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Kritik an Heated Rivalry? Russell T. Davies erinnert an seine Serie "Queer as Folk"

Von ms - 26.03.2026 - 14:00 Uhr
Kritik an Heated Rivalry
Foto: HBO Max
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Der walisische TV-Schöpfer Russell T. Davies hat die Darstellung der kanadischen Serie „Heated Rivalry“ als „revolutionäre Gay-Show“ hinterfragt. Bei einem speziellen Screen-Talk in dieser Woche im Rahmen des queeren BFI Flare Filmfestivals in London sagte Davies, dass er die Serie liebe, aber weniger überzeugt davon sei, wie revolutionär sie tatsächlich sei.

Die heißeste Gay-Show ever?

Bereits im Januar hatte der 62-Jährige erklärt, was für eine „großartige, klassische Liebesgeschichte“ die kanadische Mini-Serie ist. Nun legte er gegenüber der Variety nach und erklärte: „Ich liebe sie, sie ist heiß! Aber, ehrlich gesagt, wenn Leute sagen: ´Oh, das ist diese revolutionäre Gay-Show‘, denke ich mir nur: ‚Äh, Hallo!!‘“ In den sozialen Medien entdeckte der britische Filmproduzent dann folgendes Statement: „Queer as Folk hat den Weg dafür bereitet, dass Heated Rivalry laufen kann“. Davies konnte nicht anders und schrieb online: „Wir sind von Anfang an verdammt nochmal gerannt!“

Pralles schwules Leben – heute wie damals 

„Heated Rivalry“, basierend auf dem Buch von Rachel Reid und kreiert von Jacob Tierney, erzählt die Geschichte von zwei jungen Eishockeyspielern – dem kanadischen Star Shane Hollander (Hudson Williams) und Russlands Ilya Rozanov (Connor Storrie) – deren erbitterte Rivalität auf dem Eis eine leidenschaftliche und geheime Romanze verdeckt. Die Serie begann im November auf dem kanadischen Streaming-Dienst Crave und auf HBO Max in den USA, bevor sie 2026 auch nach Europa kam und die bisher unbekannten Schauspieler Storrie und Hollander zu Stars machte.

Davies ist Schöpfer zahlreicher wegweisender Serien, insbesondere „Queer as Folk“ über eine Gruppe schwuler Männer in Manchester – damals wie heute gilt die Serie auch nach inzwischen 25 Jahren als wegweisend für die Darstellung schwuler Männer im Fernsehen, auch aber nicht nur aufgrund der freizügigen und lebensnahen Sex-Szenen. Damals feierten Schwule weltweit die Serie, weil erstmals ehrlich und offen über schwules Leben erzählt wurde und homosexuelle Männer endlich mehr sein durften als HIV-krank, Stricher oder der beste, sexlose Freund der Hauptdarstellerin. 

Davies kreierte außerdem weitere Serien-Hits für die Community, 2015 beispielsweise die Serie „Cucumber“ für Channel 4, die schwule Beziehungen im 21. Jahrhundert beleuchtete, oder dann 2021 die mehrfach prämierte Drama-Serie „It’s a Sin“, das die HIV/Aids-Krise in Großbritannien in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren thematisierte.

Neue Projekte des schwulen Meisters 

Neben der Diskussion über „Queer as Folk“ und weitere zentrale Werke seiner Karriere gab Davies auch einen ersten Einblick in seine nächste Serie „Tip Toe“, die später in diesem Jahr auf Channel 4 starten soll. Die fünfteilige Miniserie spielt erneut in Manchester und begleitet einen Besitzer einer Gay-Bar (Alan Cumming), während sie zugleich den Aufstieg rechtsextremer Politik und Bedrohungen für LGBTIQ+-Rechte beleuchtet.

Letzte Woche wurde überdies bekannt, dass „It’s a Sin“ in eine Tanzproduktion adaptiert wird, an der auch das legendäre Pop-Duo Pet Shop Boys beteiligt ist. Davies wird als ausführender Produzent der Bühnenproduktion fungieren, ebenso wie Glyn Fussell, Gründer von „Sink The Pink“, und den Pet Shop Boys, deren Single von 1987 der TV-Serie ihren Titel gab. US-Sänger Roman GianArthur wird die Musik komponieren, unterstützt von Neil Tennant und Chris Lowe von den Pet Shop Boys. Davies sagte dazu: „It’s a Sin war für mich eine ganz besondere Serie, und es ist eine der größten Ehren meines Lebens, dass die Serie in etwas Neues und Aufregendes verwandelt wird.“

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