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Neuigkeiten zu „Heated Rivalry“

Neuigkeiten zu Heated Rivalry Staffel 2, Stigmata, Sex und ein schwules Happy End

ms - 25.03.2026 - 16:00 Uhr
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Die Fans von „Heated Rivalry“ warten auf neues Serien-Futter, im Frühjahr 2027 soll die zweite Staffel der schwulen Eishockeyserie erscheinen. Showrunner Jacob Tierney hat sich nun einigen Fanfragen gestellt und die hoffnungsvolle Community auf den neusten Stand gebracht.  

Viel Lärm um die Show 

Zu den aktuellen Fan-Erwartungen erklärte der Regisseur: „Wenn ich ehrlich bin, versuche ich, die Erwartungen der Fans aus allem herauszuhalten, was ich für die nächste Staffel tue. Ich werde weiterhin dem folgen, was Rachel in ihren Büchern schreibt, und lasse mich von ihr auf den Weg führen, der für die nächsten Momente von Shane und Ilya richtig erscheint. Ich freue mich, dass die Leute bisher so zufrieden sind, denn diesen Weg möchte ich weitergehen. Je mehr Lärm darum gemacht wird, desto mehr möchte ich ihn ausblenden.“

Zu der Entwicklung der ersten Staffel betonte Tierney weiter: „Zwei Dinge waren mir wichtig: Erstens, dass Sex präsent und im Vordergrund ist. Zweitens, dass die Charaktere ein Happy End bekommen. Es gab keine Möglichkeit, die Serie mit einem Cliffhanger zu beenden. Ich wollte, dass man sie buchstäblich in den Sonnenuntergang fahren sieht – genau das wollte ich für Shane und Ilya.“ Zudem widerspricht der Filmemacher den Gerüchten, er habe Autismus bewusst thematisieren wollen: „Ich habe nicht in erster Linie darüber nachgedacht, Shane als autistisch zu schreiben. Ich habe ihn einfach geschrieben, so wie er ist. Es ging darum, wie er auf Dinge reagiert, Informationen verarbeitet und Situationen handhabt. Wichtig war, dass Ilya ihm mit Empathie begegnet und nicht mit Vorurteilen. So wirken seine Eigenschaften liebenswert, nicht verwirrend oder frustrierend, gerade für nicht-neurodivergente Zuschauer.“

Homosexualität im Sport

Nebst der Freude an den freizügigen Szenen und der herzerwärmenden Love-Story hat sich inzwischen auch eine Botschaft herausgearbeitet, die Homophobie im Sport scharf kritisiert: „Ich wünschte, ich könnte sagen, wir wollten ein Zeichen in Umkleiden setzen, aber ehrlich gesagt habe ich nicht gedacht, dass wir diese Räume erreichen würden. Ich wusste nur, dass wir etwas in die Welt setzen, das Liebe und Hoffnung trägt. Dass die Serie diese Reichweite hat, war nicht Teil eines Plans. Am schönsten ist, wenn Menschen mir sagen, wie viel ihnen die Show bedeutet, wie sie berührt wurden oder verändert wurden“, so Tierney weiter, der zudem hofft, dass „Heated Rivalry“ Gespräche über Akzeptanz im Sport anregen kann, auch außerhalb des Hockeys: „Je mehr Stimmen in einem Raum sind, desto offener kann er werden. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass die Show etwas Positives beiträgt.“

Rivalität und kein Drama 

Viele Fans wollten auch wissen, wie der Serienschöpfer die sportliche Rivalität zwischen den beiden Protagonisten bewertet: „Es erzeugt Spannung, Humor und emotionale Energie. Man denkt, man mag jemanden nicht, aber eigentlich ist man einfach stark auf diese Person fokussiert.“ Darüber hinaus bedanken sich viele HR-Begeisterte immer wieder online bei Tierney über die positive Geschichte: „Es ist schön, eine erfolgreiche schwule Serie zu sehen, die nicht auf Tragik oder Trauma basiert. Ich bin in meinen 40ern und habe früher als schwuler Mann fast nur Geschichten gesehen, in denen Schwule als einfache Lacher herhalten mussten oder tot und komplett unsexualisiert waren. Dass schwule Figuren Sexualität zeigen dürfen und glücklich sein können, war selten. Unsere Geschichten müssen nicht traumatisch sein. Wenn wir nur traumatische Geschichten erzählen, fühlen wir uns ständig traumatisiert.“

Sexszenen und Liebe  

Immer wieder dreht sich bei Diskussionen mit den Fans vieles auch um die besonders intimen Sexszenen, die man so zuletzt vor 25 Jahren bei „Queer as Folk“ sehen konnte: „Wir haben Intimszenen sehr bewusst angegangen, sie genau choreografiert wie Tanzsequenzen. Jeder Szene hat unterschiedliche emotionale Beats und Outcomes. So konnten die Schauspieler sich auf die emotionale Verbindung konzentrieren. Unsere Intimkoordinatorin Chala Hunter war eng involviert. Ein Set ist ein Arbeitsplatz – niemand soll sich unwohl fühlen.“

Ist Sex also der wesentliche Grund, warum die Serie ein so großes Publikum gefunden hat? „Es geht um Freude und Liebe. Wir haben die Beziehung ernst genommen, ihr Zeit gegeben, sich zu entwickeln. Das Happy End spielt eine große Rolle. Zuschauer erwarten oft etwas Schlimmes – passiert es nicht, verändert das das Erlebnis. Am Ende spüren die Zuschauer, dass Liebe ernst genommen wird. Die Serie trägt ihr Herz auf der Zunge, sie liebt die Liebe, und das fühlen die Zuschauer“, so Tierney abschließend. 

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