Jason Collins ist tot Schwule NBA-Ikone stirbt mit 47 Jahren an Gehirntumor
Jason Collins, der erste offen schwule Spieler in der Geschichte der NBA, ist tot. Wie seine Familie jetzt über die Liga mitteilte, starb er im Alter von 47 Jahren an den Folgen eines Glioblastoms, einer besonders aggressiven Form von Hirnkrebs. Ende letzten Jahres hatte Collins seine schwere Erkrankung publik gemacht und seitdem eisern wie ein Löwe gekämpft, um die Krankheit zu überleben.
Das Wichtigste im Überblick
- Jason Collins, erster offen schwuler NBA-Spieler, ist mit 47 Jahren gestorben
- Todesursache: Komplikationen durch Glioblastom, einen aggressiven Hirntumor
- Collins wurde 2013 öffentlich als schwul bekannt – während seiner aktiven NBA-Karriere
- Er spielte für Nets, Grizzlies, Timberwolves, Hawks, Celtics und Wizards
- Seit 2014 mit Filmproduzent Brunson Green liiert, Hochzeit 2025
- Familie, Freunde und die LGBTIQ+-Community würdigen ihn als Inspiration
Große Trauer bei der Familie
„Wir sind untröstlich, mitteilen zu müssen, dass Jason Collins, unser geliebter Ehemann, Sohn, Bruder und Onkel, nach einem heldenhaften Kampf gegen ein Glioblastom gestorben ist“, erklärte die Familie. „Jason hat auf unerwartete Weise Leben verändert und war eine Inspiration für alle, die ihn kannten, und für jene, die ihn aus der Ferne bewunderten. Wir sind dankbar für die überwältigende Liebe und die Gebete in den vergangenen acht Monaten sowie für die hervorragende medizinische Betreuung durch seine Ärzte und Pflegekräfte. Wir werden ihn sehr vermissen.“
Collins hatte bereits im Dezember in einem Essay offenbart, dass er an einem Glioblastom im vierten Stadium erkrankt sei. Ohne Behandlung drohte der Tumor laut seiner Einschätzung innerhalb weniger Wochen tödlich zu verlaufen. Collins schrieb damals: „Ich werde dagegen kämpfen.“ Der besonders aggressive Gehirntumor sei ein „Monster mit Tentakeln“, so der 47-Jährige damals.
Gehirntumor kam zurück
Im Winter reiste er nach Singapur, um experimentelle Therapien zu erhalten, die in den USA nicht zugelassen sind. Anschließend war er fit genug, um am NBA All-Star Weekend in Los Angeles teilzunehmen und ein Spiel an seiner Alma Mater, der Stanford University, zu besuchen. In den vergangenen Wochen kehrte der Krebs jedoch offenbar mit aller Härte zurück. Collins starb friedlich in seinem Zuhause in Florida, umgeben von seiner Familie.
Nur eine Woche vor seinem Tod war Collins laut Associated Press zu krank, um in Cleveland eine Auszeichnung entgegenzunehmen: den ersten „Bill Walton Global Champion Award“ der Green Sports Alliance. Sein Zwillingsbruder, Jarron Collins, nahm den Preis stellvertretend entgegen. „Ich habe meinem Bruder vor meiner Ankunft gesagt: Er ist der mutigste, stärkste Mann, den ich je gekannt habe“, sagte Jarron Collins.
Vorbild für viele schwule Männer
Jason Collins hatte sich 2013 öffentlich als schwul geoutet. Damit war er nicht nur der erste NBA-Spieler, der offen schwul war, sondern auch der erste aktive Profi in einer der vier großen nordamerikanischen Sportligen, der seine Homosexualität bekannt machte. In seiner Karriere spielte er für die Nets, Grizzlies, Timberwolves, Hawks, Celtics und Wizards, bevor er 2014 in den Ruhestand ging. Seit 2014 war Collins mit Filmproduzent Brunson Green liiert; im Mai 2025 heirateten die beiden.
„Als ich mich 2013 als erster aktiver schwuler Basketballspieler öffentlich outete, habe ich vielen der mir nächsten Personen zuerst davon erzählt“, schrieb Collins in seinem Essay. „Ich hatte keine Sorge, dass es vor der Veröffentlichung durchsickern würde, weil ich den Menschen vertraute, denen ich es erzählte. Und wisst ihr was? Nichts ist durchgesickert. Ich konnte meine eigene Geschichte erzählen, so wie ich es wollte. Und ich kann ehrlich sagen, dass die vergangenen 12 Jahre die besten meines Lebens waren. Dein Leben ist so viel besser, wenn du einfach als dein wahres Selbst auftauchst, ohne Angst, öffentlich oder privat. Das bin ich. Das ist, womit ich mich auseinandersetze.“
Viel Lob von Kollegen und aus der Community
Mike Montgomery, ehemaliger Cheftrainer der Stanford-Männerbasketballmannschaft, würdigte Collins: „Es ist ein trauriger Tag für alle, die mit dem Stanford-Basketball verbunden sind, wenn wir einen der Großen des Programms verlieren. Wir haben alle großartige Erinnerungen an Jason und die Art von Person, die er war. Es ist schwer, Jarron und Jason zu trennen, weil sie so ähnlich dachten, aber auch wenn er ein eineiiger Zwilling war, war Jason auf seine Weise einzigartig.“
Kelley Robinson, Präsidentin der Human Rights Campaign, bezeichnete Collins als „Riesen“ der LGBTIQ+-Bewegung: „Jason Collins hat sich während seiner aktiven Karriere geoutet – zu einer Zeit, in der männliche Profisportler so etwas schlicht nicht taten. Aber wie er in seinen letzten Jahren in der Liga und in seiner Post-NBA-Karriere eindrucksvoll zeigte, veränderte sein mutiges Vorangehen das Gespräch nachhaltig. Er war und wird immer eine Legende für die LGBTIQ+-Community sein.“ Collins hinterlässt seinen Ehemann, seine Eltern Portia und Paul Collins sowie seinen Bruder Jarron, der zuletzt als Assistenztrainer bei den New Orleans Pelicans tätig war.