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Iran fordert Flaggen-Verbot
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Iran fordert Flaggen-Verbot Teilnahmebedingung für die WM ist Absage an LGBTIQ+

ms - 13.05.2026 - 09:30 Uhr
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Die iranische Fußballföderation hat der FIFA eine Liste von Bedingungen für die Teilnahme des Landes an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko übermittelt – darunter ein Verbot von LGBTIQ+-Pride-Flaggen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Iran fordert von FIFA ein Verbot von Pride-Flaggen bei der Fußball-WM 2026
  • FFIRI betont, das Land werde „ohne Zurückweichen von Überzeugungen, Kultur und Grundsätzen“ teilnehmen
  • Zehn Bedingungen für Teilnahme, unter anderem Visa-Garantien für Spieler, Trainer und Offizielle
  • Iran und Ägypten sollen am „Pride Match“ in Seattle teilnehmen, das auf Protest stieß
  • Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Stadien, Flughäfen und Hotels gefordert

Iran stellt zehn Bedingungen an FIFA

Die Football Federation of the Islamic Republic of Iran (FFIRI) erklärte, dass das Land am Turnier „ohne jegliches Zurückweichen von unseren Überzeugungen, unserer Kultur und unseren Grundsätzen“ teilnehmen werde. Gleichzeitig betonte der Verband, dass die Gastgeber „unsere Anliegen berücksichtigen müssen“, berichtet Out Sports. Die zehn Punkte umfassende Liste folgt auf die verweigerte Einreise von FFIRI-Präsident Mehdi Taj nach Kanada vor dem FIFA-Kongress in Vancouver im April.

Eine der Forderungen besagt, dass während der Spiele nur offiziell anerkannte Flaggen gezeigt werden dürfen, einschließlich der von Fans im Stadion. Pride-Flaggen wären demnach bei den Partien des iranischen Teams verboten. Besonders kontrovers ist die geplante Begegnung am 26. Juni in Seattle gegen Ägypten, die vom lokalen Organisationskomitee als „Pride Match“ angekündigt wurde. 

Erneute Debatte um „Pride Match“

Das Thema stieß mehrfach bereits auf viel Kritik, da Homosexualität im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann. In Ägypten gibt es zwar kein explizites Gesetz gegen gleichgeschlechtliche Handlungen, diese sind aber nach den Moralgesetzen strafbar und können mit bis zu 17 Jahren Zwangsarbeit, Geldstrafen oder Abschiebung geahndet werden. Iran und Ägypten hatten sich gegen die Teilnahme am „Pride Match“ ausgesprochen. FFIRI-Präsident Taj bezeichnete das Spiel als „irrationalen Schritt, der eine bestimmte Gruppe unterstützt“, so die Straits Times.

Weitere Bedingungen betreffen Visa-Garantien für alle Spieler, Trainer und Offiziellen, einschließlich Personen, die zuvor beim Iranischen Revolutionsgarde-Korps (IRGC) dienten. Der IRGC wird in Kanada und den USA als Terrororganisation eingestuft; Taj machte seine Verbindung dazu als Grund für die verweigerte Einreise nach Kanada geltend. Darüber hinaus fordert die FFIRI erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Stadien, an Flughäfen und in Hotels sowie die Sicherstellung der Achtung der iranischen Nationalflagge und -hymne. Die FIFA kann einige der Forderungen umsetzen, wenn sie das will, während andere wie die Visaerteilung und Sicherheitskontrollen in der Verantwortung der jeweiligen Regierungen liegen.

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