Direkt zum Inhalt
LGBTI*-Personen und Sexarbeiter*innen besonders betroffen

Gewaltzuwachs während Pandemie LGBTI*-Personen und Sexarbeiter*innen besonders betroffen

co - 23.12.2020 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Die Gewalt gegen die LGBTI*-Community nahm während der Corona-Pandemie massiv zu. Dabei geht es nicht nur um häusliche Gewalt, sondern auch um Razzien, Massenverhaftungen, Folter, Erpressungen, physische wie sexuelle Übergriffe und Diskriminierung. Besonders deutlich wurde die Lage jetzt durch einen Bericht der Front Line Defenders, für den LGBTI*- und Menschenrechts-Aktivist*innen aus 13 Ländern befragt wurden.

Ein Aktivist aus Tansania berichtete beispielsweise davon, LGBTI* und Sexarbeiter*innen beherbergt zu haben, um sie vor Polizeigewalt auf der Straße und vor Hungersnot zu bewahren. Das Haus wurde jedoch angegriffen, als andere Anwohner herausfanden, wer dort residierte: Es kam zu Massenverhaftungen. Außerdem habe man eine Klinik geschlossen, die sich explizit um diese Bevölkerungsgruppen kümmerte.

Auch in anderen Ländern wurden Notunterkünfte zwangsgeräumt, zahlreiche Menschen verhaftet und angegriffen. Selbst wenn es nur um Unterstützung mit Lebensmitteln, medizinische Versorgung oder Unterkunft ginge, sei die Stigmatisierung enorm. Dabei würde Aktivist*innen oft vorgeworfen, dass sie für die Verbreitung des Virus verantwortlich seien.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Essenstipps für Bottoms

Pride-Kampagne sorgt für Debatte

Ein Instagram-Beitrag von HelloFresh zum Pride Monat hat in den sozialen Netzwerken eine kontroverse Diskussion ausgelöst.
Problemfall Erektionsstörungen

Schockwellentherapie als Hilfe?

Eine nicht-invasive Schockwellentherapie könnte laut neuer US-Studie Männern mit Erektionsstörungen helfen, die Erektionsfähigkeit zu steigern.
Liebe nach dem Klosterleben

Ex-Nonnen heiraten in Brasilien

Zwei ehemalige Nonnen aus Brasilien sorgen für Schlagzeilen: Die beiden Frauen haben sich verliebt und schlussendlich geheiratet.
Akzeptanz schwuler Politiker

Klassische Männlichkeit ist gefragt

Eine neue US-Studie zeigt, dass kaum noch die sexuelle Orientierung darüber entscheidet, wie homosexuelle Politiker von Wählern wahrgenommen werden.
Anti-LGBTIQ+-Gesetz in Ghana

Studie zeigt gespaltene Bevölkerung

Eine neue Umfrage stellt die Behauptung infrage, dass die große Mehrheit der Bevölkerung in Ghana das geplante Anti-LGBTIQ+-Gesetz unterstützt.
Berliner Gewalthilfegesetz

Verbände fordern Nachbesserungen

Queere und feministische Organisationen fordern, dass LGBTIQ+-Personen im geplanten Berliner Gewalthilfegesetz ausdrücklich berücksichtigt werden.
LGBTIQ+-Rechte in Japan

Regierung plant nationale Maßnahmen

Die japanische Regierung will ihre Politik gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten mit einem nationalen Maßnahmenplan ausbauen.
Neues Gesetz in Uganda

Erneuter Angriff auf LGBTIQ+

Ein neues Gesetz verschärft die Lage in Uganda weiter. Kritiker sehen darin einen gezielten Angriff auf Hilfe von queeren Vereinen aus dem Ausland.