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„Heartstopper“ sagt Good Bye
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„Heartstopper“ sagt Good Bye Kit Connor und Joe Locke betonen Vermächtnis der Serie

ms - 17.07.2026 - 12:00 Uhr
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Die erfolgreiche Netflix-Serie „Heartstopper“ geht ab heute mit einem Film zu Ende. Die Schauspieler Kit Connor und Joe Locke, die seit 2022 die Figuren Nick Nelson und Charlie Spring verkörperten, wollen der Geschichte des jungen Paares einen besonderen Abschluss geben.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Netflix-Serie „Heartstopper“ endet heute mit dem Film „Heartstopper Forever“.
  • Kit Connor und Joe Locke wollten der Liebesgeschichte von Nick und Charlie ein „filmisches Ende“ geben.
  • Die Produktion thematisiert erneut queere Identität, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Herausforderungen.
  • Beide Hauptdarsteller sind beim Abschlussfilm auch als Produzenten beteiligt.
  • Joe Locke fordert mehr Offenheit in der Filmbranche für neue Talente.

Liebe, Identität und Erwachsenwerden

Die Serie nach der Buchreihe von Alice Oseman wurde von vielen jungen LGBTIQ+ -Zuschauern als wichtige Unterstützung beschrieben. Sie habe durch die einfühlsame Darstellung einer Liebesgeschichte zwischen zwei Schülern „unzählige Leben verändert“. Der Abschlussfilm „Heartstopper Forever“ begleitet Nick und Charlie nun ein letztes Mal bei einer neuen Herausforderung: einer Beziehung über eine Entfernung hinweg. Während Nick an die Universität geht, bleibt Charlie zurück, um seine letzten Schulprüfungen abzulegen. Joe Locke sagte der BBC, die beiden hätten ihrer Liebesgeschichte „ein filmisches Ende“ geben wollen – mit einem „Laserfokus“ auf die Schwierigkeiten ihrer beiden Figuren.

Queere Sichtbarkeit auf der Leinwand

Seit ihrem Start im Jahr 2022 erhielt die Serie überwiegend positive Kritiken. Sie behandelte Themen, die viele Jugendliche und junge Erwachsene betreffen, darunter sexuelle Identität, psychische Gesundheit und Mobbing. Kit Connor, der Charlies bisexuellen Freund Nick spielt, sagt, der Stoff funktioniere „als Film und als letztes Kapitel“, weil „wir mit diesen Figuren schon so viel durchgemacht haben“. Die dritte Staffel und der Film setzten zudem stärker politische Akzente als frühere Folgen. Die trans* Figur Elle Argent, gespielt von Yasmin Finney, beschäftigte sich beispielsweise mit realen Problemen, denen trans* Menschen begegnen.

Eine wichtige Szene des Films spielt nun bei einer Pride-Veranstaltung in der fiktiven englischen Stadt Truham, dem zentralen Ort der „Heartstopper“-Geschichte. Connor betonte die Bedeutung solcher Bilder: Es sei wichtig, dass Menschen diese Darstellung sehen könnten, „wo auch immer wir auf der Welt sind und unabhängig davon, was die Mächtigen tun“. Er fügte hinzu: „Eine Serie oder einen Film wie Heartstopper zu machen, wird immer wichtig sein.“ Netflix teilte über seine Medienplattform mit, dass der Film auch in mehreren Ländern veröffentlicht wird, in denen Homosexualität strafrechtlich verfolgt wird.

Connor spricht über Coming-Out

Kit Connor, der zuvor durch die Serienadaption von „His Dark Materials“ bekannt wurde und im Elton-John-Biopic „Rocketman“ mitspielte, sprach auch über sein eigenes Coming-Out. Der heute 22-Jährige sagte, er sei nach Spekulationen in sozialen Medien während der Veröffentlichung der ersten „Heartstopper“-Staffel im Jahr 2022 dazu gedrängt worden, sich als bisexuell zu outen. „Heartstopper war allein durch seine Existenz schon immer diese wunderschöne und kraftvolle Botschaft über queere Freude und Menschlichkeit“, so Connor. „Diese Figuren sind zufällig queer und unglaublich glücklich damit. Sie leben ihr Leben so, wie sie es möchten.“

Verantwortung übernehmen

Der Abschluss der Geschichte war ursprünglich als vierte Staffel geplant. Obwohl der Film kürzer ist als eine komplette Serie, sollen die einzelnen Handlungsstränge weiterhin ausführlich behandelt werden. Thematisiert werden unter anderem Essstörungen, psychische Belastungen, Alkoholabhängigkeit und schwierige Familienverhältnisse. Connor und Locke sind bei dem letzten Kapitel auch als Produzenten beteiligt. Connor sagte, diese Rolle habe ihnen ermöglicht, „den kreativen Einfluss und die Stimme der Besetzung“ zu sein, die „alle diese Figuren und die Geschichte lieben“.

Locke scherzte, Produzententitel würden häufig einfach vergeben. Gleichzeitig stellte er klar: „Wir haben tatsächlich Arbeit hineingesteckt und es ernst genommen.“ Der Abschied falle dennoch schwer. Locke sagte, die Serie habe „mein Leben in praktisch jeder Hinsicht verändert“. Connor ergänzte: „Es ist das Größte, was jedem von uns jemals passieren wird.“ Über seinen Kollegen sagte er außerdem: „Ich schätze Joe als Freund. Wenn wir wieder zusammenarbeiten, ist das großartig. Aber er ist ein großartiger Schauspieler, und ich liebe es, seine Arbeit zu sehen.“

Mehr Chancen für neue Schauspieler

Joe Locke, der inzwischen in der Marvel-Serie „Agatha All Along“ mitgespielt und sowohl am Broadway als auch im Londoner West End erste Auftritte hatte, bekam die Rolle des Charlie über ein offenes Casting. Mehr als 10.000 Menschen hatten sich beworben. Viele Darstellerinnen und Darsteller der Serie waren vor ihrem Durchbruch weitgehend unbekannt, darunter William Gao als Tao Xu, Tobie Donovan als Isaac Henderson, Corinna Brown als Tara Jones, Kizzy Edgell als Darcy Olsson und Rhea Norwood als Imogen Heaney.

Erfolgreiche Jugendserien mit überwiegend neuen Gesichtern wie „Off Campus“ und „Heated Rivalry“ haben 2026 erneut gezeigt, dass unbekannte Talente große Erfolge erzielen können. Locke hofft daher, dass weitere Produzenten dem Beispiel von „Heartstopper“ folgen. „Ich denke, diese Branche wird immer noch auf eine sehr abgeschottete Art und Weise geführt. Es gibt so viel Talent da draußen. Wege zu finden, die Branche für mehr Menschen zu öffnen, ist wichtig, denn man kann keine Inhalte schaffen, die die Außenwelt widerspiegeln, wenn man die Außenwelt nicht hereinlässt“, erklärte Locke.

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