen Positionen der Kirchen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Rangliste vergleicht 20 christliche Kirchen nach ihrer Haltung zu LGBTIQ+-Menschen.
  • Progressive Kirchen erlauben gleichgeschlechtliche Ehen und ordinieren homosexuelle Geistliche.
  • Katholische Kirche erlaubt Segnungen, lehnt die Ehe für alle aber weiterhin ab.
  • Konservative Kirchen halten an traditionellen Lehren zu Ehe und Geschlecht fest.

Zwischen Vielfalt und Tradition

An der Spitze stehen die Metropolitan Community Churches, die bereits 1968 als Kirche für LGBTIQ+-Menschen gegründet wurden. Es folgen unter anderem die Unitarian Universalist Association, die United Church of Christ, die Presbyterian Church (USA), die Episcopal Church und die United Methodist Church, die in den vergangenen Jahren ihre Regeln deutlich liberalisiert hat. Dort sind gleichgeschlechtliche Ehen und die Ordination von LGBTIQ+-Geistlichen vielfach möglich. Allerdings entscheiden bei mehreren Kirchen die einzelnen Gemeinden selbst über die Umsetzung.

Im Mittelfeld liegen unter anderem die Evangelical Lutheran Church in America, die Alliance of Baptists und Teile der Quäker, die LGBTIQ+-Menschen weitgehend offen gegenüberstehen, zugleich aber Spielraum für unterschiedliche Entscheidungen einzelner Gemeinden lassen. Die römisch-katholische Kirche hält dagegen an ihrer Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen fest. Papst Leo XIV. unterstützt zwar weiterhin informelle Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare, lehnt jedoch Segnungen ab, die einer Eheschließung gleichkommen. Zugleich betont die Kirche, homosexuelle Menschen müssten mit Respekt behandelt und vor ungerechter Diskriminierung geschützt werden.

Klare Ablehnung von Homosexuellen

Auf den hinteren Plätzen finden sich unter anderem die Orthodoxe Kirche, die American Baptist Churches USA, die National Baptist Convention USA, die Church of the Nazarene, die African Methodist Episcopal Church, die Southern Baptist Convention, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), verschiedene Pfingstkirchen sowie die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Sie lehnen gleichgeschlechtliche Ehen überwiegend ab und vertreten die Auffassung, dass Ehe ausschließlich die Verbindung zwischen Mann und Frau sei. Mehrere dieser Kirchen sprechen sich zudem gegen die Ordination offen homosexueller Geistlicher und gegen eine Anerkennung von Transidentität aus.

Die Rangliste verweist zudem auf den schwindenden Rückhalt religiöser Institutionen unter LGBTIQ+-Menschen. Laut einer Erhebung des Pew Research Center aus dem Jahr 2024 bekennen sich nur noch 48 Prozent der lesbischen, schwulen und bisexuellen Erwachsenen in den USA zu einer Religion. Eine Studie des Williams Institute der UCLA kommt zugleich zu dem Ergebnis, dass dennoch mehr als fünf Millionen LGBTIQ+-Menschen in den USA einer Religionsgemeinschaft angehören.

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