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Homophober Vorfall
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Homophober Vorfall Sperre für sechs Spiele für Jack Fletcher von Manchester United

ms - 05.03.2026 - 09:00 Uhr
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Jack Fletcher von Manchester United wurde nach einem Vorfall in einem Spiel der U21-Mannschaft des Vereins von der Football Association (FA) mit einer Sperre von sechs Spielen belegt. Der 18-jährige Mittelfeldspieler hatte während einer Partie gegen Barnsley im Oktober das homophobe Schimpfwort „Gay Boy“ in Richtung eines Gegners geäußert. Der Vorfall ereignete sich in der 62. Spielminute, und wurde vom Schiedsrichter Will Davis gehört sowie im offiziellen Spielbericht vermerkt.

Kicker akzeptiert Strafe

Die unabhängige Disziplinarkommission der FA entschied, dass Fletchers Äußerung eine „verschärfte Verletzung“ der Verbandsregeln darstellt, da sie die sexuelle Orientierung betraf. Fletcher gestand den Vorwurf und akzeptierte die Sanktionen, zu denen neben der sechswöchigen Sperre auch eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 Pfund sowie ein obligatorisches Bildungsprogramm gehören, das er in Form einer persönlichen Schulung absolvieren muss.

Der Vorfall war das Ergebnis einer Reihe von Auseinandersetzungen während des Spiels. Fletcher erklärte vor der Disziplinarkommission, dass der Gegner ihn zuvor zu Boden geworfen und auf seine Achillessehne getreten habe. Zudem habe der Spieler während des Spiels abfällige Bemerkungen über seine Familie gemacht. Als Barnsley ein Tor erzielte, reagierte Fletcher auf den Gegner mit den Worten: „Du scheinst viel über mich zu wissen, bist du ein schwuler Junge?“ Obwohl die Kommission Fletchers Aussage, dass er die Bemerkung nicht als homophoben Angriff gemeint habe, akzeptierte, entschied sie, dass die Sprache gegen die Regeln der FA verstoße und eine Bestrafung erforderlich sei.

Entschuldigung des Spielers

In einer Erklärung nach dem Urteil entschuldigte sich Fletcher für die Verwendung des beleidigenden Begriffs. „Es tut mir wirklich leid für das Wort, das ich in der Hitze des Gefechts benutzt habe“, erklärte Fletcher. „Ich verstehe vollkommen, dass solche Sprache nicht akzeptabel ist und habe mich sofort nach dem Spiel entschuldigt.“ Der Spieler betonte, dass es sich um einen „momentanen Aussetzer des Charakters“ gehandelt habe und dieser nicht seine Überzeugungen oder Werte widerspiegle.

Manchester United erklärte, dass der Verein mit Fletcher zusammenarbeite, um sein Verständnis für diskriminierende Sprache und deren schädliche Auswirkungen zu stärken. Der Spieler werde weiterhin an den Diversitätsprogrammen des Vereins teilnehmen, zusätzlich zur obligatorischen Schulung der FA. Die LGBTIQ+-Unterstützergruppe „Rainbow Devils“ von Manchester United begrüßte die Entschuldigung von Fletcher, betonte jedoch, dass „homophobe Sprache keinen Platz im Fußball oder in der Gesellschaft hat, unabhängig von der Absicht oder der Konnotation“. Die Gruppe fügte hinzu: „Worte zählen und Worte verletzen.“

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