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Alexander // © vvg

Leserumfrage Vorsätze und Vorhaben fürs neue Jahr?

vvg - 10.01.2026 - 14:00 Uhr
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Ich habe einen guten Vorsatz für das neue Jahr: Bei einer Bärenwahl bin ich „Vize-Bear“ geworden und möchte mit der Schärpe in meinem Amtsjahr etwas bewirken

Mein Thema und Wunsch ist es, dass die Bären-Comunity diverser und offener wird, das finde ich wichtig, denn ich stelle immer wieder fest, dass es auch schon in der speziellen Bären-Comunity Ausgrenzungen gibt. Wenn jemand den Typ Mann als Bär mag, so muss er doch selbst kein solcher Typ sein. Er gehört aber ebenso zu unserer Comunity. Auch Bodyshaming ist an der Tagesordnung, egal ob man zu dick oder zu dünn, zu haarig oder unbehaart, zu bärtig oder bartlos ist etc. Wer sich mit den Bären beschäftigt, weiß doch, dass wir uns in Otter, Chubbies, Chaser, Wölfe, Muskelbären, Slim Bären, Jungbären, Daddy Bären, Eisbären, Grizzlis und viele weitere Typen aufteilen, aber nur zusammen bilden wir die Vielfalt unserer Szene wieder.

Aber es gibt eben auch das Idealbild eines Bären - kräftig, haarig, bärtig – nur dem entsprechen leider die wenigsten und unsere Szene, würde sie nur diese als bärig gelten lassen, wäre verdammt übersichtlich. Das will ich den Leuten einfach klarmachen. Ich kann mit den Leuten reden und die verschiedenen Typen mal zusammenbringen.

Ansonsten bringe ich mich nicht so aktiv in die Szene ein, aber Vorsätze fürs neue Jahr zum Jahreswechsel habe ich auch. Der klassische Vorsatz: Sport! Das funktioniert genau 3x im Januar. Dann kommen die Ausreden, Wetter, dunkel, Muskelkater – der innere Schweinehund siegt und dann ist es das gewesen. Vielleicht fange ich im kommenden Jahr erst im Mai mit dem Sport an. Und vielleicht finde ich als Vize-Bear eine „Second-Lady“.

Alexander aus Düsseldorf

Jörg // © vvg

Gute Vorsätze finde ich immer gut, um Ziele irgendwann zu erreichen. Ob nun der Jahreswechsel der günstigste Zeitpunkt dafür ist, weiß ich nicht, denn da wird sich immer mehr vorgenommen, als letztendlich gehalten wird. Warum soll ich auf den Jahreswechsel warten, wenn ich mir jeden Tag etwas vornehmen kann.

Mein Vorhaben für das nächste Jahr ist es, meinen Partner zu heiraten. Wir sind jetzt 14 Jahre zusammen und denken es wird einfach mal Zeit diesen Schritt zu gehen, auch um uns gegenseitig rechtlich abzusichern. Wenn einem von uns etwas passiert, soll der andere keine Sorge haben, wie es in Zukunft weitergeht. Wir haben darüber gesprochen und uns ganz ohne romantischen Kniefall unsere Heirat vorgenommen.

Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, war ich auch so konsequent, dass ich dies immer umgesetzt habe. Dazu gehört aber auch, so weitsichtig zu sein, dass ich mir nur Sachen vornehme, bei denen ich mir zutraue, diese auch umzusetzen. Dinge die ich nicht schaffe, nehme ich mir gar nicht vor. Sport zu treiben ist zum Beispiel so eine Sache, die ich mir nicht vornehme.

Wenn ich allerdings den Ansporn habe, dass mein zukünftiger Mann sich wünschen würde, dass ich zum Beispiel abnehme, würde ich mich schon bemühen, aber selber würde ich mich nicht mit einem Neujahrsvorsatz dazu bringen.

Mir fällt gerade ein, als ich mich vor meiner Familie geoutet habe, habe ich mir das auch als Vorsatz genommen, es zu tun. Es war zwar nicht Silvester, es war einfach an der Zeit. Aber den letzten Anstoß habe ich mir selbst gegeben. 3-4 Wochen später habe ich es umgesetzt.

Jörg aus Pforzheim

Robert // © vvg

Normalerweise ist das ja immer so eine schwierige Sache mit den Vorsätzen. Man macht Vorsätze und hält sie dann nicht ein. Aber dieses Jahr habe ich mir wirklich etwas für meine Zukunft vorgenommen. Nachdem ich rund anderthalb Jahre gesundheitlich eine schwierige Zeit hatte, möchte ich endlich wieder im aktiven Leben ankommen. Ich habe jetzt wieder die Möglichkeit mehr zu machen, aktiver zu sein und alte Freundschaften zu vertiefen. Meine körperlichen Möglichkeiten und auch mein mentaler Zustand erlauben es, mir dies als mein Vorhaben fürs neue Jahr - eigentlich ab sofort - vorzunehmen. Mir wurde durch meine Erkrankung bewusst, dass es nicht nur gute Zeiten im Leben gibt. Mit dem Alter kommen Einschränkungen, aber damit kann ich mir immer noch ein glückliches und lebenswertes Leben gestalten, so intensiv, wie es halt möglich ist.

Leben heißt für mich, Zeit mit Menschen zu verbringen, mit denen ich mich wohl und bei denen ich mich gut aufgehoben fühle und die mich so akzeptieren, wie ich jetzt bin.

Reiseziele habe ich mir auch vorgenommen. Ich war noch niemals in Südamerika, das wäre so ein mittelfristiges Ziel. Ich habe ein Faible für Italien und dort möchte ich auch die Freundschaften weiter pflegen, die ich schon habe, aber in letzter Zeit vernachlässigen musste.

Und ich muss gestehen, dass ich gestern einen Vorsatz gebrochen habe. Ich habe jetzt ein dreiviertel Jahr gar keinen Alkohol getrunken, aber gestern war ein fröhlicher Anlass, sich mal eine Ausnahme zu gönnen und der Enthaltsamkeit eine Auszeit zu geben. Ich habe nie viel getrunken, werde sicherlich in der Vorweihnachtszeit noch kleine Ausnahmen machen dürfen, einfach, wenn ich mich im Augenblick wohl dabei fühle.

Robert aus München

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