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Bulgarien gewinnt den ESC Emotionales Rennen zwischen Israel und Bulgarien

ms - 17.05.2026 - 04:00 Uhr
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Bulgarien hat den Eurovision Song Contest 2026 in Wien für sich entschieden. Die Sängerin Dara (27) setzte sich mit ihrem Partysong „Bangaranga“ sowohl in der Jurywertung als auch beim Publikum klar gegen die Konkurrenz durch und erhielt insgesamt 516 Punkte. Auf die Frage nach der Bedeutung des Titels erklärte Dara, es gehe um ein besonderes Gefühl, eine spezielle Energie und den Gedanken, „alles ist möglich“.

Das Wichtigste im Überblick

  • Bulgarien gewinnt den Eurovision Song Contest in Wien.
  • Dara siegt mit dem Song „Bangaranga“ und holt sowohl Jury- als auch Zuschauerstimmen.
  • Deutschland landet mit Sarah Engels auf Platz 23 von 25.
  • Israel auf Rang zwei, Rumänien Dritter, Australien auf Platz 4.
  • ESC 2026 von Protesten gegen die israelische Teilnahme überschattet.
  • Moderator Michael Ostrowski sorgt beim ESC 2026 in Wien für Diskussionen über sein Outfit.

Bulgarien gewinnt erstmals ESC

Nach einer dreijährigen Pause war Bulgarien in diesem Jahr wieder beim ESC vertreten – und feierte gleich den ersten Sieg des Landes in diesem Wettbewerb. Dara betonte nach dem Triumph: „Wir werden den ESC in Sofia haben und wir müssen uns vorbereiten, damit wir all die Menschen empfangen können.“ Dies sei nicht nur für sie selbst, sondern für die gesamte bulgarische Musikszene ein wichtiger Erfolg.

Der zweite Platz ging erneut an Israel, das vor allem von den Publikumsstimmen profitierte, während Rumänien den dritten Rang belegte. Auch in Deutschland votierten die meisten Zuschauer für Israel. Australien, das von Buchmachern kurz vor dem Finale hoch gehandelt wurde, landete auf Platz vier, Italien auf dem fünften. Das finnische Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen, das lange als Favorit galt, erreichte nur Platz sechs.

Der Abend in der Wiener Stadthalle war ein Feuerwerk aus großen Bühnenbildern, Pyrotechnik und teils extravaganten Inszenierungen. Während einige Länder auf klassische Balladen oder dramatische Inszenierungen setzten, brachte Dara mit „Bangaranga“ eine energiegeladene Club-Atmosphäre auf die Bühne. Finnland präsentierte ein Pyro-Spektakel, Litauen trat komplett versilbert auf, und Rumänien setzte auf eine dunkle, urbane Ästhetik. 

Debatte um Moderator

Einzig das Moderatorenduo konnte viele Zuschauer nicht überzeugen, viel Kritik gab es vor allem für Michael Ostrowski. Während seine Co-Moderatorin Victoria Swarovski mit einem auffälligen „Schiffbruch-Look“ für Aufsehen sorgte, fiel Ostrowski besonders wegen seines lilafarbenen, funkelnden Outfits auf: locker sitzende Hose, Oversize-Jacke und eine lange goldene Kette über dem tiefen Ausschnitt. In den sozialen Netzwerken diskutierten Fans international über Ostrowskis Kleidung. Kommentare reichten von sarkastischen Bemerkungen wie „Oh nein, heute gibt es noch eine Zaubershow“ bis hin zu kritischen Fragen wie „Warum sieht das Outfit von dem Moderator so billig aus?“ und Vergleichen mit Pyjamas. Auch seine Qualitäten als Moderator, insbesondere mit englischen Texten, wurde vielerorts bezweifelt. Andere Kommentatoren schrieben online: „So sehen die Österreicher aus, die ihre Kinder ein Jahrzehnt lang im Keller verstecken“ oder „Wenn du vor deinem Judo-Kampf noch schnell den ESC moderieren musst… ist ihm klar, wie lächerlich er wirkt?” Ostrowski, eigentlich Michael Stockinger, ist Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Moderator. 

Deutschland enttäuscht – Engels unbeeindruckt

Für Deutschland verlief der Wettbewerb erneut enttäuschend: Sarah Engels landete mit ihrem Titel „Fire“ auf dem 23. Platz. Sie erhielt insgesamt zwölf Punkte – ausschließlich von der Jury, das Publikum votierte nicht für sie. Im Vergleich: Im Vorjahr erreichte das deutsche Duo Abor & Tynna Rang 15, 2024 wurde Isaak Zwölfter. Trotz des schwachen Abschneidens zeigte sich Engels gefasst. Nach ihrem Auftritt sagte sie: „Ich werde morgen aufstehen und meine Familie liebt mich genauso wie gestern. Das Ranking ist egal, ich habe eine megakrasse Erfahrung gemacht. Ich habe vor 180 Millionen TV-Zuschauern singen dürfen, wir haben alles gegeben.“

Auch in einer Mitteilung des SWR betonte die Sängerin: „Für Deutschland beim weltweit größten Musikwettbewerb zu singen, ist eine Ehre – ganz unabhängig von der Platzierung. Es war ein großes Fest.“ SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler lobte Engels’ Auftritt als leidenschaftlich, professionell und mit starker Bühnenpräsenz. „Wir wollten zeigen, dass Deutschland eine Performance auf hohem Niveau liefern kann. Trotzdem sind wir natürlich enttäuscht über die Platzierung.“

Proteste gegen Israel überschattet Jubiläum

Der ESC 2026 wurde 70 Jahre alt – und war dennoch nicht frei von politischen Spannungen. Fünf Länder – die Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island – boykottierten den Wettbewerb aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen. Am Rande des ESC kam es zudem zu Demonstrationen in Wien: Einige hundert Menschen protestierten friedlich, zeigten zahlreiche palästinensische Flaggen, Zwischenfälle blieben aus. Als Israel im Voting zwischendurch auf Platz 1 landete, waren vereinzelt auch Buh-Rufe aus dem Wiener Live-Publikum zu hören.

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