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Hoffnung in der HIV-Forschung Kann die mRNA-Technologie den Durchbruch bringen?

Von ms - 29.01.2026 - 12:00 Uhr
Hoffnungen in der HIV-Forschung
Foto: iStock / Yuuji
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Die Entwicklung einer wirksamen Impfung gegen HIV erhält neuen Auftrieb, in Österreich betonten jetzt HIV-Experten die Hoffnungen rund um mRNA-Impfstoffe, aufgekommen im Zuge der Corona-Pandemie. Nach wie vor infizieren sich weltweit rund 1,3 Millionen Menschen jährlich neu mit dem Virus und etwa 630.000 Personen (Stand 2024) sterben binnen eines Jahres an den Folgen von Aids. 

mRNA-Forschung in Österreich

Bereits im letzten Jahr sorgten erste Meldungen in diesem Bereich von australischen Forschern für Aufsehen, ein neuer experimenteller Impfstoff mit mRNA-Technologie befindet sich dort in der Testphase und zeigt erste vielversprechende Ergebnisse. Der Innsbrucker Immunologe und HIV-Forscher Wilfried Posch verwies jetzt ebenso auf laufende Studien mit neuen Technologien: „Aktuell laufen mehrere klinische Studien mit mRNA-Impfstoffen. Diese könnten breit wirksame Antikörper gegen HIV erzeugen“, so Posch gegenüber dem ORF. Dies sei besonders relevant, da sich HIV sehr schnell verändere und in zahlreichen Varianten vorkomme. Viele bisher bekannte Antikörper wirkten nur gegen einzelne Virusvarianten und böten daher keinen ausreichenden Schutz.

Augenmerk auf besondere Gruppe von HIV-Positiven

Ziel der mRNA-Impfstoffe ist es, das Immunsystem so zu trainieren, dass der Körper selbst Antikörper gegen HIV bildet und eine Infektion verhindert. Parallel dazu verfolgt das Team um Posch an der Medizinischen Universität Innsbruck immuntherapeutische Ansätze, die gezielt auf die Aktivierung von T-Zellen abzielen.

T-Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und spielen eine zentrale Rolle bei der Erkennung und Zerstörung infizierter Zellen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei einer kleinen Gruppe von HIV-Positiven, die auch ohne Medikamente eine extrem niedrige Viruslast aufweisen. „Diese sogenannten Elite-Controller können das Virus durch ihre eigene Immunantwort unter die Nachweisgrenze bringen“, so Posch. In diesen Fällen ist HIV im Blut nicht mehr nachweisbar, eine Weitergabe des Virus ist dann nicht möglich.

An diesem Punkt setzt die aktuelle Forschung an. Ziel ist es, die bei Elite-Controllern beobachtete starke T-Zell-Antwort im Labor nachzuahmen. Gelingt es, diese Immunreaktion gezielt zu stimulieren, könnte der Körper HIV möglicherweise auch ohne dauerhafte Medikation kontrollieren und den Ausbruch von AIDS verhindern.

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